Pandämonium – Die schwarzen Künste

Andrew Prentice/Jonathan Weil
Pandämonium – Die schwarzen Künste
Band 1

Black Arts. The Books of Pandemonium, Oxford, 2012
cbj
ISBN13: 978-3-570-13602-7
Jugendbuch-Fantasy/Horror
1. Auflage 02/2013
aus dem Englischen übersetzt von Ursula Höfker
Umschlaggestaltung und-Motiv: bürosüd, München
Autorenfoto von © Privat
Hardcover mit Schutzumschlag, 478 Seiten

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Der Taschendieb Jack lebt im London des Jahres 1592. Als der oberste Boss der Londoner Taschendiebe Shackwell ihn in seine Bande aufnimmt, wird ein Traum für ihn wahr. Bei seiner letzten Prüfung entwendet er einem Mann einen Beutel mit seltsamen Goldmünzen, auf denen eine Fliege eingeprägt ist. Da seine Mutter gerne mal ein Pfeifchen raucht, darf er von seiner Beute als Anteil eben diese behalten. Unglücklicherweise gerät der Tabak in sein Auge. Seither sieht er die Welt aus zwei Perspektiven. Geister und Dämonen geben sich ihm zu erkennen. Als der charismatische Hexenjäger Nicholas Webb Jacks Mutter ermordet, schwört er diesem grausame Rache. Allerdings ist Webb ein starker Magier und so ist es nur dem smarten Kit Morely zu verdanken, dass Jack diese Begegnung überlebt. Seine Rachegelüste lassen sich nicht unterdrücken, auch wenn er Shackwell, der ihn in seiner Scheune wohnen lässt, die Treue geschworen hat. Dessen Enkelin Beth und er sollen einen Scharlatan ausnehmen, der reiche Damen um ihre Juwelen erleichtert. Dabei stößt Jack auf ein bizarres Zauberbuch. Eine tödliche Gefahr lauert auf die beiden Diebe und Jack versucht alles um Beth und sich zu retten.

Andrew Prentice und Jonathan Weil sind schon seit einer kleinen Ewigkeit befreundet. Gemeinsam entwickelten sie die Idee zu Pandämonium. Die Geschichte ist als Vierteiler geplant. Mit dem ersten Band gelingt es ihnen Bravourös jugendliche Leser und Leserinnen ab 12 Jahren, in ihren Bann zu ziehen.

Ihre Protagonisten entstanden teilweise aus Figuren die wirklich existierten. Die Gaunerprinzessin Beth Shackwell bekam einige Charakterzüge von Queen Moll einer Diebin die im 16. oder angehenden 17.Jahrhundert gelebt haben soll. Beth kennt die Gesetzte ihrer Sippe auswendig und hält streng daran fest. Sie kann Jack zuerst gar nicht ausstehen und ist nicht gerade erfreut als er sie bei einem Diebeszug begleitet.

Kit Morely entstand als eine Hommage an den Dichter Christopher Marlowe. Kit ist ein Lebemann und scheint der gehobenen Gesellschaft Londons entsprungen zu sein. Allerdings bewegt er sich zwar elegant in der Upper Class, scheint sich aber genauso in einem Hurenhaus behaupten zu können und tritt den bösen Jungs gewaltig in den Hintern. Eben ein Hansdampf in allen Gassen, mit dem Charme eines Indianer Jones. Diese Figur dürfte ebenso große Beliebtheit erlangen wie die von Beth und dem Hauptprotagonisten der Geschichte, dem angehenden Taschendieb Jack. Dieser lebt mit seiner, dem Tabak huldigenden, Mutter in einer versteckten Kate. Mit geschickten Raubzügen und etwas Glück gelingt es ihnen über die Runden zu kommen und nicht zu verhungern. Seine große Chance sieht er gekommen, als er der Bande von Shackwell beitritt. Schnell kann er den Mann von seinen Talenten überzeugen.

Die drei Figuren lernen sich in unterschiedlichen Situationen kennen und verfolgen alle ihre eigenen Ziele, die alles andere als selbstlos sind. In ihren Interaktionen wirken sie sehr überzeugend. Die drei müssen ihre eigenen Ziele, die teilweise recht selbstsüchtig wirken zurückstellen und als Team arbeiten, um zu versuchen Webb das Handwerk zu legen. Als grandioser Bösewicht überzeugt Nicholas Webb. Geschickt gelingt es ihm die Königin von seinen Qualitäten als Hexenjäger zu überzeugen. Die Beweislast liegt eindeutig bei Jack und Kit, die in Webb einen adäquaten Gegner haben.

Den Autoren ist es hervorragend gelungen die damalige Zeit und die Sprache der Unterklasse in ihre Erzählung mit einfließen zu lassen. So findet sich der Leser sehr schnell in einer gefährlichen, atemberaubenden Geschichte voller Magie und menschlicher Tragödien wieder. Der erste Band überzeugt auf ganzer Linie und präsentiert eine in sich abgeschlossene Geschichte. So dürfen Leser sich auf weitere Abenteuer von Beth, Jack und Kit freuen. Jugendliche ab 12 Jahren die Abenteurer von Kindern im schulpflichtigen Alter, magischen Verschwörungen und unglaublichen Begebenheiten mögen, werden diesen Band bestimmt erst dann aus der Hand legen, wenn auch die letzte Seite genüsslich verschlungen wurde.

Copyright by 2013 © Petra Weddehage (PW)

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