Cabal

Clive Barker
Cabal

Cabal, USA, 1988
Edition Phantasia, Bellheim, 08/2005
PB mit Klappbroschur, Horror
ISBN 978-3-937897-15-8
Aus dem Amerikanischen von Joachim Körber
Titelillustration von Frank Fiedler

www.edition-phantasia.de/
www.clivebarker.info/

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Aaron Boone ist psychisch schwer gestört und befindet sich in Behandlung bei dem renommierten Psychiater Dr. Decker. Dieser eröffnet Boone eines Tages, dass er im Zustand geistiger Umnachtung mehrere Menschen auf brutalste Art und Weise abgeschlachtet haben soll. Am Boden zerstört versucht Boone, sich das Leben zu nehmen, was ihm gründlich misslingt.  Noch in der Notaufnahme lernt er den offensichtlich ebenfalls psychisch gestörten Narcisse kennen, der ihm von Midian erzählt. Dem Zufluchtsort aller menschlichen und nichtmenschlichen Ungeheuer. Von schweren Selbstvorwürfen geplagt begibt sich Aaron Boone auf die Suche nach Midian und trifft dort auf die grausame Wahrheit und den Tod hinter der Maske des Biedermannes. Als Boones Verlobte Lori den von mehreren Polizeikugeln versehrten Leichnam ihres Freundes identifizieren soll, ist der Tote verschwunden. Lori begibt sich ebenfalls auf die Suche nach Midian, dicht gefolgt von einem menschenverachtenden, skrupellosen Killer, der mit Boone noch eine Rechnung offen hat …

Der Name Clive Barker steht für Horror in Reinkultur: Blutig, subtil und gnadenlos spannend. Mit seinen „Büchern des Blutes“ schrieb Barker Literaturgeschichte, und sein bizarrer Serienkiller-Roman „Cabal“ setzt die Tradition anspruchsvoller Horrorgeschichten nahtlos fort. „Cabal“ setzt Akzente und verleiht dem triebhaften, absolut bösen Serienkiller eine beklemmende Authentizität. Der Wahnsinn der Figur wird lebhaft und nachvollziehbar beschrieben und tritt vor allem in den Abschnitten zu Tage, in denen sich der Mörder mit seiner selbstgeschneiderten Maske unterhält. Der zum Sündenbock degradierte Aaron Boone, soll die Bluttaten auf sich nehmen und erhält durch den geheimnisvollen Ort Midian die einmalige Chance, Gerechtigkeit walten zu lassen. Dabei lernt er selbst die Faszination des Bösen kennen und begreift, wie er die Kräfte der Finsternis für sich nutzen kann. Seine Verlobte Lori, eine mutige und bedingungslos liebende Frau, setzt alles aufs Spiel, selbst ihr Leben, um Boone zu unterstützen.

Der Roman lebt von schockierenden Spannungsspitzen, die sich mit surrealen Szenen abwechseln. „Cabal“ ist ein einzigartiger Horror-Roman, der sich mit dem abgrundtief Bösen im Menschen beschäftigt. Seinen Höhepunkt erlebt die Geschichte in dem Massaker, das einige Männer, angeführt von einem falschen Propheten, auf dem Friedhof von Midian unter den lichtempfindlichen Gestalten anrichten. Die Aggressivität und Brutalität des Menschen ist ein zentrales Motiv des Romans, denn selbst die sogenannten Monster, die in Midian Zuflucht suchen, werden zu Opfern des Homo Sapiens. Clive Barker bedient sich einer anspruchsvollen, metaphorischen Sprache und schreckt auch vor drastischen Beschreibungen exzessiver Gewalt nicht zurück. „Cabal“ gelingt es bereits auf den ersten Seiten, den Leser zu packen und fesselt ihn die nächsten 200 Seiten wie gebannt an die Geschichte, die ihn bis zum Schluss nicht mehr loslässt.

Das edel gestaltete Paperback mit Klappenbroschur glänzt in einem blutigen Rot und zeigt dem Leser lediglich auf dem Cover die abgrundtiefe Schwärze des Bösen. Die blutige Rasierklinge spricht eine deutliche Sprache.

„Cabal“ ist Horror der Superlative! So düster, so packend und so brutal kann nur Clive Barker schreiben.

Copyright © 2012 by Florian Hilleberg (FH)

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