Das Sanatorium

D. J. Franzen & Curd Cornelius
Das Sanatorium
Dan Shockers Larry Brent – Neue Fälle, Band 03

(sfbentry)
BLITZ-Verlag, Windeck
limitierte Auflage: 05/2014
TB, Mystery-Thriller, Horror
ISBN 978-3-89840-398-6
Titelillustration von Rudolf Siber Lonati
Illustrationen im Innenteil von Ralph G. Kretschmann
Extra: Kurzgeschichte „Ein Koffer voller Schlangen“

www.blitz-verlag.de
http://larrybrent.wordpress.com/
http://djfranzenblog.wordpress.com/
www.rs-lonati.de/
www.ralph-kretschmann.de

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„Kurz darauf kam es zu den ersten Zwischenfällen. Einige Insassen des Sanatoriums flohen und machten den Wald unsicher. Bald gingen Gerüchte um, dass die Entflohenen keine Menschen mehr wären, sondern wie Kreuzungen aus Mensch und Krake aussahen.“ Im deutschen Furtheim wird eine Rockerbande von krakenähnlichen Wesen angegriffen. Ein Polizist, der undercover in der Gang ermittelt, kontaktiert daraufhin seinen alten Kollegen Klaus Thorwald, der inzwischen als X-RAY-5 für die PSA tätig ist. Außerdem bestellt PSA-Chef David Gullan X-RAY-1 Larry Brent und X-RAY-7 Ivan Kunaritschew, die sich gerade in Deutschland aufhalten (siehe „Dan Schockers Larry Brent – Neue Fälle, Band 01 und 02“), an den Ort des Geschehens.
Schnell wird klar, dass der Auslöser der Ereignisse in dem nahe gelegenen „Sanatorium“ zu suchen ist, wo ein elitärer Club alter Herren residiert. Außerdem machen Gerüchte von genetischen und okkulten Experimenten die Runde.

Kurzgeschichte „Ein Koffer voller Schlangen“: Der Kriminalreporter Erich Mayberg wird auf den Fall von Jörg Petta aufmerksam, der von sich behauptet, seine Frau getötet zu haben, ohne je dafür verurteilt worden zu sein. Einst waren Petta und seine Frau Lydia über die Maßen verliebt, doch das Verhältnis wandelte sich zusehends, und Petta plant, seine Frau zu töten und das Erbe einzustreichen. Für den Mord, den man ihm nie würde nachweisen können, machte er sich die Schlangenphobie seiner Frau zunutze. „Die Gegend wird von den Furtheimern gemieden. Wölbacker wird, wenn überhaupt, nur hinter vorgehaltener Hand erwähnt. Einer alten Legende nach sollen die Bewohner des Dorfs mitten in der Nacht vom Teufel heimgesucht und in die Hölle verschleppt worden sein, nachdem eins ihrer schwarzmagischen Rituale vollkommen außer Kontrolle geraten war. Bei diesem Unglück soll übrigens auch das Sanatorium abgebrannt sein.“

Nach den aufreibenden Ereignissen im Westerwald und dem Kontakt mit der ‚anderen Ebene‘ (siehe „Angriff aus der Vergangenheit“) ist Larry Brent und Ivan Kunaritschew keine Erholung vergönnt. Und so müssen die beiden Agenten schon am dritten Tag ihres Aufenthalts in Deutschland ihrem Kollegen X-RAY-5 Klaus Thorwald (bekannt aus den klassischen „Larry Brent“-Romanen) im Fall der mysteriösen Krakenwesen zur Seite stehen.

In guter Pulp-Manier geht es ohne Verschnaufpause zur Sache, und erst zur Mitte des Büchleins hin, werden mögliche Erklärungen für das Auftauchen der rätselhaften Geschöpfe geboten. Von Experimenten mit den Patienten des ausgebrannten Sanatoriums ist hier die Rede und von Studien, deren Wurzeln im ‚Necronomicon‘ des wahnsinnigen Arabers Abdul Alhazred zu finden sind. Nach und nach reimen sich die X-RAY-Agenten zusammen, was einst in der Heilanstalt und der umliegenden Gegend passiert sein muss. Dabei erinnert das Flair der Geschichte weniger an Lovecrafts Werke als vielmehr an seine zahlreichen Nachahmer, die sich gerne die Mythologie und das Erscheinungsbild von Lovecrafts Figurenpantheon im Dienste actionreicher Unterhaltung ausgeborgt haben. Zwar schließt der Fall „Sanatorium“ direkt an „Angriff aus der Vergangenheit“ an, doch ist die Geschichte relativ eigenständig zu lesen, da es – bis auf eine kurze Szene am Ende – (noch) keine Berührungspunkte mit den aktuellen Ereignissen um Dr. Satanas gibt. Auch X-GIRL-C Morna Ulbrandson bleibt weiterhin verschollen.

Während die Vorgängerbände von Curd Cornelius alleine verfasst wurden, erhielt dieser hier Verstärkung von D. J. Franzen, der vor allem als Konzepterfinder, Exposé-Redakteur und Autor der Endzeit-/Zombie-Reihe „Armageddon, die Suche nach Eden“ bekannt ist, und damit über reichlich Erfahrung in Sachen Horror-Serien verfügt. Stilistisch ist innerhalb des Buches und auch zu den Vorgängern kein Bruch zu bemerken. Als Covermotiv wurde ein Originalbild von Rudolf Sieber-Lonati verwendet, an dessen Werken der BLITZ-Verlag die Rechte hält und das dem Buch ein herrlich nostalgisches Äußeres verleiht. Im Inneren fallen die großzügig bemessenen Kopf- und Fußstege auf, mit denen der Inhalt schließlich auf den Standardumfang der Serie von 160 Seiten gestreckt wird.

Als Bonus ist auch hier eine Kurzgeschichte aus „Dan Shockers Gruselmagazin“ enthalten. „Ein Koffer voller Schlangen“ ist – wie einige weitere, die nach und nach an dieser Stelle erscheinen werden – amerikanischer Herkunft und wurde unter dem Pseudonym J. A. Grouft zuerst im „Chance International Magazin“ unter der Redaktion von Jürgen „Dan Shocker“ Grasmück veröffentlicht. Dieser sammelte später die J. A. Grouft-Gruselgeschichten aus „Chance International“ und spann darum eine Rahmenhandlung mit „Larry Brent“. Der so entstandene Episodenroman erschien als „Schreckensmahl“ komplett unter dem Pseudonym Dan Shocker und erlebte diverse Auflagen im Zauberkreis Verlag (u. a. auch innerhalb der „Larry Brent“-Serie als Band 57). Die jüngste Auflage erschien als „Dämonenland 146“ (Bastei Verlag).

Larry Brents Aufenthalt in Deutschland lässt den Agenten nicht zur Ruhe kommen. Actionreiche Unterhaltung gepaart mit lovecraftschen Motiven und weiteren Verknüpfungen zur klassischen „Larry Brent“-Heftromanserie.

Copyright © 2014 by Elmar Huber (EH)

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