Dark – Das dunkle Geheimnis

dark-das-dunkle-geheimnisClaude Merle
Dark – Das dunkle Geheimnis

(sfbentry)
Dark, Frankreich, 2006
Arena Verlag, Würzburg, 01/2009
TB, Schwarze Reihe, Jugendbuch, Action, Thriller, Drama
ISBN 978-3-401-50057-7
Aus dem Französischen von Anke Knefel
Titelgestaltung von knaus

www.arena-verlag.de

Titel erhältlich unter Booklooker.de

In der „Schwarzen Reihe“ von Arena erscheinen Thriller, die sich bereits an ältere Jugendliche wenden, da sie oft genug Themen ansprechen, die für jüngere noch viel zu komplex sind, seien es Dinge wie die Psyche von Serienkillern oder hinterhältige Intrigen im politischen Bereich. Mit Letzterem beschäftigt sich auch „Dark – Das dunkle Geheimnis“ von Claude Merle einem bereits 1938 geborenen Geschichtsprofessor aus Frankreich, der sich mittlerweile ganz dem Schreiben widmet. Innerhalb weniger Stunden werden sechs junge Menschen aus einflussreichen Familien entführt, die bereits einen Beruf ausüben oder studieren. Unter ihnen befindet sich auch Jack Garfield, der Sohn des derzeit amtierenden amerikanischen Präsidenten, eine kostbare Geisel, mit der man den mächtigsten Mann der Welt problemlos erpressen könnte.

Aus aktuellem Anlass nimmt der Stab um Präsident Garfield schnell an, dass das Ausland, insbesondere die Iraner, dahinter stecken, da erst vor kurzem Samira, die beliebte Tochter des dortigen Präsidenten unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen ist und ein ganzes Land trauert. Aus diesem Grunde werden alle Geheimdienste des Landes in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Allerdings scheinen die Entführer ihren Verfolgern immer einen Schritt voraus zu sein; sie narren mehr als einmal FBI, NSA und CIA. Auch einem Informationen sammelnden Programm namens NEMO scheinen die Daten auszugehen. Doch dann gibt es endlich eine Verbindung. Sowohl die Entführten als auch die tote Präsidententochter gehörten als Kinder einer Gruppe an, die sich selbst „Dark“ nannte. Kann es also sein, dass mehr hinter allem steckt, als die erfahrenen Ermittler und Agenten bisher dachten, da auch Allen, der Chef von NEMO, einst zu „Dark“ gehört und wichtige Dinge verschleiert haben könnte?

„Dark – Das dunkle Geheimnis“ erweist sich als ein sehr komplizierter Roman, da der Autor sehr oft die Schauplätze wechselt und dem Leser immer nur kleine Appetithappen und Puzzlesteine hinwirft, die dieser selbst zusammensetzen und sich einen Reim darauf machen muss. Das Buch fordert äußerste Aufmerksamkeit beim Lesen, belohnt aber mit einem Intrigenspiel, das es in sich hat. Man erkennt recht schnell, dass der Dramatis Personae vom Anfang sehr wichtig ist, da man sonst die ganzen Figuren nicht auseinander halten könnte, die in dem Buch auftauchen. So wird letztendlich keine Person wirklich tiefer gehend charakterisiert, alle Figuren werden der Handlung untergeordnet, und ihre Motivation erschließt sich mehr aus den Tatsachen, die nach und nach als Licht kommen, als aus eigenen Worten und Gesten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Ende fast so kryptisch bleibt wie der Anfang des Romans.

Alles in allem vermag „Dark – Das dunkle Geheimnis“ durchaus zu faszinieren, wenn man sich auf die schlaglichtartig in Szene gesetzte Handlung einlassen kann. Und gerade diese verwirrende Komplexität macht das Buch auch für erwachsene Thriller-Fans interessant.

Copyright 2010 © by Christel Scheja (CS)

Titel erhältlich unter Booklooker.de

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