Fiese Finsterlinge

Royce Buckingham
Fiese Finsterlinge
Dämonenhüter 3

(sfbentry)
Demonocity, USA, 2011
Penhaligon/Random House GmbH, München, 11/2011
HC mit Schutzumschlag
Horror, Urban Fantasy, Comedy
ISBN 978-3-7645-3058-7
Aus dem Amerikanischen von Joannis Stefanidis
Titelgestaltung von Max Meinzold
Innenillustrationen (Daumenkino) von Carolin Nagler
Autorenfoto von Jon Brunk

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www.roycebuckingham.com/
www.demonkeeper.com/
http://maxmade.devantart.com/
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Nate Grimlock überlässt sein Haus in Seattle und seinen Job als Dämonenhüter seinen Assistenten Lilli und Richie, die erst anfangen, ihre Aufgabe zu erfüllen, nachdem die Bibliothekarin Sandy, Nates Freundin, sie dazu bewegen konnte, die Bibliothek zu retten. Mit ihren Aktionen ziehen sie die Aufmerksamkeit des Bürgermeisters auf sich, der ihnen freie Hand gibt. Er will nicht wissen, was sie tun – Hauptsache, jemand unternimmt etwas gegen das Chaos, das in der Stadt wütet. Unterdessen sucht Nate nach dem Dämon, der vor Jahren seine Eltern ermordet hat. Doch nicht er findet das Wassermonster, sondern er wird von ihm gefunden.

Knapp kann er sich auf eine Müllinsel retten, auf der einige engagierte Umweltschützer mehr oder minder freiwillig arbeiten. Eine knappe Mehrheit stimmt dafür, Nate aufzunehmen und ihn nicht wieder ins Meer zurückzuwerfen. Als Dank für ihre entscheidende Stimme verlangt Carma jedoch von ihm, dass er sie bei seiner Flucht mitnimmt. Tatsächlich gelingt es den beiden, ihrem Gefängnis zu entkommen, doch werden sie auf ihrer Flucht getrennt. Nate kehrt nach Seattle zurück, wo der Wasserdämon bereits wütet. Zusammen mit seinen Freunden nimmt er den Kampf gegen seinen persönlichen Feind auf …

Nach „Dämliche Dämonen“ und „Mürrische Monster“ ist „Fiese Finsterlinge“ der dritte Roman aus der „Dämonenhüter“-Serie („Garstige Gnome“, auch wenn der Titel ähnlich klingt, läuft unabhängig). Die Gestaltung des Bandes – Hardcover mit Schutzumschlag und ein Daumenkino – orientiert sich an der der Vorgängerromane. Royce Buckingham erzählt nun, wie es für seine sympathischen Protagonisten, deren Wege sich getrennt haben, weitergeht. Die Handlung hat zwei Schauplätze: Nate ist mit einem kleinen Schiff auf dem offenen Meer unterwegs, wird von jenem Wasserdämon angegriffen, der bereits seine Eltern tötete, und gelangt auf eine Insel, die sich aus dem Müll gebildet hat, der von den Anrainerstaaten und Schiffen einfach ins Meer entsorgt wird – diese Müllinseln sind Realität!

Auf ihr leben einige Freaks, nicht in jedem Fall freiwillig, denn sie müssen hart arbeiten, Wasser und Nahrung sind rationiert, und der Anführer verhindert notfalls mit Gewalt, dass jemand flieht. Nate tut sich mit Carma zusammen, die offenbar mehr als nur eine Zweckfreundschaft sucht. Derweil bemühen sich Sandy, Lilli und Richie, das Chaos in Seattle einzudämmen, was nicht leicht ist, da viele und auch mächtige Dämonen die Freiheit erlangt haben. Doch nicht nur von diesen droht den dreien Gefahr, sondern auch von den marodierenden Jugendbanden, die keine Eindringlinge in ihrem Territorium dulden.

Als es für die jungen Dämonenjäger kritisch wird, vereint der Autor beide Handlungsstränge, und Nate erscheint als Deus ex Machina, wobei jedoch ungeklärt bleibt, wie er anstelle des Bandenmitglieds in den Abschleppwagen gelangen konnte und was aus dem Jungen wurde. Das ist das einzige auffallende Manko des Buchs – vage hat man den Eindruck, Royce Buckingham habe einige Passagen streichen müssen, um nicht über das Seitensoll hinauszuschießen: vielleicht auch die Erklärung für dieses ‚Wunder„. Danach kommt es auch schon zum Showdown gegen den Wasserdämon.

Das Ende erfüllt die Erwartungen, ohne wirklich zu überraschen, und deutet an, dass es mindestens noch ein weiteres Buch geben wird, denn Nate schart immer mehr Mädchen, die ihn mögen, um sich, genauso wie man es aus diversen humorigen Jungen-Mangas kennt, in denen ein Loser der Hahn im Korb voller chicks ist. In „Fiese Finsterlinge“ steht der Spaß-Faktor an erster Stelle. Junge Protagonisten bieten sich Lesern ab 13 Jahre zur Identifikation an, doch bei einigen ‚Scherzen„ bleibt das Lachen in der Kehle stecken, beispielsweise wenn der dämonische Müll Menschen frisst. Von daher möchte man die Lektüre den Genre-Fans mit Leseerfahrung und auch jungen Erwachsenen empfehlen.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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