Das Mädchenspiel

Alane Ferguson
Das Mädchenspiel

Forensic: Files 1
The Cristopher Killer: A Forensic Mystery, USA, 2006
cbt-Verlag, München, 1. Auflage: 3/2009
PB mit Klappbroschur, Jugendbuch, Krimi, 978-3-570-16011-4, 270/1295
Aus dem Amerikanischen von Coralie Brandt
Titelgestaltung von init.büro für gestaltung, Bielefeld unter Verwendung eines Fotos von Brock Hanson/Getty Images und einer Illustration von Jiho Sohn
Autorenfoto von privat

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Die 17-jährige Cameryn Mahoney lebt zusammen mit ihrem Vater, dem örtlichen Leichenbeschauer, und ihrer Großmutter in einem kleinen Nest in Colorado. Die Mutter verließ die Familie vor vielen Jahren und ist zu einem Thema geworden, an dem man besser nicht rührt. Cameryn hat beste Noten in der Schule und träumt davon, Gerichtsmedizinerin zu werden.

Schließlich gelingt es ihr, den Vater zu überzeugen, sie als Assistentin einzustellen und zu seinem neuen Fall, einer Wasserleiche, mitzunehmen. Cameryn macht sich sogleich nützlich, doch der Anblick des Toten – den man ihr hatte ersparen wollen, aber sie war zu neugierig – setzt ihr mehr zu, als sie gedacht hätte. Zeuge ihrer Schwäche wird jedoch nur der neue Deputy Justin Crowley, den ihr Vater aus irgendeinem Grund nicht leiden kann.

Es kommt aber bald noch schlimmer: Rachel Geller, mit der zusammen Cameryn kellnerte, wird tot aufgefunden. Die Indizien weisen darauf hin, dass sie das Opfer eines Serientäters geworden ist, der durch das Land reist und bei jeder Leiche eine kleine Christopherus-Münze zurück lässt. Cameryn ist erschüttert, verspricht aber der toten Freundin, den Mord aufzuklären.

Allerdings ist der Chef der Gerichtsmedizin zu borniert, um dem, was Cameryn entdeckt, auch nur Beachtung zu schenken. In Folge recherchiert sie auf eigene Faust, als das Medium Dr. Jewel auftaucht und Hinweise gibt, die einen Mitschüler, der glücklos in Rachel verliebt war, belasten. Dadurch bringt sie sich in große Gefahr und könnte schon bald das nächste Opfer des Christopherus-Killers werden…

Seit einer geraumen Weile beschreiben Krimi-Serien nicht mehr nur die Polizei-Arbeit, sondern schildernd, wie die Gerichtsmedizin Beweis um Beweis sicherstellt, um den Täter überführen zu können. Aus dem TV kennt man „Quincy“, die „CSI“-Reihen, und auch in „Akte X“ verdankt man so manche Erkenntnis den Forensikern. Um auf das Interesse der Zuschauer zu antworten, erschienen Bücher zu den Serien, aber auch eigenständige Romane zu dem Thema wie die Reihe „Forensic:
Files“, die nicht nur für jugendliche Leser spannende Geschichten bietet.

Der eigentliche Fall, die Aufklärung der Christopherus-Morde, ist eingebettet in den ganz normalen Alltag der Protagonisten, der seinerseits mit einigen Geheimnissen aufwartet. Ferner wird die Frage gestellt, ob den Hellsehern, mit denen die Polizei gelegentlich kooperiert, tatsächlich über besondere Fähigkeiten verfügen oder ob sie nur Scharlatane sind. Cameryn, die Hauptfigur, ist eine starke, selbstbewusste Frau, die nichts von diesem Humbug hält, doch die Vorstellung von Dr. Juwel weckt Zweifel an zwei Menschen, die sie kennt.

Cameryn kann und will nicht glauben, dass die Andeutungen zutreffen könnten. Außerdem will sie den wahren Täter finden. Nachdem zunächst sachlich und kompetent die Arbeit der Gerichtsmediziner beschrieben wurde, ohne dass dabei unnötiges Grauen erzeugt oder den Toten ihre Würde genommen wurde, wird es ab diesem Punkt richtig spannend. Als Cameryn in Lebensgefahr gerät, ist es ausgerechnet die Person, die am wenigsten von ihren Ambitionen begeistert ist, die dafür sorgt, dass Hilfe rechtzeitig zur Stelle ist.

Man nimmt nichts vorweg, wenn man verrät, dass die Geschichte ein gutes Ende nimmt – das besorgt schon der Klappentext, der darauf verweist, dass weitere Bücher mit Cameryn folgen werden -; als Leser hätte man es auch nicht anders gewünscht. Nebenbei wird noch ein Familiendrama aufgeklärt, und Justin ist daran beteiligt.
Seine Beziehung zu Cameryn kann, muss aber nicht eine romantische Richtung einschlagen. Fürs Erste verzichtet die Autorin darauf, um nicht die sachliche und packende Atmosphäre aufzuweichen. „Das Mädchenspiel“ soll ein Krimi sein und ist es auch.

Der Titel wendet sich an Leserinnen und Leser ab 14 Jahren, die spannende und realistische Lektüren mit überzeugenden Protagonisten zu schätzen wissen. Alane Ferguson schafft es, durch ihren routinierten Stil, sachliche Beschreibungen, die nicht zu viele und nicht zu wenige fachliche Erläuterungen und Begriffe beinhalten, und die gelungene Mischung aus Krimi und Alltag/Familiengeheimnis an das Buch zu fesseln bis zur letzten Seite. Daher darf man „Das Mädchenspiel“ allen Genre-Fans empfehlen. (IS)

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Forensic Files – Das Mädchenspiel

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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1. Toni Palier
2. Astrid Vogelbauer
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