Der Seelenkünder II/II

Der Seelenkünder II/II
Point Whitmark 30

(sfbentry)

Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert, Markus Segschneider, Volker Sassenberg & Manuel Rösler
Ton & Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Tonassistenz: Ramona Heinisch
Illustration: Ingo Masjoshusmann
Regie & Produktion: Volker Sassenberg

1 Audio-CD
Länge: ca. 63 Minuten
ISBN 978-3-8291-2324-2
http://www.folgenreich.de

Sprecher: Jürg Löw, Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Bodo Henkel, Gerald Paradies, Dominik Freiberger, Holger Michel, Bert Stevens, Günter Burchert, Engelbert von Nordhausen, Sabrina Heuer  u.a.

Mit „Der Seelenkünder II/II“ kommt die nun dreißigste Episode der Detektivserie „Point Whitmark“ daher, sozusagen ein runder Geburtstag, der mit dieser Doppelfolge gefeiert wird. Herzlichen Glückwunsch!

Jay und Tom hat es an Bord der Isidora verschlagen, einem alten Segelschiff mit erst einmal unbekanntem Kurs. Die beiden jugendlichen Spürnasen befinden sich zwar in einer brenzligen Situation, meistern diese aber mit Bravour und lernen an Bord des Schiffs allerlei merkwürdige Gestalten kennen. Allen voran Papa Caballero. Die Figuren sind leicht überzeichnet, was aber zur dichten Atmosphäre beiträgt.

Im Gegensatz zu den Darstellern schwächelt allerdings das Skript. Der Einstieg verkommt zur Orientierungslosigkeit und macht es dem Hörer schwer, sich zurechtzufinden. Zwar ist „Der Seelenkünder II/II“ auch ohne Kenntnis der vorherigen Folge verständlich, aber richtig Spaß kommt erst mit der vollständigen Doppelfolge auf. Immerhin erscheinen ja einige der Nebenfiguren in beiden Episoden.

Wie bereits geschrieben, das Skript schwächelt ein wenig und lässt Lücken in Konsistenz und Dramatik. Zwar meistern die Schauspieler ihre Rollen hervorragend, sind aber unfähig diese Lücken vollständig zu füllen. Offenbar wurde im Eifer des Gefechts und der Vorfreude auf den runden Geburtstag vergessen, sich die Geschichte mal genauer durch den Kopf gehen zu lassen. Vor allem aus der Sicht eines einfachen Zuhörers, dem größeres Hintergrundwissen oder auch Detailwissen fehlt. Den Beschreibungen mangelt es zeitweise auch an Genauigkeit, vor allem zu Beginn. Zwar hagelt es einige Informationen, trotzdem entsteht kein genaues Bild von der Kiste, der Luke und dem Drumherum. Alles wirkt konfus. Das ist Schade.

Glücklicherweise bessert sich die Handlung nach hinten raus und kommt wieder ins richtige Fahrwasser. Dann gewinnt die Geschichte auch langsam an Spannung. Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, denn ein richtiger Knaller ist es einfach nicht.

„Der Seelenkünder II/II“ ist recht leidliche Unterhaltung, aber kein Höhepunkt der Serie. Handwerklich wird einiges geboten, denn Musik und Klang wissen zu überzeugen. Das gilt auch für die Sprecher. Doch es fehlt einfach am fehlenden Funken, der ein Feuerwerk in Gang setzt. Schade. Was bleibt ist eine durchschnittliche Folge „Point Whitmark“.

Copyright © 2010 by Günther Lietz

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