Süß wie Blut und teuflisch gut

Mary Janice Davidson
Süß wie Blut und teuflisch gut

Betsy Taylor 2
Undead and Unemployed, USA, 2004
Egmont LYX, Köln, 11/2007
TB mit Klappbroschur, Horror, Comedy, 978-3-8025-8124-3, 254/895
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Zeller
Titelgestaltung von HildenDesign, München
Titelillustration von Anke Koopmann unter Verwendung eines Motivs von Shutterstock
Autorenfoto von Privat

www.egmont-lyx.de
www.maryjanicedavidson.net/
www.hildendesign.de
www.ankeabsolut.de/ Seite 22 von 51
www.shutterstock.com

Betsy Taylor verlor bei einem Autounfall ihr Leben – und wachte als Vampir wieder auf. Nachdem sie den Fiesling Nostro besiegen konnte, zur Königin der Vampire erhoben wurde und mit dem attraktiven und berechnenden Eric Sinclair einen Gemahl an die Seite gestellt bekam, den sie gar nicht haben wollte, versucht sie nun, ihr untotes Leben in den Griff zu bekommen. Dabei sind ihr alte und neue Freunde stets behilflich, aber Betsy möchte auf eigenen Füßen stehen.

Darum sucht sie sich einen Job und freut sich riesig, als man sie in einer Boutique als Schuhverkäuferin einstellt. Betsy liebt schicke Markenschuhe über alle Maßen, und nun sitzt sie an der Quelle und genießt auch noch einen Angestellten-Rabatt. Das passt Eric überhaupt nicht, denn er ist der Ansicht, dass seine Königin sich nicht zu solch niederen Tätigkeiten herablassen darf.

Viel Zeit zum Streiten bleibt den beiden jedoch nicht, denn plötzlich fangen Unbekannte an, Vampire zu ermorden. Auch Tina und Monique werden bedroht und können nur knapp entkommen. Obwohl sich Betsy das Amt der Königin nicht gewünscht hat, findet sie, dass es an der Zeit ist einzuschreiten und ihr Volk zu beschützen…

Obwohl die einzelnen Bücher in sich abgeschlossen sind, knüpft die Handlung nahtlos an den vorherigen Band an, so dass es sich empfiehlt, die Bücher der „Betsy Taylor“-Serie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn nur dann weiß man genau, warum sich die Ereignisse in diese Richtung entwickeln konnten und in welcher Beziehung die Protagonisten zueinander stehen.

Die Geschehnisse werden aus der Sicht der Hauptfigur in einem schnoddrigen, jugendlichen Tonfall geschildert. Die Vorbilder der Autorin sind klar erkennbar, und sie scheut sich auch nicht, auf Serien wie „Buffy“ und „Charmed“ anzuspielen oder aus ihnen zu zitieren. Darauf setzt sie noch eine Portion Erotik, denn Eric ist ein extrem gut aussehender, unermüdlicher Lover – und eigentlich mögen sich Betsy und Eric trotz allem Gezicke und Gezanke.

Von Betsy, die als richtiger Super-Vampir präsentiert wird, einmal abgesehen bleiben die anderen Charaktere weitgehend im Hintergrund und haben fest definierte Rollen als Helfer, Mentoren, Störenfriede, Lover usw. inne. Sie sorgen regelmäßig für Parallelhandlungen mit kleinen Höhepunkten, denn freche Kommentare, Kabbeleien und erotische Phantasien allein reichen nicht, um eine Geschichte interessant zu gestalten. Darum muss sich Betsy gleichermaßen um ihr Privatleben, ein Geistermädchen, eine Gruppe Vampir-Jäger, die den Teenager-Superhelden-Teams à la „Power Rangers“ nachempfunden ist, den Drahtzieher, der hinter den Morden steckt, Schuhe und andere Probleme kümmern. Grundsätzlich steht der Humor an erster Stelle, und ein Gag folgt dem anderen.

Diese Mischung gefällt vor allem Leserinnen ab 15 Jahren, deren Vorstellung von Phantastik durch die genannten TV-Serien, mit denen sie aufwuchsen, geprägt wurde und die den flotten Stil mögen. Um Spaß an den „Betsy Taylor“-Bänden zu haben, muss man nicht zwangsläufig ein Genre-Fan, sondern kann durchaus den „Freche Mädchen – freche Bücher“-Titeln entwachsen sein und hier eine Anschlusslektüre suchen.

Wer ein Hardcore-Horror- oder/und –Vampir-Fan ist, dürfte mit traditionellen Romanen, die mehr auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind, besser beraten sein. (IS)

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