Ara Pacis – Ein Staatsmonument des Augustus auf dem Marsfeld

Alexander Mlasowsky
Ara Pacis – Ein Staatsmonument des Augustus auf dem Marsfeld

Italien – Rom
Verlag Philipp von Zabern, Mainz, 04/2010
PB mit Klappbroschur
Sachbuch, Kulturführer zur Geschichte und Archäologie, Reiseführer
ISBN 978-3-8053-4155-4
Titelgestaltung von Max Bartholl, b3K text und gestalt GbR,
Frankfurt am Main und Hamburg; Ara Pacis, Romafries/Innenseite der Umfassungsmauer
24 Farb- und 17 SW-Fotos und –Abbildungen aus verschiedenen Quellen

www.zabern.de

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Italien ist ein Land, in dem die Zeitalter von der Antike bis hin zur Moderne noch immer lebendig sind und nebeneinander existieren. Überall findet man Zeugnisse der Vergangenheit, freistehend oder in spätere Bauten integriert: Villen, Tempel, Monumente u. v. m. Wer sich für Kulturgeschichte interessiert, wird vor allem Rom nicht auslassen wollen, denn die Hauptstadt wartet mit imposanten historischen Sehenswürdigkeiten auf, beispielsweise mit der Ara Pacis Augustae, dem Friedensaltar des Kaisers Augustus. Dieses Monument wurde 13 v. Chr. vom römischen Senat in Auftrag gegeben – in Gedenken an die glückliche Heimkehr des Kaisers, der drei Jahre in Gallien Krieg führte, und als Sinnbild für den Frieden und Wohlstand, den er dem Volk nach dem Bürgerkrieg gebracht hatte – und 9 v. Chr. fertig gestellt. Die Ara Pacis gilt als letzte eigenständige Verfügung des Senats, da Augustus von nun an seine Machtbefugnisse stetig erweiterte, bis er alle hohen Ämter innehatte und sich auf diese Weise die alleinige Herrschaft sicherte.

Ursprünglich war der Altar Teil einer größeren Anlage auf dem Marsfeld, der verloren ging und zufällig im 16. Jahrhundert wieder entdeckt und ab dem 19. Jahrhundert ausgegraben wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren Einzelstücke bereits in anderen Gebäuden (Villa Medici) verbaut oder in ausländische Museen (Louvre) gebracht worden, was neben den alters- und witterungsbedingten Zerstörungen die Rekonstruktion erschwerte. Seit 2006 kann man im Museo dell’Ara Pacis den Altar besichtigen. Fehlende Teile, deren Rückgabe verweigert wurde, konnten weitgehend durch Gipsabdrücke ersetzt werden.

Noch immer sind viele Fragen offen, und die Forscher sind sich nicht in allen Details einig. Die Ara Pacis beschreibt Augustus als einen Nachkommen des legendären Halbgottes und trojanischen Helden Aeneas und zeigt ihn zusammen mit seiner Familie, historisch-mythologischen Personen und hohen Würdenträgern. Anhand anderer Darstellungen und Abbildungen wurde versucht, die Figuren zu identifizieren und ihnen Namen zuzuordnen. Dabei stellte sich heraus, dass noch während der Bauphase Veränderungen vorgenommen wurden, veranlasst u. a. durch den überraschenden Tod einiger Angehöriger des Augustus. Das vorliegende Buch fasst zunächst den geschichtlichen Hintergrund ab der Geburt bis zum Tod und der Vergöttlichung des ersten römischen Kaisers zusammen (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) und erläutert zudem die mythische Verklärung seiner Ahnen, die auf die griechisch-römischen Göttern zurückgeführt werden und seinen Machtanspruch legitimieren. Danach wird ausführlich auf die Bedeutung der Ara Pacis eingegangen.

Die Einzelheiten des Objekts, insbesondere die Figuren, werden in Wort und Bild sehr genau beschrieben, wobei auch auf unterschiedliche Darlegungen der Experten hingewiesen wird. Zitate, die in blau unterlegten Kästchen zu finden sind, eine Zeittafel, eine Übersicht der aktuellen Benennung der Personen und ein Verzeichnis mit weiterführender Literatur sind zusätzliche Extras. Abgerundet wird mit sehr vielen Abbildungen und Fotos, die dem Sachbuch Bildbandqualität verleihen. „Ara Pacis“ ist ein sehr informativer Band, der den aktuellen Stand der Forschung hinsichtlich des gleichnamigen Monuments wiedergibt. Das Buch versteht sich als sehr spezifischer Kultur- und Reiseführer, der sich an ein Publikum wendet, das sich für Archäologie, die Kultur und Kunst Roms interessiert und eine gewisse fachliche Bildung mitbringt.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

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