Das Haus der Seele

Volker Sassenberg
Das Haus der Seele
Gabriel Burns 35

Decision Products/Folgenreich, 07/2010
1 CD im Jewel-Case, Hörspiel, Mystery, Horror
ISBN 978-3-8291-2378-5
Laufzeit: ca. 53 Min.
Sprecher: Jürgen Kluckert, Hans Paetsch, Bernd Vollbrecht, Ernst Meincke, Bianca Krahl, Björn Schalla, Mario von Jascheroff u. a.
Musik von Matthias Günthert und Volker Sassenberg
Titelillustration von Ingo Masjoshusmann

www.folgenreich.de
www.gabrielburns.de
www.experiment-stille.net

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

In der 35. Episode werden die Ereignisse aus der vorhergehenden Folge wieder aufgegriffen – das beweist auch das Bild, auf dem nicht mehr nur die Augen sondern auch Nase und Mund zu sehen sind. Die Handlung in Indien wird fortgeführt: Gabriel Burns ist aus dem Zwischenreich, in das es ihn verschlagen hatte, zurück, wenn auch nicht körperlich. April, die Tochter des Religionsforschers Steward Carradine, dient ihm als Anker in die irdische Welt, seitdem er sie vor den Zaubern des bösartigen Mahesch gerettet hat.

Derweil reisten Mr. Bakerman, Joyce Kramer und Larry Newman nach Indien, um dort nach einem der fahlen Orte zu suchen. Sie finden Unterstützung bei dem Magier Julien Cardieux und den Carradines, die mit den Mythen der Region mehr als vertraut sind und so zu wertvollen Führern werden. Doch in der zerfallen Stadt im Dschungel werden sie nicht nur von einem unerbittlichen Monsunregen gequält, sondern müssen auch gegen einen Rashasa kämpfen. Dabei werden Joyce und Larry von der Gruppe getrennt. Alleine machen sie sich auf die Suche nach den Sadhu-Mönchen, die hier ihren unheiligen Ritualen nachgehen. Die beiden ahnen nicht, dass sie sich in größte Gefahr begeben. Deshalb sieht Steven Burns die Stunde gekommen, in der er sich seinen ehemaligen Gefährten offenbaren muss. Und das ist auch gut so, denn das Verhängnis lauert schon ganz in ihrer Nähe.

Um diese Folge zu verstehen, muss man nicht nur die davor kennen, sondern am besten die ganze Serie, denn die Autoren setzen mittlerweile so viel voraus, dass ein Neueinstieg fast unmöglich ist. Es wird kaum klar, in welcher Beziehung die Figuren zueinander stehen, und Begriffe wie ‚Fahle Orte„ oder gar die Mythologie, die hinter allem steht, werden nicht erklärt. Und auch wenn man von Anfang an dabei ist, beginnt man sich zu fragen, warum die Handlung nur so langsam voran kommt und sich lieber in metaphysischen Dialogen und der Schilderung von Brutalitäten verliert, als weitere Geheimnisse zu enthüllen, die die Geschichte voran bringen. Hier täte eine kleine Kehrtwendung Not, sonst könnten auch altgediente Hasen die Lust verlieren, der Serie zu folgen.

Ansonsten sind Musik, Soundeffekte und Sprecher natürlich wieder vom Feinsten, was der Markt zu bieten hat, und ausgezeichnet aufeinander abgestimmt, so dass in diesem Fall keine Wünsche offen bleiben. Zwar setzt „Das Haus der Seele“ die Ereignisse aus „Ich weiß, was Angst ist“ gelungen fort, verliert sich allerdings zu sehr in nebensächlichen Details und schwer zu verdauenden, kryptischen Dialogen, so dass es nicht immer leicht ist, dem Geschehen zu folgen.

Copyright © 2011 by Christel Scheja (CS)

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