Der tödliche Bann

Lisa J. Smith
Der tödliche Bann
Visionen der Macht 3 (von 3)

Dark Visions – The Passion, USA, 1995
cbt-Verlag, München, 1. Auflage: 05/2011
TB, Dark Moon 38002
Jugendbuch, SF, Mystery, Urban Fantasy
ISBN 978-3-570-38002-4
Aus dem Amerikanischen von Anne Emmert
Titelgestaltung von HildenDesign München unter Verwendung eines Motivs von Luba V Nel/Shutterstock
Autorenfoto von privat

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Kaitlyn, Rob, Lewis und Anna befinden sich immer noch auf der Flucht vor Mr. Zetes und seinen Handlangern. Ausgerechnet Gabriel, dem sie bislang vertraut hatten, erweist sich als Verräter und will seine ehemaligen Gefährten zwingen, ihm den ‚guten‘ Kristall auszuhändigen, der ihnen von den letzten Überlebenden eines mysteriösen Volkes anvertraut wurde, damit die Jugendlichen den ‚bösen‘ Kristall zerstören können, durch den Mr. Zetes weitere Teenager kontrolliert und ihre parapsychischen Kräfte verstärkt, um diese Gaben zwecks Mehrung von Macht und Vermögen zu missbrauchen.

Es gelingt der kleinen Gruppe, Gabriel loszuwerden, doch Kait ist klar, dass er oder andere es erneut versuchen werden. Um dem Gegner zuvorzukommen und in die Nähe des ‚bösen‘ Kristalls zu gelangen, verlässt sie heimlich ihre Freunde, sucht das Institut von Mr. Zetes auf und behauptet, wie Gabriel auf der Seite der Gewinner stehen zu wollen. Indem sie seine Verliebtheit ausnutzt, hat sie einen Fürsprecher, aber so ganz zerstreuen kann sie das Misstrauen von Mr. Zetes, seiner Assistentin Joyce und den Jugendlichen, die schon länger von ihm manipuliert werden, nicht. Allein Lydia, Mr. Zetes Tochter, von der Kait und die anderen unlängst ausspioniert worden waren, hofft, in ihr eine Freundin zu finden, da sie, die keine Gabe besitzt, sich vor den übrigen fürchtet. Natürlich sorgen sich Rob, Lewis und Anna um Kait und folgen ihr, um eingreifen zu können, sollte ihr Plan, den ‚bösen‘ Kristall zu zerstören, misslingen und sie in Gefahr geraten. Prompt tappen sie in Mr. Zetes Falle, aus der sie sich ohne fremde Hilfe nicht befreien können …

Nach „Die dunkle Gabe“ und „Der geheime Bund“ ist „Der tödliche Bann“ der dritte und letzte Teil der Trilogie „Visionen der Macht“ von Lisa J. Smith, die insbesondere durch ihre „Vampire Diaries“ und deren Verfilmung bekannt wurde. Diesmal stehen Jugendliche mit besonderen Kräften, die durch viele kleine Details an die jungen „X-Men“ oder „New Mutants“ erinnern, im Mittelpunkt. Mit eingebunden ist zudem der Atlantis-Mythos, der allerdings nur im zweiten Band von Bedeutung ist und im Finale kaum noch angeschnitten wird.

Das zentrale Thema sind die Verbrechen, zu denen Mr. Zetes seine Schüler zwingt durch die Macht des ‚bösen‘ Kristalls. Insbesondere Kait muss erleben, was ihnen allen droht, sollten sie und ihre Kameraden versagen: Niemand könnte Mr. Zetes stoppen, und sie alle würden sich verändern, zu grausamen Zerrbildern ihrer selbst werden und schlimmer. Schon bald spürt sie die Auswirkungen des ‚bösen‘ Kristalls und muss darum kämpfen, nicht so zu werden wie Bri, Frost, Renny, Schakal Mac und die beiden, die lange vor ihnen mit denselben falschen Versprechungen, dass sie ihre Kräfte kennen und nutzen lernen sollen, ins Institut gelockt worden waren. Was Mr. Zetes jedoch konkret durch den ‚bösen‘ Kristall und seine ‚private Mutanten-Armee‘ erreichen will, wird nie verraten. Die Ziele der anderen sind einfacher: Joyce wünscht sich berufliche Anerkennung und eine hohe Position, die Jugendlichen wollen sich anderen Menschen überlegen fühlen, machen, was ihnen gefällt, und das Geld haben, um sich austoben zu können.

Vor diesem Hintergrund muss Kait feststellen, dass sie nicht nur Rob liebt, sondern auch Gabriel. Zuerst wollte sie ihn bloß benutzen, aber immer wieder appelliert sie an das Gute in ihm, denn trotz allem ist er noch nicht so tief gesunken wie Frost und Schakal Mac. Als er herausfindet, dass Kait ihm etwas vorgespielt hat, wendet er sich von ihr ab. Lydia und Bri scheinen keine zuverlässigen Verbündeten zu sein, und so muss Kait ganz auf sich selbst und ihre Freunde, die auf den richtigen Moment zuzuschlagen warten, bauen. Nach etlichen gefährlichen Situationen passiert schließlich genau das, was sie hatte vermeiden wollen: Sie werden Gefangene von Mr. Zetes. Es kommt zum großen Showdown, und jeder hat ein letztes Mal die Chance, seine Seite zu wählen.

So bringt die Autorin die Handlung letztendlich zu einem zufriedenstellenden Ende und beantwortet alle offenen Fragen. Wirkliche Überraschungen gibt es nicht, denn die Entwicklung war vorhersehbar. Allerdings dürfte damit genau der Nerv der Zielgruppe – Mädchen zwischen 13 und 15 Jahre – getroffen worden sein, denn nicht nur finden sie mit Sicherheit eine Identifikationsfigur, sondern außerdem eine spannende Handlung, die in einer vertraut-magischen Welt spielt, versehen mit einer Prise Romantik.

Wer nach der Lektüre mehr von Lisa J. Smith lesen möchte, kann bei cbt weitere ihrer Reihen entdecken, darunter „Night World“ und „Der magische Zirkel“, die nach ähnlichem Strickmuster funktionieren und daher gute Unterhaltung bieten.

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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