Fahrstuhl zur Hölle

A. F. Morland, Thomas Birker & Christian Daber
Fahrstuhl zur Hölle

Tony Ballard 4
Dreamland Productions, Rüsselsheim, 10/2008
1 CD, Grusel-/Mystery-Hörspiel, 978-3-939066-23-0, Laufzeit: ca. 61 Min., gesehen 11/08 für EUR 8.00
Sprecher: Klaus Dieter Klebsch, Tosten Sense, Dorette Hugo, Thilo Schmitz, Simon Jäger, Udo Schenk, Wolfgang Strauss, Marie Biersedt und andere
Musik: Rom Steinbrecher
Cover von Ugurcan Yüce

www.TS-Dreamland.de
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„Tony Ballard“ war neben „John Sinclair“ und „Professor Zamorra“ der dritte Dämonenjäger, der in den Heftromanserien des Bastei-Verlags sein Unwesen trieb. Im Gegensatz zu den Kollegen war er lange Zeit kein Auserwählter mit besonderen Kräften, auch wenn sich seine Abenteuer schon bald als rundum phantastisch erwiesen. Die vor gut einem Jahr ins Leben gerufene Hörspielreihe führt nun zu den Anfängen des Helden zurück.

Es ist noch nicht lange her, da war Tony Ballard nur ein einfacher Polizeiinspektor in einem kleinen Dorf in England. Doch dann holte ihn die Vergangenheit seiner eigenen Familie ein. Finstere Hexen, die durch die Hand seines Urahnen gestorben waren, wollten Rache an ihm nehmen. Dem jungen Mann gelang es, sie zu besiegen.

Doch erst, als er mit seiner Freundin Vicky auf Bitten eines alten Freundes nach Spanien reiste, um dort herauszufinden, was mit dessen verschwundener Frau geschehen war, erkannte er seine wahre Bestimmung. Durch das Geld des reichen Millionärs unabhängig geworden, wurde er zum Dämonenjäger.

Und so folgt er einem Hilferuf seines Freundes Frank Esslin nach New York, der ihm von seltsamen Geschehnissen erzählt: Schon seit einiger Zeit verschwinden Menschen für einige Tage. Wenn sie dann zurückkehren, scheinen sie geistig verwirrt zu sein und töten mit Äxten aus dem 12. Jahrhundert den ersten Menschen, der ihnen über den Weg läuft. Später dann beginnen sie rapide zu altern und zerfallen quasi unter den Händen der Ärzte zu Staub.
Zusätzlich ist allen gemein, dass sie Wunden wie durch eine Folter an ihrem Körper tragen.

Schon bald findet Tony Ballard heraus, dass die Männer und Frauen einen ganz bestimmten Fahrstuhl benutzt haben. Als er diesen selbst ausprobiert, erfährt er, wohin es die anderen Opfer verschlagen und was sie dort erwartet hat. Doch kann er selbst der Todesfalle und den beiden dämonischen Brüdern, die sich seiner annehmen, entkommen? Es sieht schlecht aus.

„Fahrstuhl zur Hölle“ erzählt wieder eine der wichtigen Geschichten aus dem „Tony Ballard“-Kosmos, lernt der Dämonenjäger doch im Kerker der Vergangenheit einen seiner treusten und mächtigsten Mitstreiter kennen.

Wie auch schon die ersten beiden Folgen so weiß auch diese Episode durch ihre fast filmische Erzählweise zu überzeugen. Die Geschichte ist so gestaltet, dass man beim Hören nicht den Faden verliert und wunderbar dabei entspannen kann. Da stört es auch nicht, dass man eigentlich nur die Klischees der Gruselfilme, wie sie die Hammer Studios drehten, vorgesetzt bekommt, inklusive der sadistischen bis größenwahnsinnigen Gegenspieler, denn das Ambiente gleich die stellenweise auftretende Vorhersehbarkeit aus.

Die Sprecher sind wieder einmal gut gelaunt und übertreiben ihre Rollen nur so weit, wie es dazu passt, Musik und Soundeffekte vertiefen die Atmosphäre noch und erhöhen die ohnehin vorhandene Spannung um einiges.

Auch „Fahrstuhl zur Hölle“ schafft wie schon die anderen Episoden der „Tony Ballard“-Reihe eine gelungene Verbindung zwischen der alten Vorlage und modernem Erzählstil. Sie besitzt nicht nur nostalgischen Charme sondern bietet auch dem Hörer von heute angenehme Unterhaltung. (CS)

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