MEHR ICH. 120 todsichere Tipps für mehr Drama, Sex und Brokkoli

Ana Benaroya
MEHR ICH. 120 todsichere Tipps für mehr Drama, Sex und Brokkoli
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120 Ways to Annoy Your Mother (And Influence People), GB, 2014
Moses. Verlag/Cat in the Moon, Kempen, 09/2015
PB, Jugendbuch, Spaßbuch, Aktivbuch, Schreiben & Zeichnen
ISBN 978-3-89777-836-8
Aus dem Englischen von Ingrid Ickler
Titelillustration und bunte Zeichnungen im Innenteil von Ana Benaroya
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www.moses-verlag.de
www.cat-in-the-moon.de
www.anabenaroya.com

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Der – deutsche – Titel „MEHR ICH. 120 todsichere Tipps für mehr Drama, Sex und Brokkoli“ verspricht mehr, als das Buch letztendlich hält. Sex kommt gar nicht vor, Brokkoli bloß am Rande und Drama ab und zu. In erster Linie findet man oft einander widersprechende ‚Tipps‘, die mit einem Augenzwinkern vorgetragen werden und über die man lachen soll. Selbst eingefleischten „Alf“-, „Eine schrecklich nette Familie“-, „Two and a half Man“-, „Ally McBeal“- etc.-Fans dürfte der Inhalt zu abgedreht, skurril und vor allem nicht für die eigene Altersgruppe geeignet erscheinen. Hätte man den viel treffenderen englischen Originaltitel „120 Ways to Annoy Your Mother (And Influence People)“ ins Deutsche übersetzt, wäre sogleich klar gewesen, dass es sich um ein locker-flockig-verrücktes Buch für Teenager (drum kein Sex!) handelt, die wohl eher noch über die enthaltenen kruden Scherze grinsen und innerhalb dieses Rahmens über andere ‚ablästern‘ können.

An sich ist der Band ja ganz liebevoll mit krakeligen Zeichnungen in bunten Farben und ‚handgeschriebenen’ Texten versehen. Auch merkt man, dass die Künstlerin typische Verhaltensweisen junger Menschen überspitzt darstellt und auf die Schippe nimmt. 12- bis 14-jährige Mädchen mögen sich eventuell in dem einen oder anderen wiedererkennen und über sich selbst lachen. Zum kreativen Spaßhaben und Lästern lädt auch der viele freie Platz ein mit verschiedenen Aufforderungen, z. B. soll man das Porträt einer Frau möglichst heftig stylen, eine Romanze mit einer Tasse Kaffee erfinden, zwei Personen zeichnen, denen man vorspielen könnte, dass man sie sympathisch findet, ein schwarzes Herz und das eigene Gesicht als Drama-Queen malen sowie eine ganze Seite mit dem Satz „Ich bin ein geduldiges, sensibles Wesen“ voll schreiben.

Entsprechend ‚sinnvoll‘ lesen sich natürlich auch die ‚Tipps‘: „Wie man seine Frisur ruiniert. 1. Auf keinen Fall kämmen. 2. Schwitzen, schwitzen, schwitzen. 3. Dein Haar ist das ideale Versteck! (für Kaugummi, Pizzareste, kleine Tierchen). 4. Alle 3 Monate eine Strähne abschneiden. Asymmetrie beachten! (Wartezeit für die optimale Wirkung: 9 Monate).“ Na ja, wer das lustig findet …

Man weiß beim besten Willen nicht, wem man dieses Buch empfehlen kann. Vielleicht ist der deutsche Humor doch anders gestrickt als der britische, wenn man weder die Texte noch die Zeichnungen witzig findet. Auch am Geschmack der meisten Teenager dürften diese Späße vorbeigehen. Am besten blättert man ein wenig in dem Band, um sich einen Eindruck vom Inhalt zu machen und entscheiden zu können, ob man selbst oder jemand aus dem Familien- und Bekanntenkreis tatsächlich diesen Titel für den absoluten Hit halten würde.

Copyright © 2016 by Irene Salzmann (IS)

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