Schicksalsfenster

Roswitha Pörings
Schicksalsfenster

(sfbentry)
E-Book
Amazon, Kindle-Edition
Jugendroman
ca. 241 Seiten
ISBN: keine ISBN-Nummer vergeben

www.roswitha-poerings.de

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Was wäre, wenn man verhindern könnte, dass geliebte Menschen bei einem Unfall zu Schaden oder sogar ums Leben kommen?

Caro und Lia sind seit Jahren die besten Freundinnen. Aber auch Caro kann ihre Freundin nicht trösten, als Lias geliebte Tante und ihr Mann bei einem Autounfall sterben. Lias Cousin Thomas hat als einziger überlebt und wird von nun an bei Lia und ihren Eltern wohnen. Nachdem einem Streit zwischen den Freundinnen, wendet sich Caro Gregor, einem kleinkriminellen Haudrauf, zu. Die vernünftige 15-jährige erkennt schnell, dass er nicht der richtige Umgang für sie ist und lernt schließlich Lias Cousin Thomas kennen. Die beiden kommen sich näher. Doch auch der Umgang mit ihm gestaltet sich kompliziert.

Als ich das erste Kapitel gelesen habe (da schildert die Autorin Lias gedrückte Stimmung), dachte ich: „Oh nein, das geht aber jetzt nicht die ganze Zeit in dieser Depri-Stimmung weiter, oder?“ Um das schon mal vorweg zu nehmen: Nein, ging es nicht. In „Schicksalsfenster“ dreht sich alles um drei Hauptpersonen: Lia (13), Caro (15) und Thomas (15). Natürlich spielt auch die Anziehungskraft zwischen Jungen und Mädchen in der Pubertät eine Rolle – genauso wie das Verhältnis zwischen diesen Teenagern und ihren Erziehungsberechtigten. Vor allem Thomas tut sich hier schwer, da er bisher mit vielen Freiheiten in Duisburg lebte und nun sein Dasein in einem winzigen Kaff fristet.

Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern, deshalb verrate ich nur so viel: Die Geschichte ist realistisch aufgebaut und könnte sich so zutragen – bis auf ein einziges Fantasyelement. In diesem Punkt ist „Schicksalsfenster“ mit der Silber-Trilogie von Kerstin Gier zu vergleichen. Bei „Silber“ besuchen sich die Charaktere gegenseitig in ihren Träumen, bei „Schicksalsfenster“ ist es … aber das wollte ich ja nicht verraten.

Die Autorin schildert die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven: aus der von Caro und aus der von Thomas. Beide berichten in der Ich-Form, aber man erkennt sofort, wer die Ereignisse gerade schildert. Der Wechsel der Perspektiven macht „Schicksalsfenster“ auch interessant, da die Leser dadurch oft einen Wissensvorsprung vor den Charakteren haben.

Die Kapitel sind schön kurz gehalten. Das Buch eignet sich also ideal, um es im Bus oder in der Bahn zu lesen – selbst, wenn man nur kurze Strecken fährt. „Schicksalsfenster“ ist der Debutroman von Roswitha Pörings. Die Autorin ist Jahrgang 1983 und lebt mit ihrer Familie im mittelfränkischen Roth.

Fazit

Ich habe es nicht bereut, „Schicksalsfenster“ zu lesen. Wenn man Jugendromane mag – und das ist die Voraussetzung für dieses Buch – dann findet man hier kurzweilige Unterhaltung. Das Ende des Buches (keine Sorge, ich verrate nicht, wie es ausgeht!) lässt eigentlich auch Raum für eine Fortsetzung, aber ich weiß nicht, ob die Autorin Pläne in der Richtung hat.

Copyright © 2014 by Jasmin Zipperling (JZ)

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