Die Henkerstochter und der König der Bettler

Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter und der König der Bettler

Audio media Verlag, 2010
Reihe: Target . mitten ins Ohr
ISBN 978-3-86804-585-7
Hörbuch; Historischer Roman, Krimi, Mittelalter
Gelesen von Michael Fitz
Hördauer ca. 467 min., auf 6 CDs

www.audiomedia.de
www.michael-fitz.de/html/start.htm

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zum Sprecher:

Michael Fitz ist Teil des bayerischen Fitz-Künstlerclans. Er ist preisgekrönter Film- und Fernsehschauspieler und Musiker … und hat eine angenehme, wandelbare Stimme, welche den Protagonisten eine eigene Stimme verleiht. Bei einer Gesamtlänge von fast sechs Stunden ist das ein Glück, längst keine Selbstverständlichkeit.

Zur Geschichte:

Der Dreißigjährige Krieg ist viele Jahre vorbei und doch sind überall in Europa noch die Spuren zu sehen und die Folgen allenthalben zu spüren.

Der ehemalige Söldner Jakob Kuisl verdingt sich – wie sein Vater vor ihm – im bayerischen Schongau als Henker. Als junger Mann zog Jakob in den Krieg, um dem Töten auf Befehl zu entgehen, dass seinen Vater in den Suff getrieben hat. Natürlich kam er als Landsknecht dabei vom Regen in die Traufe. Sein Ruf als Sohn eines Henkers und der riesige Bihänder, den er mit sich schleppte, bescherte ihm den Respekt, ja sogar die Furcht, seiner eigenen Männer. Nun, als mehrfacher Familienvater, und weil er das Töten kann wie kein anderer, übt er den Beruf aus, dem er zu entgehen versucht hatte.

Da erreicht ihn ein Brief aus Regensburg, angeblich von seiner Schwester, in dem er erfährt, dass sie schwer erkrankt ist und um seine Hilfe bittet. Denn ein Henker des Mittelalters verstand sich auch auf die Heilkunst. So eilt Jakob per Floss auf der Donau ins ferne Regensburg. Doch kaum angekommen, findet er seine Schwester und seinen Schwager in deren Badehaus mit durchgeschnittenen Kehlen vor. Noch im Haus seiner Schwester wird er als Mörder von der Stadtwache festgenommen und landet im Kerker, wird gefoltert und der nahe Tod durch Rädern, Köpfen oder Vierteilen ist ihm nahezu sicher.

Seine Tochter Magdalena – die ein unstandesgemäßes Techtelmechtel mit Simon, dem Sohn des Schongauer Medicus’ hat – flieht mit diesem nach Regensburg. Erstens um ihren eigenen Problemen zu entgehen und zweitens, um herauszufinden, wer Jabob Kuisl eine Falle gestellt hat und warum. Denn eine Falle war es, so viel steht recht schnell fest.

Was sich dann entwickelt, ist ein tödliches Ränkespiel bis in die Spitze des mächtigen Stadtrates von Regensburg. Und weit darüber hinaus … Denn der Bistumsstadt steht ein Konzil bevor, bei dem Staat und Kirche die Voraussetzungen schaffen wollen, um eine erneute Invasion der Türken zu vermeiden …

Magdalena und Simon haben es bei ihrer gefährlichen Rettung mit brutalen und korrupten Wachsoldaten, der Bettlergilde und deren „König“, mit einem venezianischen Diplomaten und mit bezahlten Mördern zu tun. Auf jedem Schritt und Tritt droht ihnen Verleumdung, Folter und Tod.

Fazit:

Ich habe „Der Name der Rose“ – den Auslöser von historischen Romanen – gelesen und die Geschichte genossen. Das Lesen nicht. Vielleicht begehe ich ja jetzt ein Sakrileg, aber Oliver Pötzsch schreibt flüssiger und für meinen persönlichen Geschmack angenehmer als Umberto Eco (ich bin sicher, Eco kann mit meiner Ansicht locker leben). Vielleicht war es aber doch Michael Fitzen´s Stimme, die den Ausschlag gab. Historische Romane sind nicht gerade das, was ich als Buch erstehen würde, aber als Hörbuch allemal. Ich habe mich zwei Tage lang hervorragend unterhalten.

Copyright © 2010 by Werner Karl

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