Dan Shocker’s Burg Frankenstein Folge 3: Die Horrorbraut

Dan Shocker’s Burg Frankenstein
Folge 3: Die Horrorbraut

Dreamland Productions, Rüsselsheim, 2/2009
1 CD, Grusel-/Mystery-Hörspiel, 978-3-939066-02-6, Laufzeit: ca. 78 Min., gesehen 3/09 für ca. EUR 10.00
Sprecher: Christian Rhode, Rainer Schmidt, Andreas von der Meden, Gabriele Wienand, Gisela Trowe, Bert Stevens, Carsten Bohn u. a.
Vorlage: Dan Shocker (Jürgen Grasmück)
Dialogbuch: Alexander Kath & Thomas Birker
Cover von R. S. Lonati, Wendecover von Daniel Theilen
Musik: Tom Steinbrecher und Mario Cuneo

www.TS-Dreamland.de
www.rs-lonati.de/main/Home.html
www.tom-steinbrecher.de
www.myspace.com/mariocuneo

Zu den beliebtesten Horror-Romanheft Autoren der 1960er und 1970er Jahren gehörte Jürgen Grasmück (1940 – 2007), dessen bekanntestes Pseudonym Dan Shocker zum Synonym für den zwar trashigen, aber unterhaltsamen Grusel dieser Zeit wurde. So verfasste er u. a. auch für den Zauberkreis-Verlag die Heftserie „Burg Frankenstein“ in dem sich viele Monster und Klischees des Genres die Hand gaben.

Der Dreamland-Verlag hat nun einige dieser Hefte in eine Hörspielserie umgesetzt. „Die Horrorbraut“ ist der Abschluss der Geschichte um den Reporter des Übersinnlichen. Robert Nordan glaubt, dass er alles ausgestanden hat und Frankensteins Monster bis auf einen Arm zu Asche verbrannt ist.

Dennoch kommt er nicht zur Ruhe, denn ein anonymer Anrufer macht deutlich, dass vielleicht ein Wesen tot ist, aber das Grauen, das Frankenstein einst über die Welt brachte, noch immer vorhanden ist. Er erschreckt ihn mit dem Arm des Monsters, der eigentlich sicher im Leichenschauhaus verwahrt werden sollte.

Zusammen mit Kommissar Bergmann versucht Nordan herauszufinden, was das alles zu bedeuten hat. Die Spur führt schließlich zurück nach Burg Frankenstein, in der den Journalisten als nächstes eine blutleere Leiche erwartet.

Und das ist nur der Anfang eines lebensbedrohlichen Abenteuers, in dem sich Nordan schließlich nicht nur einer teuflischen Sekte sondern auch der ehemaligen Geliebten von Viktor Frankenstein gegenübersieht, der unsterblich gewordenen Charlotte von Bargont, die keine andere als „Die Horror-Braut ist.

Trashig, klischeehaft aber nichtsdestoweniger schräg kommt die Geschichte daher, die von ihren Übertreibungen lebt Nicht nur die Story schlägt Kapriolen, auch die Sprecher neigen dazu, ihre Rollen besonders intensiv auszuleben, gerade wenn sie die Bösen sind. Man fühlt sich dabei geradewegs in die klassischen Gruselfilme zurückversetzt, in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse klar erkennbar waren und jeder seine archetypische Rolle ausfüllte.

So sollte man auch keine moderne und zeitgemäße Umsetzung der Geschichte erwarten, sondern altbekannte Rollenmuster und Geschehnisse, wilde Übertreibungen und nicht zuletzt eine Prise des Holzhammer-Humors, der die Horror-Hefte dieser Zeit so ausgezeichnet hat.

Heraus kommt ein Hörspiel, das an die der Jugend erinnert, aber doch nicht für Kinder gemacht ist, da einige Szenen harter Tobak sind, die erst für Jugendliche ab 12 Jahren wirklich zu verdauen sind.
Damit ist „Die Horror-Braut“ aus der Reihe „Burg Frankenstein“ vor allem für die Fans des klassischen Grusels interessant, die auch schon Spaß an den entsprechenden Heftromanen und Filmen hatten und sich gerne an die Zeit zurückerinnern, in der altbackene Klischees noch hemmungslos ausgelebt werden konnten. (CS)

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Band 3: die Horrorbraut Von Burg Frankenstein

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