Die Höllenstadt

Greg Keyes
Die Höllenstadt
The Elder Scrolls Band 1

(sfbentry)
Panini Books (24. August 2010)
Originaltitel: “The Infernal City – An Elder Scrolls Novel”, 2009
Fantasy
ISBN-13: 978-3-8332-2131-6
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Umfang 315 Seiten
Übersetzer: Andreas Kasprzak
Titelbild: Paul Youll

www.panini-books.de

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Titel erhältlich bei eBook.de (bisher Libri.de)

The Elder Scrolls (aktuell: Skyrim als fünfter Teil) ist eines der beliebtesten Computer-Rollenspiele und fasziniert Zigtausende von Teenagern weltweit und sicher auch so manchen erwachsenen Fan. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Media-Cross-over entsprechende Taschenbücher generierte. „Die Höllenstadt“ ist der erste Band (Band II „Der Seelenlord“ ist ebenfalls schon auf dem Markt).

Da ich die Spiele als Vater auf den Rechnern meiner Söhne am Rande mitbekommen habe und mich die Reaktionen meiner Jungs, die Bilder und die Grafik des Spiels schlichtweg umgehauen haben, dachte ich mir, die Romane könnten etwas für mich sein. Vor allem von Anfang an dabei zu sein, hielt ich für eine Chance und gute Idee.

Ich habe beide Bände als Rezi-Exemplar erhalten und war einfach begeistert von den Titelbildern von Youll sowie der gesamten Aufmachung der Bücher (Layout, Glanzlack auf den Zeichnungen, Klappen wie bei einem Paperback). Doch damit hat es sich schon mit den Pluspunkten.

Ich quäle mich nun seit 3 Wochen und habe gerade mal die erste Hälfte des Romans geschafft. Nein, ich muss sagen, ich bin geschafft. Der Text strotzt nur so von Rechtschreib- und Satzfehlern, dass es einen graust. Und das hat nichts mit der Übersetzung zu tun, sondern mit einem mehr als schlampigen Lektorat und Korrektorat. Dazu kommt noch, dass der Text von Namen und Begriffen überquillt, die sich auch im Kontext nicht erschließen. Nach 150 Seiten könnte man erwarten, dass man durchblickt, wer wer ist, was er will und warum er das will. Aber das tut es nicht!

Hier drängt sich mir nicht nur der Verdacht auf, dass die Bücher für das Zielpublikum der PC-Spieler von 14-17 Jahren gedacht sind, sondern die 100%ige Gewissheit. Und das ist einfach nur dumm. Denn gerade ein gelungener Romanstart hätte einen Synergieeffekt ergeben und evtl. neue Spieler zu The Elder Scolls greifen lassen. Ob das nun dem Autor, dem Verlag oder der Spielefirma Bethesda anzulasten ist, kann ich nicht sagen. Ich kann nur sagen, dass dem so ist.

In meinem Frust habe ich mal in einschlägigen Rezi-Foren nachgegoogelt und war erschüttert, dass mein individueller Eindruck (man zweifelt ja erst mal an sich selbst) mehr als bestätigt wurde. Sogar eingefleischte Fans der Spiele konnten nicht anders, als vom Kauf der Bücher abzuraten. So weit will ich nicht gehen und ich werde den Rest von Band I und auch den Band II lesen. Aber ich erwarte mit hier nichts mehr. Nur mein Verantwortungsgefühl wird mich durch den Rest der Handlung führen. Ich bin gespannt, wer sich durchsetzen wird: eben mein Durchhaltevermögen oder mein Ärger über so ein hingeschludertes Produkt. Und knapp 13,– € pro Taschenbuch sind nicht nur für Teenager viel Geld.

Copyright © 2012 by Werner Karl
www.wernerkarl.org

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