Die fiebrigen Tränen

Volker Sassenberg
Die fiebrigen Tränen

Point Whitmark Episode 25
Universal Music / Folgenreich
1 CD, ca. 52 Minuten
ISBN 9783829122399
www.wortart.de
www.folgenreich.de
(sfbentry)

In dem kleinen Küstenstädtchen Point Whitmark betreiben die drei Jugendlichen Tom Cole, Derek Ashby und Jay Lawrence von einem alten Leuchtturm aus einen kleinen Radiosender. Neben ihrer Liebe zur Musik, lösen sie auch kleinere Kriminalfälle, die sich in ihrem Umfeld ereignen. So stoßen sie auch diesmal zufällig auf mysteriöse Ereignisse.

Eine Sonnenfinsternis steht an und Point Whitmark will das natürlich groß feiern. Bei den Vorbereitungen zum Fest stoßen die Freunde im Keller des Goodwinterlokals auf eine mysteriöse Alte, die unbedingt zwei Bernsteine in ihren Besitz bringen will, die der Familie Goodwinter gehören. Der Diebstahl misslingt, doch haben Tom, Ashby und Jay einen neuen Fall.

Die ersten Ermittlungen der drei Nachwuchsdetektive ergeben dabei, dass sich ein altes Geheimnis um die Steine rankt. Doch nicht nur die Alte, auch andere merkwürdige und gefährliche Gestalten sind auf der Jagd nach den Steinen. Und was hat es mit den kanadischen Regierungsbeamten zu schaffen, die seit kurzem in der Stadt sind …?

Mit Episode 25 feiert „Point Whitmark“ Jubiläum. Trotz einiger Krisen und Verlagswechsel gibt es weitere erstklassige Abenteuer aus der Feder von Volker Sassenberg, dem Mann hinter dem Klang. Natürlich hat er sich für diese Folge etwas ganz Besonderes einfallen lassen und verbindet eine weitere Serie unter seiner Regie mit „Die fiebrigen Tränen“. Bei der anderen Serie handelt es sich um die Mystery-Reihe „Gabriel Burns“. Das klingt im ersten Augenblick ziemlich verwirrend, da beide Reihen unterschiedlich ausgelegt sind.

„Point Whitmark“ ist eher bodenständige Kriminalunterhaltung, während „Gabriel Burns“ ein Mix aus abgehobenem Fantasy-Horror darstellt. Beides miteinander zu verbinden ist eine kleine Herausforderung, die Herr Sassenberg problemlos meistert. Ohne die jeweils andere Serie in ein neues Genre zu ziehen, verknüpft er die Handlungsstränge miteinander. Dabei bleiben die Kontaktpunkte locker genug, um sie am Ende wieder zu lösen und zwei selbstständige Auslegungen anzubieten. Für „Point Whitmark“ ist die Erklärung der Ereignisse ohne weiteres weltlich erklärbar, während im Universum von „Gabriel Burns“ mystische Mächte dahinterstecken. Erstklassig umgesetzt.

Auch die technische Umsetzung der spannenden Geschichte ist erstklassig. Neben dem guten Soundtrack der Reihe, überzeugt auch die Tonregie auf ganzer Linie. Die jeweilige Atmosphäre wird gut eingefangen und die Ereignisse hörbar umgesetzt, so dass der Zuhörer jederzeit nachvollziehen kann, was gerade geschieht. Volker Sassenberg gelingt es einen Ton mehr als tausend Worte sagen zu lassen – und das ist eindeutig Kunst. Hier versteht jemand sein Handwerk und präsentiert Unterhaltung auf hohem Niveau.

Auch die Sprecher sind – mal wieder – hervorragend und mit hörbarer Freude bei der Arbeit. Das gilt vor allem für die Hautdarsteller und ihre gut wiedererkennbaren Stimmen. Bei den Nebenrollen kommen zwar einige bekannte Figuren vor, doch scheinen diese mit anderen Sprechern besetzt worden zu sein. Das macht der Geschichte aber keinen Abbruch.

„Point Whitmark“ behauptet mit der 25. Episode ganz deutlich seine Position im Genre. „Die fiebrigen Tränen“ ist spannende Unterhaltung und macht einfach Laune.
(Günther Lietz)

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25: Die fiebrigen Tränen

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