Saat der Zerstörung 1

Mike Mignola, Robert Schlunze, Günter Merlau
Saat der Zerstörung

Hellboy 1
LAUSCH (www.merlausch.de)
Spielbuch: Robert Schlunze nach den Comics von Mike Mignola
Regie und Produktion: Günter Merlau
Musik: Günter Merlau, eingespielt vom Hamburger Hörspiel-Orchester
Postproduktion und Sounddesign: Frieder Schölpple
Besetzung: Hellboy – Tilo Schmitz, Adam Cavendish – Günter Merlau, Abe Sapien – Joachim Tennstedt, 1st Sgt. Wittman – Wolf Frass, Liz Sherman – Ranja Bonalana, Lady Cynthia – Dorothea Hagena, Broom – Gerd Samariter, Caleb Cavendish – Martin Schleiß, Magier – Michael Prelle, Sven Olafsen – Roland Floegel, Aron Cavendish – Marco Reinbold, Gibson – Achim Buch, Dr. Manning – Klaus Dittmann, Von Krupt – Robert Schlunze, Lady Cavendish – Ilse Seemann, Obersturmbannf. – Helmut Gentsch, Liz`Mutter – Katinka Springborn
In weiteren Rollen: Dirk Heinrich, Konradin Kunze, Martin Wolf, Wolfgang Berger, Bernd Hölscher, Carlheinz Heitmann, Janet Ivana Sunjic, Svenja Kimbel und Frieder Schölpple
1 CD, Spieldauer 69 Minuten, inkl. 16-seitigem Booklet
empfohlen ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-939600-47-3

(sfbentry)

Es ist im Winter des Jahres 1944, als die Nazis mit Hilfe eines russischen Magiers ein Tor zur Hölle öffnen. Natürlich sind die Alliierten mit von der Partie und versuchen die Pläne der schurkischen Deutschen zu verhindern. Das gelingt auch, doch ein Wesen kriecht aus der Hölle hervor: the boy from hell – Hellboy!

Fünfzig Jahre später hat sich Hellboy zu einem riesigen roten Kerl mit höllischen Kräften gemausert, der im Auftrag der B.U.A.P. (Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen) ermittelt und mit seinem Team übernatürliche Bedrohungen ausschaltet. So wie es aussieht, ist Hellboys nächster Fall sehr persönlich, denn jemand hat seinen Ziehvater ermordet …

„Saat der Zerstörung“ ist die hörbare Umsetzung des Comics von Mike Mignola. Im Gegensatz zum Film „Hellboy“, hält sich LAUSCH stark an die gezeichnete Vorlage. Um jedoch auch Synergie aus dem Spielfilm zu ziehen, hat Produzent Günter Merlau die im Film vorkommenden Stimmen für sein Studio verpflichtet. Allen voran natürlich Tilo Schmitz, der Ron Perlman im Kinofilm „Hellboy“ und in der Animationsserie synchronisierte. Schmitz‘ markante und raue Stimme passt halt wie die Faust aufs Auge.

Auch die anderen Rollen sind gut besetzt. Die feuerschleudernde Liz Sherman wird von Ranja Bonalana gesprochen, die Selma Blair im Film ihre deutsche Stimme lieh und hierzulande – unter anderem – als Synchronsprecherin von Julia Stiles („Die Bourne Identität“, „Mona Lisas Lächeln“) bekannt ist. Auch Fischmensch Abraham „Abe“ Sapien wird von der deutschen Kinostimme gesprochen. Das wäre Joachim Tennstedt, der im Film „Hellboy“ Doug Jones sprach und auch als deutsche Stimme von John Malkovich, Mickey Rourke, Christopher Lambert und vielen anderen Hollywoodgrößen bekannt ist.

Alleine diese drei Synchronsprecher zeigen deutlich auf, um was für eine hochwertige Produktion es sich handelt. Doch auch alle anderen Rollen sind hochkarätig besetzt und die Schauspieler wissen eindeutig, wie man einem Hörspiel Leben einhaucht. Immerhin braucht es dabei etwas andere Anforderungen, als in einem Film, da nur über Sprache und Klänge Stimmungen erzeugt werden können. Der Wegfall der visuellen Komponente ist allerdings kein Nachteil. Im Gegenteil, das Hörspiel ist sogar eindringlicher als der Comic und näher an der Geschichte, als der Kinofilm. Eine Glanzleistung von Günter Merlau, der sich für Produktion, Regie und Musik auszeichnet. Unter anderem spricht er sogar eine Rolle in „Saat der Zerstörung“: Adam Cavendish. Auch Spielbuchautor Robert Schlunze hat eine Sprechrolle. Er gibt Von Krupt zum Besten.

Schlunze hat ganze Arbeit geleistet und eine sehr gute Umsetzung der Thematik geschaffen. Immer wieder gelingt es ihm die Neugierde des Zuhörers zu fesseln, lässt er Hellboy zynisch die Geschichte erzählen oder einen bissigen, humorvollen Kommentar abgeben. Durch Rückblenden aus verschiedenen Winkeln bleibt das Geschehen stets spannend. Überhaupt stehen Spannung und Humor im Mittelpunkt des Hörspiels. „Hellboy“ ist kein düsterer und brutaler Horrorverschnitt, sonder originelle, actionorientierte Unterhaltung. Der Empfehlung „ab 14 Jahre“ solle man folgen.

Auch die Musik ist besonders hervorzuheben, stammt sie doch von Multitalent Günter Merlau, der hier mit dem Hamburger Hörspiel-Orchester zusammenarbeitete. Merlau weiß genau worauf es in einem Hörspiel ankommt. Handwerklich ist also alles vom Feinsten: Die Musik und die Effekte passen, sind harmonisch aufeinander abgestimmt und unterstreichen das Hörspiel. Das macht einfach großen Spaß.

„Saat der Zerstörung 1“ ist der gelungene Auftakt zu einer unterhaltsamen Serie und eine absolute Empfehlung!

(Günther Lietz)

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Saat der Zerstörung Teil 1

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