Das Kommunistische Manifest

Karl Marx und Friedrich Engels
Das Kommunistische Manifest / 150 Jahre Kommunistisches Manifest

GB, 1948/1998
Nach „Das Kommunistische Manifest – Eine moderne Edition“
mit einer Einleitung von Eric J. Hobsbawm
Argument Verlag, Hamburg, 1998, 7. Auflage: 01/2010
Argument Verlag, Hamburg, 2. Auflage: 09/2005
2 Audio-CDs im Juwel-Case
Hörbuch, Sachbuch, Politik, Geschichte, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
ISBN 978-3-88619-463-6
Laufzeit: ca. 133 Min.
Gelesen von Rolf Becker
Titelgestaltung von Martin Grundmann

www.argument.de
www.martingrundmann.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Karl Marx und Friedrich Engels formulierten um 1948 in London „Das Kommunistische Manifest“ im Auftrag des Bundes der Kommunisten. Die ersten Worte „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“ treffen hinsichtlich der politischen Situation in Europa den Nagel auf den Kopf. Die Monarchien, der Adel und das Besitzbürgertum, die über Generationen hinweg das Volk unterdrückten und ausbeuteten, fürchteten seit der Französischen Revolution Aufstände und eine Neuordnung der bestehenden Herrschaftsstrukturen.

Die Kommunisten wurden zum Angstgegner stilisiert, dabei waren die Reaktionen auf „Das Kommunistische Manifest“, welches das Gedankengut und die Ziele seiner Anhänger – die klassenlose Gesellschaft und die gerechte Verteilung aller Ressourcen – in konkrete Worte fasste, in Europa und der übrigen Welt sehr verschieden und fielen meist auf weniger fruchtbaren Boden, als angenommen (das belegen auch die Auflageziffern der Übersetzungen).

Basierend auf der bekannten Geschichte erläuterten Marx und Engels ihre Theorie von der Dynamik des Klassenkampfs, der aus Unterdrückten die nächste Schicht der Unterdrücker macht, bis der Kapitalismus zugrunde geht und der Kommunismus, den bereits die Urgesellschaft kannte, alle gleich stellt. Dabei wird auch berücksichtigt, dass das Zusammenspiel verschiedener Faktoren eine Realisierung des Kommunismus verhindern kann.

Lauscht man den Ausführungen, so stellt man fest, dass viele der geschilderten Probleme tatsächlich – noch immer – existieren, wenngleich die Dynamik, die eine Revolution zur Folge haben sollte, in der modernen Gesellschaft kaum noch zu finden ist, so dass auch die Revolution ausbleibt. Die beschriebenen Konflikte sind trotzdem real und nachvollziehbar. Damit und auch mit den weiteren Phänomenen, die den Kommunismus begleiten, setzt sich der britische Sozial- und Wirtschaftshistoriker Eric J. Hobsbawm auseinander und führt die Geschichte des Kommunismus in den folgenden 150 Jahren näher aus. Vorurteile, die man aufgrund von Falschinformationen bislang hegte, werden aus dem Weg geräumt. Das Hörbuch besteht aus zwei CDs. Auf einer wird „Das Kommunistische Manifest“ vorgetragen, auf der anderen werden die Erläuterungen von Eric J. Hobsbawm gelesen. Der Vortrag von Rolf Becker zieht den Zuhörer in den Bann, obwohl es sich um hochtheoretischen Stoff handelt.

Tatsächlich erlaubt das Hörbuch auch Personen, denen „Das Kommunistische Manifest“ als Text zu trocken ist, sich einen Eindruck von den Theorien zu machen, die Marx und Engels niederschrieben, und darüber hinaus zusätzliche Informationen aus der neuzeitlichen Perspektive zu ziehen. „Das Kommunistische Manifest“ in der Hörbuch-Version ist eine sehr empfehlenswerte Möglichkeit, eine der wichtigsten Lehren, die die vergangenen rund 200 Jahre mit prägten, kennen zu lernen.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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