Das letzte Zeichen

Gemma Malley
Das letzte Zeichen
Band 1

The Killables (2012)
cbt Verlag
ISBN 978-3-570-30817-2
Science Fiction, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Übersetzer Friedrich Pflüger
Titelbild Shutterstock
Umschlaggestaltung/Illustrationen zeichenpool*
Umfang 352 Seiten

www.cbt-jugendbuch.de

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Autorenporträt

Gemma Malley wusste schon als Kind, dass sie später Autorin werden würde. Sie studierte Philosophie in Reading, wo sie sich einer Band anschloss, mit der sie in Frankreich und Japan auf Tournee ging. Anschließend arbeitete sie als Journalistin und Beamtin, bevor sie sich endgültig dem Schreiben zuwandte. Gemma Malley lebt mit ihrer Familie in London.

Zum Buch

Das junge Mädchen Evie lebt im Jahr 2065. Die Welt wie wir sie kennen hat ein jähes Ende gefunden und Kriege haben den Planeten verwüstet. Nur die Stadtmauern bieten der Heranwachsenden Schutz vor der gefährlichen Wildnis jenseits der Mauern. Doch auch innerhalb der Mauern ist das Leben nicht gerade leicht. Ständige Überwachung, harte Arbeit und wenig Konsumgüter bestimmen den Alltag der Bürger. Außerdem schwebt über jedem Bürger die andauernde Gefahr der Herabstufung vom System. Alle sind in Kategorien eingeteilt A,B,C und D je nach Reinheit der Bürger. Evie ist ein kleines Rädchen im System und arbeitete in der Verwaltung. Sie ist eine normale Angestellte und der Kategorie B zugeordnet. Bald soll sie nun Lucas ehelichen, der einen hohen Posten im System innehat und der Kategorie A zugeteilt wurde. Doch bedauerlicherweise liebt sie dessen Bruder Raffy, der andauernd in Konflikte mit dem System gerät. Als Raffy dann vom System in die Kategorie K für Killable eingestuft wird bleibt Evie nur eine Möglichkeit …

Fazit

Eine neue Geschichte ganz im aktuellen Trend des Jugendromans. Diese Dystopie spielt sich in nicht einmal allzu ferner Zukunft ab und schafft einen aktuellen Bezug durch einen Wikipediaeintrag aus dem Jahr 2011 gleich zu beginn. Das Konzept an sich ist das übliche Muster: verschiedene Kasten, an deren oberster Spitze natürlich politische Funktionäre stehen. Überwachungsstaat und Verbot der Presse- und Meinungsfreiheit runden das ganze Bild ab. Auch das freie Bewegen ist nicht einmal innerhalb der Grenzen des Gebietes möglich. Inmitten des Ganzen spielt sich – ebenfalls typisch für einen Jugendroman, der sich an junge Mädchen richtet – eine Geschichte rund um Freundschaft und die erste Liebe ab. Trotz des bekannten Konzeptes konnte mich der Roman überzeugen.

Die Charaktere an sich waren stimmig und sorgten bei mir für einige Überraschungen, die ich wirklich nicht hatte kommen sehen. Auch konnte man hier gut dargestellt nachvollziehen, wie sehr Macht selbst gute Absichten korrumpiert und das beste System unterläuft. Ebenfalls konnte man herrlich sehen, wie schnell man Menschen zu Außenseitern macht, wenn sie nicht den eigenen Moralvorstellungen entsprechen. Der Einfluss, den die Kultur und die Gesellschaft auf den Einzelnen, sein Wissen, und seine Ansichten hat, war ebenfalls sehr eindrucksvoll dargestellt. Der offene Schluss frustrierte mich zugegebener Maßen: Denn ich hatte wirklich Blut geleckt und lust auf mehr.

Ein gutes Jugendbuch, rund um eine junge Liebe in einem düsteren Gesellschaftssystem.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

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