Die Vitamin-Lüge

die-vitamin-lugeDr. Andrea Flemmer
Die Vitamin-Lüge

Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen, 6/2005
PB, Sachbuch, Ernährung, Gesundheit
ISBN 9783788810207
Titelgestaltung von ratz-fatz, Melsungen
Alle Abbildungen stammen aus dem Archiv der Autorin oder aus anderen Quellen

www.neumann-neudamm.de

Dr. Andrea Flemmer ist Diplom-Biologin und promovierte an der TU München. Seit 1985 hält sie Vorträge zu Ernährungs-, Gesundheits- und Umweltthemen und ist seit 1991 kommunale Umweltschutzbeauftragte. Zu ihren Publikationen gehören Titel wie „Das Multivitamin-Kochbuch“, „Das Anti-Krebs-Kochbuch“ und auch „Die Vitamin-Lüge“. In diesem Band dreht sich alles um die lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe. Werden wir durch unsere Lebensmittel ausreichend versorgt – oder sollte man den Speiseplan durch Vitaminpräparate ergänzen?

Tatsächlich glauben viele, dass durch jahrelange Intensivbewirtschaftung und Überdüngung die Böden ausgelaugt sind, so dass die geernteten Gemüse und Früchte arm an Vitaminen sind und den Bedarf nicht mehr abdecken können. Die Werbung verspricht, dem durch teure Pillen und Pülverchen abzuhelfen. Wer gesund und auch noch im Alter vital sein will, kann demnach gar nicht früh genug damit beginnen, durch die zusätzliche Einnahme von Vitamin C, Kalzium, Magnesium usw. etwaigen Mangelerscheinungen vorzubeugen. Der Kauf entsprechender Produkte nutzt den Herstellern…, doch hat auch der Verbraucher etwas davon? Ist an den Behauptungen und Versprechen etwas dran?

Die Autorin ging der Sache auf den Grund: Wenn die Böden, die von Großbetrieben strapaziert werden, wirklich ausgelaugt sind, warum greift man dann nicht auf Bioprodukte und die Angebote von Bauernhöfen aus der Region zurück? In welchen Mengen sind die wichtigen Stoffe in den Lebensmitteln enthalten, und sind Bioprodukte wirklich vitaminreicher? Warum benötigen die Bewohner anderer Länder anscheinend weniger Vitamine als die Deutschen und Österreicher? Gibt es überhaupt noch Vitamin- und Mineralstoffmangel in Westeuropa? In welchen Mengen muss man bestimmte Lebensmitteln zu sich nehmen, um die Vitamin-Versorgung ausreichend abzudecken? Wie ist es um die Babynahrung bestellt? Können künstliche Vitamine Nachteile haben?

Ausführlich geht die Autorin auf all diese Fragen ein. Zunächst stellt sie die bekannten Vitamine und Mineralstoffe vor und veranschaulicht durch Tabellen, in welchen Lebensmitteln sie reichlich vorhanden sind. Man erfährt, wie hoch der Tagesbedarf ist, und falls man wirklich befürchtet, unterversorgt zu sein, dann gibt es Tipps wie z. B. ausreichende Bewegung im Freien, um Vitamin D zu tanken, ab und zu Sauerkraut zu essen, um Vitamin K aufzunehmen oder jodiertes Speisesalz zu bevorzugen, lebt man in südlichen, jodarmen Regionen. Ergänzt man hingegen durch künstliche Präparate, können Obergrenzen überschritten werden und Wechselwirkungen zwischen manchen Substanzen auftreten, die zu Gesundheitsschäden führen.

Einige Worte gibt es speziell auch zu den beliebten Multivitaminsäften und anderen Lebensmitteln, die künstlich angereichert wurden – aber nicht halten, was versprochen wird, wie Untersuchungen ergaben. In vielen Fällen ist noch gar nicht erforscht, welche Nebenwirkungen künstliche Vitamine und Mineralstoffe haben können, doch ist bereits erwiesen, dass beispielsweise zu viel künstliches Vitamin C langfristig zu Nierensteinen, einem erhöhten Cholesterinspiegel, Arteriosklerose, Osteoporose, Gicht und Herzinfarkt führen kann.

Als Fazit lässt sich ziehen, dass man bei ausgewogener Ernährung weder Mangelerscheinungen noch eine Überdosierung befürchten muss, geschweige denn Vitaminpräparate benötigt. Der Tagesbedarf der jeweiligen Substanzen ist so gering, dass man nicht einmal größere Mengen bestimmter Lebensmittel zu sich nehmen muss. Zwar gibt es ‚Risikogruppen’ wie z. B. Schwangere, einseitig ernährte (Klein-) Kinder, ältere Menschen, die ihre Ernährung vernachlässigen, chronisch Kranke, Diättreibende und Raucher/Alkoholiker, doch kann auch hier durch natürliche Lebensmittel die Versorgung abgesichert werden. Im Zweifelsfall wird ein Arztbesuch empfohlen und von der Eigenmedikation eindringlich abgeraten.

„Die Vitamin-Lüge“ ist ein interessantes, informatives Buch, das leicht verständlich alle Fragen beantwortet, die ernährungs- und gesundheitsbewusste Menschen bewegen. Die Autorin gibt viele nützliche Ratschläge, nennt Adressen, die seriöse Auskünfte erteilen, und wartet mit weiterführender Literatur auf. Möchte man mehr über Vitamine und Mineralstoffe, ihre Vorkommen, die empfohlene Tagesdosis und den Nutzen bzw. die Gefahren künstlicher Zugaben erfahren, kann man hier viel Wissenswertes erfahren. (IS)

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