Die dritte Expedition

Bei Amazon.deMarkus Heitz
Die dritte Expedition
Abenteuer-Spielbuch

Geborgenes Land 1
Pegasus Press 2005/2007; Taschenbuch; 256 Seiten
ISBN 978-3-9378-264-2
Titelillustration: Arndt Drechsler
Innenillustrationen: Nadine Wewer
(sfbentry)

„Die dritte Expedition“ spielt zeitlich während des Romans „Die Zwerge“, der Bestandteil von Markus Heitz‘ Saga „Das geborgene Land“ ist. Zwei Expeditionen machen sich nun bereit, um die Axt Feuerklinge zu suchen. An dieser Stelle betritt ein neuer und wagemutiger Zwerg die Bühne, der vom Leser des Buchs mittels Auswahlverfahren kontrolliert wird. Natürlich kann der Spieler keinen Einfluss auf die festgeschriebene Romanhandlung nehmen, also führt der Spielerzwerg die dritte Expedition an – die nur aus ihm besteht.

Auf mehr als 250 Seiten befinden sich nun genau 408 Abschnitte, die zum Teil einer neuen Geschichte werden. Beginnend mit dem ersten Abschnitt wird der Leser – und somit Spieler – vor eine Wahl gestellt oder muss eine Aufgabe lösen, um dadurch zu einem weiteren Abschnitt zu gelangen. Somit entstehen verschiedene neue Verbindungen und Handlungsabläufe, die von der Zwergenstadt Ogertod aus hinein in die Kammern und Stollen der Berge führen. Nach wagemutigen Abenteuern kehrt der Zwerg dann als Held zurück – falls er die Gefahren alle übersteht.

Der Text ist sehr flüssig und spannend geschrieben, so das kurzweilige Unterhaltung geboten wird. Um ein wenig Rollenspielcharakter ins Buch zu bringen, gibt es auch ein kleines Regelwerk und die Möglichkeit, gegen Feinde zu kämpfen oder Ausrüstung zu sammeln. Somit sollte der Leser im Vorfeld einen Stift bereitlegen und einen sechsseitigen Würfel oder ein halbes Dutzend Münzen zur Hand haben. Mangelt es an Würfeln oder Kleingeld, so gibt es im Anhang eine Seite auf die man tippen kann, um seinen Wurf zu bestimmen. Die Regeln sind einfach gestrickt und leicht verständlich. Der Schwierigkeitsgrad ist als gering einzustufen. Hier hat man es eindeutig gut mit der Leserschaft gemeint. Es muss schon viel schief gehen, damit die Expedition kläglich scheitert.

Die Handlung selbst bietet mehrere Stränge. Obwohl sie sehr linear aufgebaut ist und der Spieler immer wieder zu bestimmten Schlüsselpunkten zurückkehrt, gibt es unterschiedliche Varianten und Enden der Geschichte. Somit bleibt die Spannung auch beim zweiten oder dritten Lesespiel erhalten. „Die dritte Expedition“ ist kurzweilige Unterhaltung und eignet sich auch prima als Abenteuer für Unterwegs oder zum Verschenken. Schöne Sache.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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