Handbuch der antiken Architektur

Patrick Schollmeyer
Handbuch der antiken Architektur

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz, 10/2013
HC mit Schutzumschlag
Sachbuch, Geschichte/Archäologie, Architektur
ISBN 978-3-8053-4682-5
Titelgestaltung von Jutta Schneider, Frankfurt am Main unter Verwendung
des Motivs „Ansicht des römischen Kapitols“ (Stich von J. A. Leveil – A. F. Lemaitre)
aus L. C. Dezobry „Rome au Siècle d’Auguste“ (1855) 466/467 (Vorlage: Privatbesitz Mainz
Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.zabern.de
www.klassische-archaeologie.uni-mainz.de/173.php

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Dr. Patrick Schollmeyer, Jahrgang 1965, ist Klassischer Archäologe und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Mainzer Institut für Klassische Archäologie. Neben anderen Publikationen verfasste er das „Handbuch der antiken Architektur“, ein umfangreiches Nachschlagewerk mit zahlreichen Abbildungen, das fast schon Bildbandqualität erreicht. Es liegt natürlich auf der Hand, dass ein so breit angelegtes Thema nicht in einem einzigen Buch abgehandelt werden kann. Infolgedessen konzentriert sich der Autor auf die wichtigsten Bauten, ihre Ausprägungen und Weiterentwicklung in Griechenland und Rom vom 1. Jt. v. Chr. bis zum 4. Jh. n. Chr. Berücksichtigt wurden neben den Sakral- die Profanbauten, wobei z. B. auch die Wasserkultur und die Infrastruktur angesprochen werden.

Der Band ist systematisch aufgebaut:
Der Autor nennt eingangs die historischen „Quellen“, auf die er sich beruft, und schildert den „Baubetrieb“, d. h., welche Materialien, Werkzeuge und Geräte eingesetzt wurden. Dem schließt sich eine ausführliche Beschreibung der einzelnen „Bauglieder“ an, darunter das Fundament, Stützelemente, Säulenordnungen und das Dach. Danach wird auf das „Baudekor“ eingegangen, u. a. auf Kapitelle, Bauornamentik, die Bauplastik mit ihren vielen Unterarten und das Deckendekor.

Nachdem auf diese Weise der Leser mit den Grundlagen und den wichtigsten Fachtermini vertraut gemacht wurde, werden im Hauptteil des Buchs die „Bauaufgaben“ aufgeschlüsselt. Hier findet man Details zu der Sakralarchitektur, den Memorialbauten, den Hallen- und Versammlungsbauten, den Unterhaltungs-, Sport und Bildungsstätten, der Wasserkultur, den Wohnbauten, den Infrastruktur-, Militär- und Nutzbauten sowie den Grabbauten. Abschließend widmet sich das Kapitel „Urbanistik“ dem Stadtplan und der Stadtentwicklung einschließlich der Gestaltung der gemeinschaftlich genutzten Anlagen, der Agora und dem Forum.

Eine Landkarte von der antiken Welt zeigt die wichtigsten Orte griechischer und römischer Bautätigkeit. Anschließend erlaubt eine Tabelle einen schnellen Überblick über die Epochen der griechischen und römischen Kultur, beginnend bei der Minoischen und Mykenischen Kultur bis zum Ende der römischen Kaiserzeit. Ein sehr umfangreiches Literaturverzeichnis zu den einzelnen Kapiteln hilft dem interessierten Leser, sein Wissen auf Wunsch zu erweitern. Ein Stichwortregister ermöglicht das rasche Auffinden bestimmter Themen. Nicht vergessen wurden die Abbildungsnachweise: Statt Fotos bevorzugte der Autor detailreiche Zeichnungen, die sehr viel deutlicher die Erklärungen veranschaulichen.

Die sachlichen Texte sind so kurz gehalten, wie nur möglich, da die sehr schönen Abbildungen dem Leser mehr mitteilen als alle Worte. Man erfährt das Notwendige, die Fachtermini sind auch für Laien gut verständlich, die Erläuterungen sind nachvollziehbar. Wer bestimmte Bereiche vermisst oder mehr Fachwissen wünscht, kann die Liste der weiterführenden Bücher nach den Themen durchsuchen, die ihn besonders interessieren.

Das „Handbuch der antiken Architektur“ stellt eine gelungene Einführung in die Materie dar und ist adressiert an interessierte Laien und Studenten der Klassischen Archäologie, der Geschichtswissenschaften und der Architektur. Der gut durchdachte Aufbau führt den Leser von den Basics zu den Details und vermittelt insbesondere durch die Vielzahl an klaren, aufwändigen Abbildungen ein rundes Bild der antiken Baukunst. Ein sehr empfehlenswerter Titel!

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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