Marias letzter Tag

Alexandra Kui
Marias letzter Tag

cbt
in der Verlagsgruppe Random House GmbH
ISBN 978-3-570-16317-7
Jugendbuch
Erschienen 02. März 2015
Umschlaggestaltung: semper smile, München
Umschlagmotive: Shutterstock (Liashko, OhHishiapply)
Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten
Altersempfehlung ab 14 Jahren

www.cbt-buecher.de
www.alexandra-kui.de

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Die Autorin:

Alexandra Kui wurde 1973 in Buxtehude geboren. Sie studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Sozialgeschichte in Hamburg und arbeitete für verschiedene Tageszeitungen, bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. Nach den Krimis „Blaufeuer“, verfilmt fürs ZDF unter dem Titel „Der Tote im Watt“, und „Wiedergänger“ erschienen inzwischen drei Jugendthriller, „Lügensommer“, „Falsche Nähe“ und „Stille Feindin“. Mit „Marias letzter Tag“ veröffentlicht die Autorin, die auf der Geest bei Hamburg lebt und zuletzt für „Die Welt ist eine Scheibe“ von den Kritikern hochgelobt wurde, ihren ersten literarischen Roman bei cbt.

Das Buch:

Maria und Lou sind beste Freundinnen. Als das das Schicksal zuschlägt und Maria einen Unfall hat und danach im Koma liegt, versucht Lou das zu verarbeiten und eröffnet unter dem Titel „Marias letzter Tag“ einen Videoblog. Es mutet seltsam an, dass Lou in ihrem You-Tube-Channel dazu aufruft jeden Tag so zu leben, als ob er der letzte Lebenstag sei. Damit fordert sie sich selbst und andere auf, sich von allen Ängsten zu befreien. Verständlich wird das, wenn man Lou und ihr bisheriges Leben betrachtet. Sie ist in einer Familie aufgewachsen, in der es sehr vorsichtig zugeht und in der die Angst vor Krankheiten und dem Tod immer sehr thematisiert wurde. Sie ist sozusagen geprägt von Angst und möchte sich nun von dieser Angst lossagen. Allerdings läuft dieses Experiment etwas aus dem Ruder, denn sowohl Fremde als auch Bekannte überschlagen sich mit ihren Klicks und Berichten auf dem Blog und neigen dazu sich in übertriebenen Mutproben und Aktionen zu beweisen, was sie alles können. Obwohl Lou eigentlich klar sein müsste, dass der Blog nicht der richtige Weg ist und er nicht das Ergebnis bringt, was sie sich wünscht, bleibt sie lange Zeit einfach untätig.

„Marias letzter Tag“ zeigt dem Leser Wirkung und Möglichkeit des Internets auf. Wie schnell kann hier etwas missverstanden werden und wie schwer ist es, dies wieder rückgängig zu machen. Das Spiel mit der Angst hat, wie vieles in unserer Welt, zwei Seiten und man sollte auch immer beide Seiten betrachten. Hier aber wird die Angst auf Lous Blog nur sehr einseitig beleuchtet, sie wird als ein ausschließlich negativer Aspekt dargestellt.

Lou ist als Charakter ein ungewöhnliches Mädchen. Sie hat ebenfalls zwei Seiten und ist nicht in Gänze die nette Freundin, die sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Das zeigt sich in vielen Dingen, die sie tagtäglich tut und auch in Rückblicken auf die Freundschaft.

Die Geschichte selbst kommt in einem ungewöhnlichen, sehr jugendlichen Stil daher, der sicherlich nicht jedem Leser liegen mag. Hier muss man sich auf Gedankensprünge einlassen können und sich mit Lou auf eine Person einstellen, die nicht als Sympathieträgerin daherkommt. Mir persönlich ist der Erzählstil dieser Geschichte einfach zu eigenwillig. Dennoch habe ich aus dieser Geschichte für mich etwas mitgenommen: Angst ist ein Teil des Lebens und Leben besteht nicht nur aus Angst, kann aber auch nicht komplett ohne sie auskommen. Weder ein Leben in ständiger Angst noch eines ohne sie ist wahres Leben.

Copyright © 2015 by Iris Gasper

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