Resident Evil Bd. 7 – Stunde Null

S. D. Perry
Resident Evil Bd. 7 – Stunde Null

Resident Evil (0): Zero Hour, USA, 2004
Panini Books, Stuttgart, 3/2005
TB, Horror, 3-8332-1206-3, 267/995
Titelgestaltung von Greber Studios

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Das Bravo Team der S.T.A.R.S, eine Elitetruppe der Polizei, wurden damit beauftragt, eine mysteriöse Mordserie zu untersuchen. Die Leichen wurden übel zugerichtet, und es gibt mehrere Vermisste, die scheinbar spurlos verschwunden sind.

Doch bevor sie die Ermittlungen beginnen können, stürzt der Helikopter des Teams wegen eines Motorschadens ab. Glücklicherweise überlebt das gesamte Team den Absturz. Ihren ersten Einsatz hatte sich Rebecca Chambers, das neue und jüngst S.T.A.R.S-Mitglied wirklich ganz anders vorgestellt. Doch während das Team noch auf Rettung wartet, stoßen sie auf einen umgestürzten Jeep der Militärpolizei. Alle Insassen sind bereits tot, und Rebecca findet eine Akte über den jungen Offizier Billy Coen, der wegen Mordes zum Tode verurteilt wurde. Da sich der Mörder nicht unter den Toten befindet, beauftragt Captain Enrico Marini seine Leute, nach dem Mann zu suchen.

Nachdem ihr Partner einem Unbekannten zum Opfer viel, stellt Rebecca den Flüchtigen schließlich in einem liegen gebliebenen Zug. Als sie ihn jedoch festnehmen will, werden die beiden von monströsen und äußerst blutgierigen Kreaturen angegriffen und sind fortan zur Zusammenarbeit gezwungen. Doch ist Billy wirklich ein grausamer Mörder – oder kann Rebecca dem jungen Mann vertrauen?

Als die beiden auf Rebeccas tot geglaubten Partner stoßen, der sich in einen blutrünstigen Zombie verwandelt hat, ist klar, dass in dieser Gegend etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Doch wer steckt hinter diesem Virus, der Mensch und Tier in mordgierige Bestien verwandelt? Können Rebecca und ihr Begleiter diesem Alptraum entkommen?

Dies ist der Roman zum Videospiel „Resident Evil Zero”, das hierzulande für den GameCube erschienen ist. Die darin beschriebenen Ereignisse spielen unmittelbar vor der Handlung des ersten Spiels und des ersten Romans und beantworten für Fans und Kenner der Reihe einige offene Fragen. So gibt es u. a. ein Wiedersehen mit den Schurken aus Teil 1 und 2, doch auch der eigentliche Erschaffer des tödlichen Virus’ tritt auf den Plan. Aber auch als Neueinsteiger sollte man mit diesem Roman keine Probleme haben, da es noch vor dem ersten Teil spielt.

Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben und bietet gute Unterhaltung für zwischendurch. Die Schauplätze sind gut beschrieben, und als Leser wird man von einem Spannungsbogen in den nächsten gezogen. Besonders die Figuren Rebecca Chambers und Billy Coen und ihre Beziehung zueinander werden heraus gearbeitet, während die anderen Charaktere nur kleine bis untergeordnete Rollen spielen und vergleichsweise blass bleiben. Rebecca ist dem Leser sofort sympathisch, während man bei Billy anfangs nicht genau weiß, ob er schuldig oder unschuldig ist. Die eigentlichen Stars der Geschichte sind jedoch wie immer die blutrünstigen, Angst einflößenden Kreaturen, die von mutierten Killerhunden über entstellte Zombies bis zu einem von Parasiten bevölkerten Wissenschaftler reichen.

Natürlich kann ein Buch niemals das Gefühl eines Videospieles vermitteln und umgekehrt. Dennoch schafft es der Roman, eine spannende und unheimlich Atmosphäre aufzubauen – und gehört damit zu den besseren „Resident Evil“-Romanen.

Für Freunde von spannenden Geschichten mit Horror-Elmenten ist dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert. Fans der Reihe, werden den Roman wahrscheinlich schon längst im Regal stehen haben, um sich damit die Wartezeit bis zum nächsten Videospiel zu verkürzen. (CZ)

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Resident Evil, Bd. 7: Stunde Null

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