Eine Kugel für den Richter – Kommissar X 2

eine-kugel-fur-den-richterPatrick Wynes & Susa Gülzow
Eine Kugel für den Richter – Kommissar X 2

Nocturna Audio, Maritim Studios, Neu-Eichenberg, 10/2008
1 CD, Krimi-Hörspiel mit Booklet, 978-3-93859-758-3, Laufzeit:87 Tracks/ca. 38 Min., EUR 7.95
Sprecher: Robert Missler, Michael Weckler, Marianna Lund u. a.
Titelgestaltung von Timo Würz
Musik von Hans Joachim Herwald

www.nocturna-audio.de
www.kommissar-x.de
www.susaguelzow.de/
www.timowuerz.com

Ein aufstrebender und hoch dotierter Richter wird auf offener Straße erschossen. Bevor die Polizei den Hauptverdächtigen festnageln kann, wendet sich dieser an Kommissar X alias Jo Walker und erzählt ihm, dass seine Freundin für das Attentat verantwortlich sei. Kurz darauf steht Walkers Freund Tom Rowland im Büro von Kommissar X und nimmt den jungen Mann fest.

Doch Jo Walker ist von der Unschuld seines Klienten überzeugt und versucht, die junge Frau ausfindig zu machen. Die Spur führt nach Texas, wo die angebliche Mörderin herstammt, genauer: aus Brontoville, wo auch die Familie des Richters ihre Wurzeln hat. Und diese Familie hat einen nicht unbeträchtlichen Einfluss, den auch Kommissar X zu spüren bekommt…

Die Handlung setzt nach einem unheilschwangeren Musikstück sofort im Geschehen ein und kommt gleich zur Sache. Der Mord an dem Richter wird sehr authentisch als Fernsehmitteilung dargestellt, während Jo Walker, wieder wunderbar verkörpert von Robert Missler, seine Eindrücke aus der Ich-Perspektive dem Hörer nahe legt. Die Charaktere wurden ein wenig differenzierter dargestellt als noch in der ersten Folge, und durch die Verstärkung des Ensembles durch die Sprecher Katja Brügger, Wolf Frass und Tobias Schmidt kommt auch ein stärkeres Hörspielfeeling auf.

Der Plot der Story unterscheidet sich in seinen Grundzügen leider nur unwesentlich von der ersten Folge, auch wenn die Umsetzung etwas Abwechslung bietet und die Atmosphäre der texanischen Kleinstadt sehr gut spürbar ist. Der Ton hört sich im Vergleich zum Vorgänger ein wenig dumpfer an, dafür sind die Musikstücke eindringlicher und temporeicher. Die Effekte sind äußerst realistisch, auch wenn es zu wenige Actionsequenzen gibt, um diese wirklich beeindruckend anzuwenden, wie zum Teil in Folge 1.

Die Auflösung des Falles ist für einen Heftroman, der dem Hörspiel zugrunde liegt, erstaunlich ruhig ausgefallen und bedauerlicherweise auch viel zu abrupt. Die Sprecher hingegen machen ihre Sache wirklich ausgezeichnet, und trotz der geringen Spieldauer von knapp 38 Minuten ist der Unterhaltungswert dieses Hörspiels enorm.

Die Aufmachung fällt im Vergleich zu Folge 1 rapide ab. Lediglich die junge Frau mit der Waffe in der Hand besitzt eine natürlich erotische Ausstrahlung, geht aber aufgrund des miserablen Artworks unter dem Titelschriftzug total unter.

Glücklicherweise ist die Dame auf der CD selbst noch einmal in Großaufnahme zu sehen. Der Hintergrund des Covers ist allerdings ziemlich langweilig geworden, und auch das Opfer im Vordergrund überzeugt nicht durch Kunstfertigkeit, zumal das Maritim-Logo an einer denkbar ungünstigen Stelle platziert wurde. Auch bei Folge 1 wurden die Infos im Booklet auf das Nötigste beschränkt, und bei dieser Folge gibt es noch nicht mal Werbung.

Ein sehr kurzweiliges Hörspiel mit einem unbefriedigenden Ende! Story und Handlungsablauf sind nicht gerade neu, wurden aber innovativ umgesetzt. Die Sprecher sind in Topform, und man darf sich demnächst auf Hörhefte von „Kommissar X“, gelesen von Robert Missler, freuen. (FH)

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