Echt wahr?

Antje Damm
Echt wahr?

Moritz Verlag, Frankfurt/Main, 08/2014
HC im Klein- und Querformat
Kinderbuch, Pädagogik
ISBN 978-3-89565-286-8
Titelgestaltung von N. N.
Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

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Darf man lügen – oder nicht? Diese Frage beschäftigt Kinder genauso wie Erwachsene und seit Generationen eine Vielzahl von Philosophen. Eine eindeutige Antwort konnte allerdings noch keiner geben.

Im Prinzip halten sich die meisten daran, eine Lüge zu vermeiden, auch wenn das bedeutet, zu einer Angelegenheit stehen zu müssen, die unangenehm ist, denn die Situation wird für den Betreffenden eher noch schlimmer, wenn er schweigt oder die Unwahrheit sagt und dann doch alles herauskommt. Beispiele hierfür gibt es viele, bei denen es sich um Kleinigkeiten, aber auch sehr ernste Dinge handeln kann: das Abschreiben bei einer Klassenarbeit, wenn man etwas genommen hat, das einem nicht gehört, und die Schuld einem dritten gibt, ein Autounfall mit Fahrerflucht usw.

In einigen Fällen wird zu einer Notlüge gegriffen, um jemand anderen nicht zu beleidigen, zu verletzen oder zu ängstigen. Soll man der besten Freundin sagen, dass sie in ihrem neuen Kleid wie eine Blutwurst kurz vor dem Platzen aussieht, bevor andere über sie lachen, oder behaupten, sie sähe gut darin aus, damit sie nicht traurig ist? Ist es besser, einen Todkranken zu beruhigen oder ihm mitzuteilen, dass ihm nur noch wenige Tage bleiben?

Eine Lüge kann großes Unheil heraufbeschwören. Man denke nur an Walter Ulbricht und seinen viel zitierten Satz: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ (S. 57). Wenig später nahm der Unrechtstaat DDR seine Bürger durch Mauern und Zäune gefangen, terrorisierte, inhaftierte und beseitigte jene, die sich dem Regime nicht stillschweigend beugten. Eine Lüge kann aber auch Leben retten. Als kleiner Junge in Nazi-Deutschland leugnete Samuel Perel, dass er ein Jude ist. Man deportierte ihn nicht in ein KZ, und er überstand die schreckliche Zeit (S. 42).

Das Büchlein „Echt wahr?“ bietet eine Vielzahl solcher Beispiele. Einige sind witzig, andere traurig. Allen gemein ist, dass sie zum Nachdenken anregen, sowohl junge Leser ab 6 Jahre, aber auch Erwachsene. Am besten liest man den Band gemeinsam und diskutiert dann über die Texte, die auch kein Patentrezept bieten, was nun richtig oder falsch ist. Es kommt eben immer auf die Situation an. Aufgelockert werden die einzelnen Worte, Zitate und kurzen Erzählungen durch dazu passende Bilder auf der gegenüberliegenden Seite.

„Echt wahr?“ ist ein empfehlenswertes Buch für Familien mit kleinen Kindern, aber auch für den Kindergarten und die Grundschule. Als Lektüre ist der Titel bereits für Leseanfänger geeignet, doch können Kinder und Erwachsene gemeinsam darin lesen und die Bilder betrachten und neue Erkenntnisse gewinnen durch die Diskussion.

Copyright © 2014 by Irene Salzmann (IS)

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