Die Schädeljäger

Christiane Gref / Meike Schwagmann
Die Schädeljäger

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1298-1
Historischer Kriminalroman
Erschienen August 2012
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung des Bildes „Das neue Naturheilverfahren“
von Friedrich Eduard Bilz
Paperback, 370 Seiten

www.gmeiner-verlag.de
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Die Autorinnen:

Meike Schwagmann wurde 1971 in Lübeck geboren. Sie arbeitet als freie Mitarbeiterin für eine hessische Zeitung. Ihre Kurzgeschichten präsentiert sie auf Lesungen im Rhein-Main-Gebiet.

Christiane Gref wurde 1975 in Köln geboren. Heute lebt und arbeitet sie in Hanau. Sie ist wie Meike Schwagmann Mitglied der Autorengruppe „ZwanzigZehn“. „Die Schädeljäger“ ist ihr dritter Roman und zugleich das Debüt von Meike Schwagmann und Christiane Gref im Gmeiner-Verlag. Die Autorinnen engagieren sich außerdem bei diversen Benefizlesungen.

Das Buch:

Die Autorinnen Christiane Gref und Maike Schwagmann entführen ihre Leser in diesem Buch nach Weimar in das Jahr 1805. Zu dieser Zeit präsentiert sich der Phrenologe Dr. Franz Joseph Gall mit seiner Schädellehre auch in Weimar. Zahlreiche Zuhörer lockt er in die Hörsäle und findet immer neue Anhänger seiner Lehre. Da ist es nicht verwunderlich, dass landauf und landab Schädel sehr gefragt sind. Aber kann es ein, dass Dr. Gall auch etwas mit den Verbrechen zu tun hat, die sich in Weimar ereignen? Eine enthauptete Leiche wird gefunden und noch mehr Gräueltaten schockieren die Bewohner der Stadt. Inspektor Niemer ermittelt und wird dabei von einer alten Freundin unterstützt.

Zeitgleich kämpft der Weinhändler Adrian Dennfelder um die Existenz seines Geschäftes, denn zahlreiche Kunden sind in letzter Zeit unzufrieden mit den erhaltenen Lieferungen. Auch häusliche Probleme sind Dennfelder nicht fremd seit seine Schwiegermutter in sein Haus in Weimar eingezogen ist und den gesamten Haushalt samt Personal durcheinander bringt. Und dann gerät Dennfelder plötzlich mitten hinein in die Ermittlungen zu diesem Fall, der eine ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt.

Die Geschichte ist spannend, teilweise humorvoll, aber auch stellenweise sehr traurig und düster. Die damalige Zeit wurde meines Erachtens hier sehr gut eingefangen. Der Leser darf allerdings keine großen geschichtlichen Ausführungen erwarten. Die Hintergründe der Schädellehre werden hier nur kurz angerissen. Die Autorinnen haben ihr Hauptaugenmerk auf den Fall gelegt und hierfür interessante Charaktere geschaffen, die man größtenteils nicht gerade als sympathisch bezeichnen darf, zumindest nicht auf den ersten Blick. Sie sind eher gewöhnungsbedürftig und hierzu zähle ich persönlich vor allen Dingen den ermittelnden Inspektor Niemer. Betrachtet man aber die Lebensumstände der einzelnen Personen und was ihnen hier so widerfährt, so wird deren Verhalten klarer und auch verständlich. Ich finde die Personen wirklich gelungen dargestellt.

Wer historische Ereignisse gerne mit einem Kriminalfall kombiniert haben mag, der sollte hier zugreifen und in eine Geschichte abtauchen, die spannende Lesestunden und „Forschungsarbeit“ am lebenden Objekt verspricht.

Copyright © 2014 by Iris Gasper

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