Kleine Heilkräuterkunde – für jedermann

kleine-heilkrauterkunde-fur-jedermannKlaus Weißkirchen
Kleine Heilkräuterkunde – für jedermann

(sfbentry)
Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen
2. wesentlich erweiterte Ausgabe: 7/2004
HC, Sachbuch, Gesundheit, Wellness, Essen & Trinken
ISBN 978-3-7888-0885-3
Titelfoto von N. N.
Fotos im Innenteil von K.-H. Volkmar, Neumann-Archiv, Archiv-Weißkirchen, Natur ganz nah
Autorenfoto von N. N.

www.neumann-neudamm.de
www.weisskirchen-shop.de/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Schon immer versuchte der Mensch, diversen Leiden mit den Gaben der Natur vorzubeugen oder sie zu lindern. Auch die moderne Medizin greift nicht nur auf Chemie sondern auf natürliche Stoffe zurück. Eigentlich liegt nichts näher, als sich auf das Wissen der Großeltern und ihrer Vorfahren zu besinnen, um sich gesund zu ernähren, prophylaktisch gegen Krankheiten vorzugehen oder sie durch das zu bekämpfen, was man im Garten, in Wald und Feld findet – die Tiere machen es vor. Allerdings ging viel Wissen verloren. Gerade Stadtmenschen, denen man nie die Pflanzen erklärte, haben Schwierigkeiten, Heilkräuter zu erkennen und sie von giftigen Gewächsen zu unterscheiden bzw. sie fachgerecht anzuwenden. Diesem Umstand möchte Klaus Weißkirchen, der sich über Jahre hinweg mit Heilkräutern befasste und nach seinen eigenen Erkenntnissen lebt, abhelfen, indem er in diesem Buch die wichtigsten Heilkräuter Deutschlands/Europas vorstellt.

Er weist darauf hin, dass sein Werk nicht umfassend ist, sondern einen ersten Überblick geben soll. Auch rät er, im Krankheitsfall immer den Arzt aufzusuchen und die Einnahme/Anwendung von Kräutern parallel zur Behandlung abzusprechen, denn das Verschleppen akuter Gesundheitsprobleme oder eine falsche Verwendung der pflanzlichen Mittel kann auch Schaden anrichten. Der Inhalt des Buchs ist nicht alphabetisch nach Kräutern geordnet sondern nach den Krankheiten/Beschwerden, die man mit dieser oder jener Pflanze lindern kann, darunter „Äußerliche Verletzungen“, „Kreuzschmerzen“, „Depressionen“, „Frauenbeschwerden“ u. v. m.

Die vorgestellten Kräuter kennt man oft dem Namen nach, doch betrachtet man sie meist als Unkraut und weiß nichts über ihre Anwendung: Spitzwegerich, Huflattich, Schachtelhalm, Bärlauch, Ringelblume, Quecke, Löwenzahn etc. Der Autor erklärt ausführlich, zu welchem Zweck man sie einsetzt, auf welche Weisen man sie anwendet, ob es Einschränkungen oder Gefahren gibt. Dabei weist er auf persönliche Erfahrungen hin und zitiert auch Kollegen oder die Fachpresse und ihre Erkenntnisse. Nicht immer muss man sich Aufgüsse, Salben o. ä. aus den Kräutern bereiten. Viele kann man auch essen, und so findet sich zusätzlich ein Rezept-Teil, der durchaus den Speisezettel bereichern kann: „Bärlauch-Pasta“, „Brennnesselsalat“, „Malvenblütentee“, Sauerampfersuppe“, „Kartoffel-Kräuter-Plätzchen“, „Kräuter-Eierkuchen“ und „Kräuterkäsemischung“ sollen nur ein paar Beispiele für die erprobten Rezepte sein, die hier vorgestellt werden.

Besonders lecker ist auch die „Hagebuttentunke“:
3 EL Hagebuttenmus werden mit ½ l Apfel- oder Traubensaft verdünnt und mit 3 EL Kartoffelmehl sämig gekocht. Alternativ kann man das Mus auch mit der gleichen Menge Wasser mit Zitronensaft verdünnen. Die Tunke schmeckt zu Gries-, Reis und Brotpudding usw.

Daran kann man schon erkennen, dass die Rezepte einfach und schnell zu bereiten und die Zutaten tatsächlich in der Natur zu finden sind, sei es im Wald oder im eigenen Garten. Wer sich für Heilkräuter oder/und die gesunde Küche interessiert, entdeckt in diesem Band so manche interessante Information. Was man vielleicht immer als Unkraut im Garten ausriss, möchte man nach der Lektüre sicher gern wachsen lassen – und im Bedarfsfall anwenden. Ein kleines Literaturverzeichnis und Bezugsquellen für manche Produkte runden das Buch ab.

Copyright © 2008 by Irene Salzmann (IS)
 
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.