gut gekocht! – Das Grundkochbuch

Cornelia Schinharl
gut gekocht! – Das Grundkochbuch

Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co. KG, Stuttgart, 09/2010
SC im Querformat, Sachbuch, Essen & Trinken
ISBN 978-3-440-12240-2
Titelgestaltung von Gramisci Editorialdesign, München unter Verwendung eines Fotos von Alexander Walter
265 Fotos von Alexander Walter
Foodstyling von Michael Pannewitz und Simon Philipp Kresse, Ausstattung und Requisiten von Natascha Sanwald

www.kosmos.de
www.kosmos.de/gut-gekocht

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Wer Freude am Kochen und Backen hat, dazu gern abwechslungsreiche Speisen auf den Tisch bringt, findet eine große Auswahl an entsprechenden Büchern zu den verschiedensten Themen. Was darüber jedoch immer mehr verloren geht, sind die traditionellen, grundlegenden Rezepte und das Wissen, wie man z. B. Bratkartoffeln schön knusprig brät, eine klare Brühe erhält, eine sämige Sauce herstellt. „gut gekocht! – Das Grundkochbuch“ verrät die Geheimnisse und Küchentricks unserer Mütter und Großmütter, die noch nicht auf zahlreiche Konviniensprodukte, Gerichte aus der Tiefkühltruhe usw. zurückgreifen konnten, und der Profis. Vorgestellt werden daher bekannte Rezepte, versehen mit einer nachvollziehbaren Anleitung; auf übertrieben exotischen Schnickschnack wurde bewusst verzichtet. Der Inhalt gliedert sich in die Rubriken „Brühen, Suppen und Saucen“, „Eier“, „Fisch und Meeresfrüchte“, „Fleisch und Geflügel“, „Gemüse und Kartoffeln“, „Hülsenfrüchte“, „Reis und Getreide“, „Pasta, Pizza & Co.“, „Süßes Finale“, ergänzt um eine „Mengen- und Menülehre“ und ein Stichwortregister.

Zu jedem Rezept, das meist für 4 Personen gedacht ist, gibt es eine Zutatenliste und eine ausführliche, leicht verständliche Schritt für Schritt-Anleitung einschließlich einer Zeitangabe. Hinzu kommen ein oder zwei Vorschläge, wie man das Rezept variieren kann. Auch ein ergänzendes Rezept, wie man übrig gebliebene Zutaten verwertet, ist mitunter vorhanden. Ferner gibt es Produktinformationen und Hinweise zu den Küchengeräten. Farblich hervorgehoben sind die Tipps „das ist wirklich wichtig“, die außerdem durch anschauliche Fotos (Kreditkartengröße bis doppelseitig) ergänzt werden – und das ist tatsächlich hilfreicher als eine Abbildung des fertigen Gerichts.

„Fischfond“, „Pesto Verde mit Basilikum“, „Vanillesauce selbst gemacht“, „Forelle blau“, „Jacobsmuscheln auf Salatbett“, „Tintenfische gefüllt & gegrillt“, „Schweinefleisch mit Ananas“, „Rehrücken mit würzigen Zwetschgen“, „Gebratene Ente aus dem Ofen“, „Schwarzwurzeln mit Orangensauce“, „Kohlrouladen mit Hackfleisch“, „Kartoffelrösti aus der Schweiz“, „Dicke Bohnen mit Minzbutter“, „Linseneintopf mit Salsicce“, „Falafel im Fladenbrot“, „Risotto mit Rhabarber“, „Couscous mit Gemüseragout“, „Getreidebratlinge mit Gemüse“, „Nudeln selber machen“, „Lasagne ganz klassisch“, „Pfannkuchen einfach gut“, „Schokoladeneis mit Schokostückchen“, „Bayerische Creme mit Fruchtsauce“, „Panna Cotta mit Erdbeersauce“ u. v. m. zeigen, dass wirklich alle Bereiche abgedeckt werden und für jeden Geschmack etwas dabei ist. Allein die ‚Kuchenbäcker„ hat man hier ausgeklammert.

Lecker und schnell zubereitet ist die „Pizza Margherita“, die als Basis für viele Pizza-Varianten dient: Aus 12 g Hefe, 400 g Mehl und etwas für die Arbeitsfläche, 1 TL Salz, 1 EL Olivenöl und 175 ml lauwarmes Wasser knetet man einen Pizzateig und lässt ihn eine Stunde zugedeckt gehen. Die Teigkugel anschließend halbieren, beide Portionen rund ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Für den Belag schneidet man 200 g Mozarella in Streifen, mischt ihn mit Salz, Pfeffer und 1 EL Olivenöl. 500 g Tomaten häuten, würfeln, dann mit 1 EL Olivenöl und 1 TL Oregano in einem Topf 10 min einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Teig mit der Tomatensauce bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei 250°C backen. Pizza heraus nehmen, mit dem Käse belegen und mit 1 EL Olivenöl beträufeln. Weitere 3 – 5 min backen und die fertige Pizza mit den Blättchen von einem Bund Basilikum garnieren.

Für „Pizza Funghi“ belegt man die Pizza zusätzlich mit 200 g in dünne Scheiben geschnittenen Champignons; bei der „Pizza Rucola“ ersetzt man vor dem Servieren das Basilikum durch Rucola und auf Wunsch mit dünnen Schinkenscheiben. „Das ist wirklich wichtig“: wie man einen schönen Hefeteig herstellt und ihn formt, die Pizza muss frisch serviert werden, damit sie knusprig und saftig bleibt, am besten zerteilt man sie mit einem Pizzaschneider. Hält man sich an die Ratschläge, kann nicht viel schief gehen, und man hat wirklich „gut gekocht!“ Selbst vor Rezepten, an die man sich nicht heran wagte, weil sie sich viel zu kompliziert anhören, braucht man keine Angst mehr zu haben.

„gut gekocht! – Das Grundkochbuch“ hält, was der Titel verspricht. Es wendet sich gleichermaßen an Anfänger wie auch an Köche mit etwas mehr Erfahrung, denn es findet sich so mancher Kniff, den man doch noch nicht kannte. Schätzt man gutes Essen und die traditionelle Küche, wird man von diesem schön gestalteten, wirklich gelungenen Kochbuch begeistert sein.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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