Jack Slaughter – Tochter des Lichts

Lars Peter Lueg, Devon Richter & Nikola Frey
Jack Slaughter – Tochter des Lichts
Folge 3: Das Tor zur Hölle
Folge 4: Virus in Jacksonville

LPL Records/Universal Music Family Entertainment, Nidda, 2/2009
Je 1 CD, Grusel-/Mystery-Hörspiel-Parodie
ISBN 9783829121897 / 9783829121903
Laufzeit: ca. 66 + 64 Min.
Sprecher: Till Hagen, Gisela Fritsch, H.-Dieter Klebsch, Arianne Borbach, Reiner Fritzsche, Simon Jäger, David Natha, u. a.
Musik: Andy Matern
Cover und Artwork von Alexander Lux, torius
www.lpl.de/
www.folgenreich.de
www.jack-slaughter.de
www.alexanderlux.com
www.andymatern.de

Der fünfundzwanzigjährige Jack Slaughter hat bisher immer auf der Schattenseite des Lebens gestanden, denn weder war ihm bisher Erfolg vergönnt noch die Bekanntschaft einer schönen Frau und schon gar kein spannendes Dasein. Das hat sich geändert, seit das tief in ihm schlummernde Erbe seiner Familie in ihm erwacht ist. Auch wenn seine Großmutter längst tot ist, so sucht sie ihn seither in seinen Träumen heim und macht ihm klar, dass er der letzte einer bedeutenden Blutlinie ist – die „Tochter des Lichts“. Auch wenn ihm peinlich ist, von ihr immer als Mädchen angesprochen zu werden und als stärkste Waffe gegen die Finsternis eine alte Barbie zücken zu müssen, hat er sich inzwischen in sein Schicksal gefügt und den Kampf gegen die Mächte der Finsternis angenommen.

Zusammen mit seinem Freund Tony Bishop, der in einem Videoladen im gleichen Shoppingcenter wie Jack arbeitet, hat er sich schon so mancher Gefahr stellen müssen.
Dabei hat sich auch die hübsche und kluge Kim Novak an seine Seite gesellt, die trotz ihres IQ von über 140 und eines Doktortitels als Bikinimodel arbeitet. Sie war einst auch die Assistentin eines genialen, aber leider ziemlich verrückten Wissenschaftlers, der durch einen Pakt mit dem Bösen zum finsteren Dr. Doom mutiert ist. Weil Jack ihm bereits einmal eine schwere Schlappe zufügte, will der ehemalige Parapsychologe und passionierte Delfinsammler nur noch Rache. Zu diesem Zweck fehlt ihm aber noch die richtige Waffe. Dann erhält er den richtigen Tipp von einem seiner ehemaligen Studenten. Hinter dem Tor zur Hölle liegt ‚HASS – das Handbuch für Schwarze Seelen’. Doch er kann es sich nicht in Ruhe holen, denn ausgerechnet jetzt ist Jack von seiner Großmutter instruiert worden, genau diesen Pfad zu finden und für immer zu schließen…

Im nächsten Abenteuer hat „die Tochter des Lichts“ erst einmal ganz andere Sorgen, denn jemand will ihm an den Kragen. Der übereifrige Mr. Strangler, ein korrekter Finanzbeamter wie er im Buche steht, möchte bei ihm eine Steuerprüfung durchziehen, weil ihm Unstimmigkeiten aufgefallen sind. Doch dann kommt alles anders, als jeder denkt. Denn nicht nur, dass Jack nicht sich, sondern Strangler mit einer tödlichen Grippe infiziert, auch Dr. Doom ist verärgert. Kurzerhand verflucht er den verstorbenen Finanzbeamten, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Und so verwandelt sich dieser in einen marodierenden Zombie, der nur ein Ziel hat: Jack Slaughter zur Strecke zu bringen.

Auch in der dritten und vierten Folge sind den Autoren die Ideen noch nicht ausgegangen, und so entfesseln sie in den neuen Abenteuern ein wahres Feuerwerk an schrägen Begebenheiten und bitterbösen Gags. Die ‚Horror-Hörspiel-Sitcom’ veralbert viele der klassischen Horrorfilme und -Serien, angefangen bei den Teenie-Slashern oder Filmen wie „Tanz der Teufel/Armee der Finsternis“, bis hin zu „Buffy – Im Bann der Dämonen“ haben es den Schöpfern von „Jack Slaughter“ die einschlägigen Titel angetan. Und nicht zuletzt bemühen sie immer wieder auch einmal gängige Klischees, denn wer hat nicht schon einmal gefürchtet, dass Finanzbeamte selbst aus dem Grab heraus Steuerhinterzieher verfolgen könnten. Gerade Mr. Strangler ist ein Musterbeispiel und wird von seinem Sprecher gekonnt bösartig in Szene gesetzt, egal ob er nun noch lebt oder zum Zombie geworden ist.
Beide Hörspiele leben letztendlich von den schrägen Figuren und den frechen Wortwechseln. Genre-Fans werden vor allem die kleinen aber feinen Anspielungen auf Filme, Serien und Klischees genießen können.

Auch wenn der eine oder andere Gag etwas flach ist, geraten diese doch niemals unter die Gürtellinie, sind sehr angenehm in der Geschichte verteilt und sorgen wie die überraschenden Wendungen für manche Überraschung. Man merkt den Sprechern die Spielfreude an, die den Dialogen noch mehr Pep gibt. Gerade der lockere, augenzwinkernde Humor und die liebevolle Art, mit der Klischees und Archetypen auf die Schippe genommen werden, macht „Jack Slaughter – Tochter des Lichts“ zu einer gelungenen Parodie auf das Horror-Genre.

Dazu kommen sympathische Helden wie du und ich, ausgezeichnete Sprecher und nicht zuletzt eine immer wieder überraschende Geschichte, die gerade nach dem Cliffhanger des vierten Teils das Warten auf die Fortsetzung noch unerträglicher macht. (CS)

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Jack Slaughter – Tochter des Lichts 03: Das Tor zur Hölle
Jack Slaughter – Tochter des Lichts 04: Virus in Jacksonville

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