Masken – Unter magischer Herrschaft

Mara Lang
Masken – Unter magischer Herrschaft

Knaur, 2012
ISBN 978-3-426-51009-4
Taschenbuch
Fantasy; Liebe & Romantik
Seiten/Umfang: 604 Seiten
Umschlagabbildung: Melanie Delon

www.knaur.de

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Zur Autorin:

Mara Lang, Jahrgang 1970, begann in ihrer Jugend zu schreiben, als ihr der Lesestoff ausging. Die Geschichten von C. S. Lewis und Michael Ende begründeten ihr Faible für Phantastik. Hin- und hergerissen zwischen Buch und Film wollte sie ursprünglich Regisseurin werden, um ihrer Phantasie Leben einzuhauchen, wählte dann aber das Studium zur Diplompädagogin und schreibt heute Kopfkino für ihre Leser. Mara Lang lebt und arbeitet in Wien.
(Verlagsinfo)

Zum Buch:

Viele reale Nationen und Reiche basierten auf der Unterdrückung bestimmter Bevölkerungsteile. Sie erschufen ihren Wohlstand auf den Leistungen anderer Menschen. Warum sollte dies in „fantastischen“ Gesellschaften anders sein? Dies den Unterdrückten auch noch als Wohltat, als erstrebenswertes Ziel zu verkaufen, ist wahre „Kunst“.

Die Rolle der Unterdrückten füllen die Pheytaner aus. Menschlich, mit winzigen Unterschieden – die wir als Fantasy- und Science-Fiction-Fans längst als normal betrachten würden -, die Merdhuger, in ihrer Rolle als Unterdrücker, jedoch als primitiv und niedrig betrachten: Die Pheytaner tragen bläuliche Male im Gesicht, einen „Riss“ über der Nase und der Augen/Stirnpartie. Na und? Ist das alles? Soll das genug sein, um große Teile von Menschen zu diskriminieren? Ja, manchmal genügt der mickrigste Unterschied, um andere Menschen klein zu halten. Und das ist die genialste Idee der Autorin.

Im Teenager-Alter ist es das erklärte Ziel der Pheytaner, die „Maske“ zu erhalten. Scheinbar ein biologischer Symbiont, der sich auf das hässliche Gesicht eines Pheytaners legt und die Male und Risse unter makelloser Haut verschwinden lässt. Allein diese optische Korrektur macht aus Parias plötzlich anerkannte Mitglieder der Gesellschaft? Scheinbar. Aber natürlich steckt mehr dahinter. Die Maske hat eine weitere und von den Merdhugern weitaus höher geschätzte Eigenschaft: Sie verändert die Denkweise und das Erinnerungsvermögen der Träger. Sie fühlen sich glücklich, anerkannt und endlich geschätzt und vergessen ihre wahre Identität … und ihre noch unentdeckten Fähigkeiten.

Mein Fazit:

Ein toller Plot, eine faszinierende Idee. Warum? Weil wir – leider – auch noch heute feststellen müssen, dass nur geringe Unterschiede genügen, um andere Menschen als minderwertig zu betrachten und zu behandeln. Die Protagonistin Ferin entkommt aber ihrem Schicksal und begreift langsam, was der wahre Grund für die Maske ist. Und plötzlich findet sie sich inmitten einer Gruppe von Rebellen wieder …

Eine flüssige Geschichte, schön eingefädelt und konsequent erzählt. Einziger Wermutstropfen: Manche Sätze sind schon vier Zeilen vorher absehbar. Man muss nicht aussprechen, was offensichtlich ist. Wenn man über dieses kleine Manko hinwegsieht, ist „Masken …“ eine wirklich schöne Geschichte.

Copyright © 2012 by Werner Karl

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