Grauen in Arkham

Grauen in Arkham
Cthulhu Abenteuersammlung

(sfbentry)

Pegasus Press Hardcover (09/2009)
Autoren: Geoff Gillan, Keith Herber, Sam Johnson, J. Todd Kingrea, Mark Morrison, Richard Watts, Lynn Willis, Todd A. Woods
Übersetzer: Frank Heller
Umschlaggestaltung: Manfred Escher
156 Seiten, ISBN 9783939794899

http://www.pegasus.de/709.html
http://www.manicor.de
http://www.pegasus.de/647+M5ab9650ea5e.html

Mit der Cthulhu-Abenteuersammlung „Grauen in Arkham“ veröffentlicht Pegasus Press den passenden Zusatzband zum Cthulhu-Quellenbuch „Arkham – Hexenstadt am Miskatonic“. Allerdings sind die Abenteuer auch ohne das Quellenbuch spielbar, da sie alle in und um Arkham stattfinden ist es jedoch eine ideale Ergänzung. Zudem können die sieben Abenteuer auch miteinander verknüpft werden, um eine Kampagne in dieser Stadt zu spielen oder zu leiten. Also noch ein wenig mehr weg vom Einzelknaller (One Shot), hin zum langfristigen Gruppenspiel.

Die Abenteuersammlung kommt als schickes Hardcover daher und die Umschlagillustration passt perfekt zu „Arkham – Hexenstadt am Miskatonic“. Leider gibt es kein Lesebändchen und auch das im Buch öfter erwähnte Abenteuer „Das Grauen von den Sternen“ fehlt. Auf Letzteres weist ein kleiner Handzettel hin der darüber informiert, dass das Abenteuer keinesfalls in die Preisgestaltung einfloss und zudem kostenlos auf der Homepage des Verlags heruntergeladen werden kann. Die passende URL wird ebenfalls mitgeliefert. Trotzdem wird der Leser – falls er denn Onlinemöglichkeiten hat – ein wenig stöbern müssen. Zudem könnte ein Abenteuer als Zettelausdruck als störend empfunden werden. Ein peinlicher Schnitzer des Verlags, der sicherlich tief ins Fleisch der bisherigen Fastperfektion ging. Der Download ist wenigstens ein kleines Trostpflaster.

Doch nun zum eigentlichen Inhalt des Buchs, das handlich auf schwerem Papier gedruckt ist und das übliche, helle und ordentlich gegliederte Layout aufweist. Zudem sind auch die passenden Illustrationen, Karten und historisches Bildmaterial zu finden, sowie fast immer alle benötigten Werte. Wer ins Detail gehen möchte, dem sei nochmals das exzellente „Arkham“ ans Herz gelegt. Der Graustufendruck ist jedenfalls passend, wenn auch die Handouts dadurch ein wenig blass wirken. Diese sind ansonsten sehr gelungen.

Die Abenteuer selbst folgen weitgehend dem gleichen Schema. Der Spielleiter erfährt ob er das Abenteuer seiner Gruppe zumuten kann, worum sich alles dreht, wie die Ermittler hineingezogen werden, was im Einzelnen geschehen kann, Szenen die geschehen sollten und wie die eventuellen Enden aussehen. Wichtige Örtlichkeiten, Personen und Handouts sind vorhanden, so das eigentlich nach einem kurzen Einlesen sofort losgespielt werden kann.

„Eigentlich“ deswegen, weil ein Spielleiter dennoch Anpassungen vornehmen muss. Zum Einen, um seine Spielgruppe entsprechend passend einzubinden, zum Anderen, falls der Spielleiter eine Kampagne leitet. Denn zumindest die Einstiege in die Abenteuer sind recht unterschiedlich gestrickt. Mal finden die Ermittler eine Leiche auf dem Campus, dann werden sie in einer Erbschaftssache angeheuert oder besuchen eine alte Dame daheim. Die Abenteuer sind sehr unterschiedlich angelegt, aber gerade das macht den Reiz an dem Sammelband aus.

Im Einzelnen finden sich „Unsterblich“, „Die Puppenmacherin“, „Der Hunger der toten Kinder“, „Regiment der Verdammten“, „Tag der Rache“, „Dunkle Rivalen“ und „Schöne Neue Welt“ in „Grauen in Arkham“. Da unterschiedliche Autoren an den Abenteuern geschrieben haben, sind auch Ansätze und Stile unterschiedlich. Die gelungene Übersetzung von Frank Heller bringt jedoch alles wieder ein wenig auf Linie. Dadurch präsentiert sich ein einheitliches Gesamtbild, das vor allem dem Kenner der Lovecraft-Geschichten gefallen wird, weil sich viele Elemente aus den Erzählungen in den Abenteuern wiederfinden.

Was den Aufbau der Abenteuer angeht, sind sie spannend und haben eine tolle Atmosphäre, Sie biete eine gute Mischung aus aktionsgeladenem und investigativem Spiel, linearen und freiem Aufbau. Wobei der lineare Teil überwiegt. Ob das nun einen Vor- oder Nachteil darstellt, das ist eindeutig Geschmackssache. „Grauen in Arkham ist jedenfalls eine schöne Abenteuersammlung und gelungene Ergänzung zu „Arkham – Hexenstadt am Miskatonic“.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

Titel bei Buch24.de

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