Die Insel der besonderen Kinder

Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
Band 1

Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children (2011)
PAN-Verlag
ISBN 978-3-426-28368-4
Horror, Kinder & Jugend, Phantastik
Erschienen 2011
Übersetzer Silvia Kinkel
Titelbild Yefim Tovbis
Fotos Ransom Riggs, Robert Jackson u.a.
Umfang 416 Seiten

www.ransomriggs.com
www.pan-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Ransom Riggs wuchs in einem kleinen Fischerdorf im südlichen Florida auf, einer Region, in der sich viele Amerikaner zur Ruhe setzen. Um nicht vor Langeweile zu sterben, begann er, in Musikbands zu spielen und mit seinen Freunden Filme zu drehen. Später studierte er in Ohio und Los Angeles Literatur und Filmproduktion. Ransom Riggs dreht heute Werbefilme für Firmen wie Absolut Vodka und Nissan und arbeitet als Drehbuchautor, Journalist und Fotograf. (Quelle: PAN)

Vorwort

Laut Autor ist der Titel “Die Insel der besonderen Kinder” der erste Band einer Reihe. Der zweite Band ist zur Zeit in Vorbereitung.

Zum Buch

Jacob ist ein 16 jähriger Teenager und soll Erbe eines großen Konzerns werden. Sein Großvater erzählt ihm schon seit seiner Kindheit Schauergeschichten. Doch nun ist Jacob erwachsen und glaubt nicht mehr an die Geschichten seines Großvaters. Dieser besteht aber darauf, dass er damals in einem Heim für Kinder mit besonderen Fähigkeiten gewesen sei. Jacobs Großvater wird immer absonderlich und behauptet schließlich die Monster wären hinter ihm her. Er glaubt seinem Großvater nicht, bis dieser auf mysteriöse Art und Weise stirbt und Jacob auf eine Reise schickt, die sein Leben für immer verändern wird …

Fazit

Die Geschichte konnte mich von Anfang an faszinieren. Die Erzählung aus der Ich-Perspektive machte jede Situation real und zog den Leser sofort in ihren Bann. Es erwartet einen ein Gesamtkunstwerk, welches sich in besonderer Weise aus Zeichnungen, alten Schwarz-Weiß-Fotografien und der schaurigen Geschichte rund um die Welt der besonderen Kinder zusammensetzt. Schon nach den ersten Seiten jagte mir das Buch Schauer über den Rücken und verursachte mir dauerhaft eine wahre Gänsehaut. Genial war, dass die Geschichte auf grandiose Weise zwischen der Gegenwart und dem Jahr 1940 zu Zeiten eines Luftangriffs hin und her sprang. Dass als Handlungsort eine kleine Insel im vernebelten Vereinigten Königreich gewählt wurde, machte die Geschichte besonders atmosphärisch.

Auch die Konstellation der Welt zwischen Monstern, Menschen und den besonderen Kindern war gut ausgearbeitet und wirkte trotz aller surrealer Elemente, wie Zeitschleifen, lebensnah. Schnell konnte ich auch Jacob und die besonderen Kinder in mein Herz schließen und die Geschichte zusammen mit ihnen durchleiden. Dass die besonderen Kinder nicht als einheitlich gut dargestellt wurden, gefiel mir außerordentlich, da so einer Schwarz-Weiß-Welt einige Grautöne hinzugefügt werden konnten. So etwas macht eine Geschichte erst richtig realistisch. Schließlich lässt sich die Welt nicht in Gut und Böse aufteilen. Das offene Ende ließ den Leser mit den Monstern alleine und lässt einen auf einen spannenden zweiten Teil hoffen, der ein gutes Ende für die besonderen Kinder mit sich bringt.

Die besonderen Kinder setzten mir noch tagelang nach, und werden mich wohl noch wochenlang mit verriegelten Türen bei Abenddämmerung durch den Wald fahren lassen.

Ein Buch für jedermann, der sich gerne gruseln möchte und sich manchmal fragt, ob sich nicht doch so manches Monster unter den Menschen versteckt hält.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

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