Klimawandel

000004Ruth Omphalius & Monika Azakli
Klimawandel

Arena Bibliothek des Wissens – Aktuell
Arena Verlag, Würzburg, 6/2008
TB, Kinder-/Jugendbuch, Sachbuch, Gesellschaft & Umwelt aktuell, 978-3-401-06219-8, 146/895
Titelillustration von Klaus Steffens
Innenillustrationen von Heidrun Boddin
www.arena-verlag.de

Im letzten Jahr hat der Arena Verlag eine Buchreihe gestartet, die sich mit aktuellen Themen beschäftigt, die in aller Munde sind, aber nicht wirklich in vollem Ausmaß erfasst werden. So kennt jeder die Begriffe „Globalisierung“ und „Klimawandel“ – was aber steckt nun wirklich dahinter?

Die Sachbücher der „Arena Bibliothek des Wissens – Aktuell“ versucht, Kindern und Jugendlichen die oft komplexen Themen gut verständlich und kompakt zu vermitteln, damit diese nicht länger unverständlich und damit für den eigenen Alltag unwichtig bleiben.

So stellen die Autorinnen des Buchs „Klimawandel“ am Anfang auch die Fragen: Was geht mich persönlich eigentlich die Veränderungen im Wetter an? Bekomme ich die Auswirkungen auch zu spüren, oder kann er mir egal sein?

Um die Zusammenhänge zu erklären, beginnen sie mit einer Begriffsdefinition: ‚Wetter’ ist das, was wir alltäglich zu spüren bekommen; Wind, Sonne, Regen oder Schnee und was nicht so genau vorher zu sagen ist. ‚Witterung’ umfasst die allgemeine Wetterlage, die in einer bestimmten Gegend über einen Zeitraum von Tagen oder auch Wochen vorherrscht, z. B. in einer bestimmten Jahreszeit.

Das ‚Klima’ schließlich beschreibt den typischen jährlichen Ablauf der Witterung in einer bestimmten Region der Erde. Nicht umsonst spricht man von den vier Jahreszeiten in gemäßigten Breiten, während in subtropischen und tropischen Gegend gerade einmal zwischen Trocken- und Regenzeit unterschieden wird. Das ‚Klima’ kann auch durch die geologische Lage einer Region bestimmt werden. So hat das Hochland von Tibet gleichzeitig eine ganz andere Witterung als die subtropischen Landschaften Indiens oder Ostasiens, die auf etwa den gleichen Breitengraden liegen.

Man erfährt, dass die Erde nicht immer das gleiche Klima hatte sondern im Verlauf der Erdgeschichte von einem Extrem zum anderen pendelte – vom Eisblock zu einer tropischen Welt ohne Eis an den Polen, je nach Entwicklung der Atmosphäre, die ebenfalls kein statisches Gebilde und aus verschiedenen Schichten ist.

Schließlich kommen sie auf die Bedeutung der Ozeane zu sprechen, der großen Wettermaschine, die durch ihre Strömungen auch das Klima und die Winde beeinflusst – und wie sie durch das Eingreifen des Menschen nachhaltig gestört wurde. Die Autorinnen machen deutlich, welche Auswirkungen die Verbrennung fossiler Stoffe auf das Klima hatte, wie der so genannte ‚Treibhauseffekt’ überhaupt erst entstanden ist und was neben dem Abschmelzen der Polkappen und der Gletscher die Folgen sein werden.

Ab hier nehmen sie auch den Leser in die Verantwortung und machen jedem einzelnen klar, was er im Kleinen tun kann, um den Klimawandel zu verlangsamen und abzuschwächen – neben der großen Politik, die zunehmend auch den Umweltschutz als wichtiges Thema erachtet. Geologische und meteorologische Zusammenhänge werden ebenso anschaulich wie einfach erklärt. Immer wieder helfen Beispiele aus dem Alltag dabei, die Informationen noch verständlicher und nachvollziehbarer zu machen. Von Kapitel zu Kapitel versteht man mehr, wie das eine das andere beeinflusst, und warum auch kleine Aktionen – wenn viele sie unternehmen -, eine positive Auswirkung haben können.

Nicht nur Kinder ab etwa zehn Jahren werden auf die eine oder andere Tatsache gestoßen, auch viele Erwachsene werden Informationen finden, die ihnen bisher unbekannt waren. Das macht „Klimawandel“ zu einer ebenso spannenden wie lehrreichen Lektüre, die man durchaus auch als Grundlage für den Schulunterricht und Diskussionen in Jugendgruppen verwenden kann. (CS)

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