Die Ankunft

die-ankunft1Martin Hoyer & Markus K. Korb
Die Ankunft
Saramee 7

Atlantis Verlag, Stolberg, 6/2005
PB, Fantasy
ISBN 9783936742695
Titelillustration und Karten von Chris Schlicht

www.atlantis-verlag.de
www.saramee.de
www.martin-hoyer.de
www.dreamspiral.de

Erstmalig weicht dieser Band von der Tradition ab, dass Redakteur Christoph Weidler das Entry bestreitet. Der Opener ist dieses Mal ein Auszug aus „Spuren im Meer“, verfasst von dem letzten Gouverneur des Küstenreiches Azachet – womit wohl eine neue „Saeamee“-Facette geschaffen werden soll. Ein weiteres Novum stellt das Autoren-Duo dar, welches diesen Band bestreitet.

Die Handlung beginnt mit der Ankunft der ‚Donnerkind’, die in der Hafenbucht der Stadt einläuft und einen Charakter aus den Vorbänden nach Saramee bringt: Ralec, der Honorarkonsul in Begleitung seines Adjutanten Tarun, ausgesandt von seiner Majestät Lukoan, dem Herrscher des Westlichen Imperiums. Ralec soll das Gesuch seines Gebieters überbringen, eine diplomatische Vertretung in Saramee zu errichten, um die Beziehungen zwischen den beiden Völkern zu verbessern. Vennas, der Ratsherr, begrüßt mit einer Delegation Ralec, und sie begegnen ihm als Nicht-Menschen distanziert und akzeptieren ihn nicht vollends als Würdenträger. Ralec wiederum bemerkt, dass ihn ein Mann beobachtet. Er schickt Tarun aus, um den Fremden zu beschatten.

Auch Kronn, der Söldner, taucht wieder im Geschehen auf, und es wird bald klar, dass er der Mann ist, der Ralec beobachtet hat. Kronn hat auch noch Jossef Akrikka, im Auge, einen der reichsten Sklavenhändler der Stadt, einen verfetteten Fleischberg, der von seinen Sklaven herumgetragen wird und dem man nachsagt, dass er an dem Komplott mit dem Alten Volk beteiligt ist. Kronn beschließt, diesem Komplott auf die Spur zu gehen, um Beweise zu sammeln, und hält sich zuerst an Garakkas Mott, der rechten Hand von Akrikka, und dringt in das Haus des Sklavenhändlers ein. Dort trifft er auf die schöne Sklavin Aureola, die ihm verrät, wo Akkrikas Schlafgemach liegt. Kronn belauscht ein geheimes Treffen zwischen Akkrika und einem Boten des Alten Volkes und erfährt etwas von einer geheimnisvollen Lieferung, die Akkrika im Dschungel zu erbringen hat.

Kronn und sein Kamerad Harrak begeben sich in den unterirdischen Felsendom mit dem Wasserbecken, aus dem Saramee den Großteil seines Trinkwassers bezieht. Dort beobachten die beiden Freunde Söldner und Sklaven von Akkrika mit der geforderten ‚Lieferung’. Was ist in den Kisten? Was erbringt Akkrika dem Alten Volk als Gegenleistung für die Vergiftung des sarameeischen Trinkwassers? Als Kronn und Harrak merken, dass auch die Sklaven geopfert werden sollen, greifen sie ein. Ralec hingegen tritt vor den Rat der Stadt, aber die Einrichtung eines Konsulats wird abgelehnt. Längst verfolgt Ralec eigene Pläne und schreckt auch nicht vor Mord zurück, um diese zu verwirklichen…

Die Stile der beiden Autoren fügen sich harmonisch ineinander. Es bleibt zu vermuten, dass Markus K. Korb den Handlungsstrang um Kronn weiterführt und Martin Hoyer den um Ralec bestreitet – womit „Saramee“ immer bildhafter und lebendiger für den Leser wird. Auch das Alte Volk nimmt ein wenig mehr an ‚Gestalt’ an. An den Romantext schließen sich die Kurz-Vitae der beiden Autoren an. Chris Schlicht drückte mit ihrem Covermotiv der Serie wieder ihren künstlerischen Fingerabdruck auf.

Fazit: Eine routiniert geschriebene weitere „Saramee“-Episode. (AB)

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