An die Töpfe, gärtnern, los! – Praxiswissen und Ideen fürs urbane Gärtnern

Gudrun Ongania
An die Töpfe, gärtnern, los! – Praxiswissen und Ideen fürs urbane Gärtnern

Haupt Verlag, Bern (CH), 03/2014
Hardcover
Sachbuch, Garten/Natur & Tier, Essen & Trinken
ISBN 978-3-258-07835-9
Titelgestaltung von Doris Wiese, Bollschweil
Titelfoto und Fotos im Innenteil von Johanna Muther, Zürich
Illustrationen im Innenteil von Roberta Bergmann & Tonia Wiatrowski

www.haupt.ch
www.vegandthecity.ch
www.johannamuther.com
www.tatendrang-design.de

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Wer in der Stadt wohnt, hat selten das Glück, ein Häuschen oder eine Wohnung mit Garten zu finden oder einen Schrebergarten zugeteilt zu bekommen, um ein wenig Gärtnern zu können. Gudrun Ongania möchte mit dem vorliegenden Buch zeigen, dass man sich auch schon auf kleinstem Raum, auf einer schmalen Terrasse, einem Balkon oder auch nur auf dem Fensterbrett ein Stückchen Natur schaffen kann. Die schönen Farbfotos von Johanna Muther, die ungewöhnliche Garten- und Pflanzideen festgehalten haben, sollen inspirieren und die Lust wecken, es einfach einmal zu probieren. Inzwischen gibt es Gemüse- und Obstzüchtungen, die sich auch in Töpfen wohlfühlen, und Behältnisse, die wenig Platz benötigen. Selbst in leerem Verpackungsmaterial lässt sich manches preiswert ziehen.

Was sehr gut an diesem Buch gefällt, ist, dass der Leser und potentielle Gärtner nicht sofort losgeschickt wird, um Topf, Schaufel, Erde und Saatgut zu holen, sondern dass er aufgefordert wird, sich erst einmal Gedanken darüber machen soll, wie viel Platz er zur Verfügung hat, wie es um die Licht- und klimatischen Verhältnisse bestellt ist, wie viel Zeit er selber ins Gärtnern stecken möchte, ob er lieber einen Nutz- oder Ziergarten für wie viele Personen hätte, ob er Nachbarn hat, mit denen er sich austauschen und bei denen er Rat einholen kann. Eine Checkliste hilft zu ermitteln, welcher Gartentyp man ist.

Natürlich klapp nicht alles schon beim ersten Mal. Es wird empfohlen zu planen, wie der Kleingarten aussehen soll, was man wo pflanzen möchte, denn es ist sinnlos, Pflanzen ziehen zu wollen, die ganz andere als die gegebenen Bedingungen für ihr Gedeihen benötigen. Auch sollte man auf die richtigen Gefäße, Erden und Pflanzzeiten achten. Wichtig ist außerdem, nicht den Mut zu verlieren, wenn der Hagel einen Teil der Pflanzen zerstörte, Ungeziefer und Krankheiten auftreten oder etwas nicht so recht wachsen will. Vielleicht hat jemand aus dem Bekanntenkreis einen Tipp. Die Praxis beginnt anschließend mit der Vorstellung verschiedener Pflanzgefäße, Hinweisen zu Gartengeräten, Erden, dem richtigen Befüllen der Töpfe, guten und schlechten Nachbarpflanzen (d. h. solchen, die sich gegenseitig vor Schädlingen schützen bzw. sich behindern), Fruchtfolgen, Aussaatseiten, Anzuchtmethoden, die Pflege u. v. m. – Hier finden vor allem Neulinge sehr viel Wissenswertes! Es folgen ganz spezielle Pflanztipps, beispielsweise für Kartoffeln im Sack oder Kübel, Zucchini in einer Kiste und in Etagen angelegte Kräuter. Auch einige Rezepte sind angegeben, darunter „Kräuterpesto“, „Tomatenbrotsalat“, „Bunte Kartoffelchips“.

Schnell gemacht sind „Überbackene Salbeiblätter“ (von Anna Schneider):
Aus 1 Ei, 1 Pr. Salz, 60 g Mehl, 1 dl Wasser oder Bier einen Teig anrühren. 10 – 15 Salbeiblätter mit Stiel eintauchen und in ausreichend Fett goldgelb backen. Warm und mit wenig Salz bestreut servieren.

Darüber hinaus bietet das Buch (Internet-) Adressen von Gartenforen, Bezugsadressen für Zubehör und Pflanzen, eine Liste mit weiterführenden Büchern, URLs mit nützlichen Videos, einen Pflanzkalender und Raum für eigene Skizzen und Einträge.

„An die Töpfe, gärtnern, los!“ verspricht nicht zu viel. Wer wenig Platz und überhaupt keine Erfahrung mit dem Gärtnern hat, bekommt alles, was man wissen muss, von der Pike auf erklärt, ergänzt durch viele nützliche Ratschläge und Anregungen. Ein tolles Buch, das sofort Lust macht, den Balkon oder die Terrasse sinnvoll zu begrünen und eigenes Obst, Gemüse und Kräuter zu ziehen.

Copyright © 2014 by Irene Salzmann (IS)

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