Heilkräuter im Garten – pflanzen, ernten, anwenden

Thomas Pfister & Reinhard Saller, Astrid Fischer, Barbara M. Holzer, Jürgen Reichling, Matthias Rostock, Bernhard Uehleke
Heilkräuter im Garten – pflanzen, ernten, anwenden

Haupt Verlag, Bern (CH), 03/2014
Großformatiges HC
Sachbuch, Natur/Garten & Heilkunde/Therapie, Essen & Trinken
ISBN 978-3-258-07830-4
Titelgestaltung von pooldesign.ch, Zürich
Fotos im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.haupt.ch

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Schon seit einer geraumen Weile besinnen sich immer mehr Menschen zurück auf ein Wissen, das für unsere Großeltern noch selbstverständlich war: die vielfältigen Schätze der Natur in der Küche, Kosmetik und Heilkunde. „Heilkräuter im Garten“ legt den Schwerpunkt auf „pflanzen, ernten, anwenden“ für die Heilkunde, ergänzt durch die Verwendung in der Wildkräuterküche und nur im Rahmen der Heilkunde auch für kosmetische Zwecke. Bäume und Sträucher, die eine entsprechende Nutzung finden, werden bloß am Rande erwähnt.

Die Autoren schicken voraus, dass die Selbstmedikation mit Heilkräutern bei einer Erkrankung nicht den Gang zum Arzt ersetzt und ihre Verwendung abgesprochen werden sollte, damit es keine Wechselwirkung mit anderen Mitteln gibt. Vorgestellt wird eine Auswahl von gut 50 der bekanntesten Heilkräuter nebst ihrer Bedeutung in der Volksmedizin und der Therapie. Zudem erläutern sie, wie man die Kräuter selber im Garten oder auf dem Balkon zieht, welche Teile geerntet und für die Verwendung haltbar gemacht werden und wofür man sie – als Hausmittel – anwendet bzw. in der Küche verwertet.

Beispielsweise liefert das Buch ausführliche Informationen zur „Wiesen-Scharfgarbe“, dem „Knoblauch“, der „Gewöhnlichen Wegwarte“, der „Wald-Erdbeere“, der „Zitronen-Melisse“, dem „Rosmarin“, der „Kartoffel“ und dem „Eisenkraut“. Hinzu kommen zusätzliche Angaben zu verwandten Pflanzen wie der „Moschus-Scharfgarbe“, dem „Bärlauch“, der „Endivie“, der „Moschus-Erdbeere“, der „Goldmelisse“, dem „Ysop“ und dem „Zitronenstrauch“. Manches davon kennt man aus dem Gartencenter und hat es als Küchenkraut längst im Garten oder in einem Topf stehen, anderes kann man in der freien Natur entdecken.

Für jede der gelisteten Pflanzen – mit deutscher und lateinischer Bezeichnung – findet sich ein ausführlicher Steckbrief: Unter „Herkunft – Verbreitung – Botanik“ werden ihr Vorkommen und ihr Aussehen genau beschrieben, ergänzt durch zusätzliche Details. In einem grün unterlegten Kästchen sind der Name in Französisch, Italienisch und Englisch angegeben, hinzu kommen die volkstümlichen Bezeichnungen und die Nennung der Hauptmerkmale (Höhe, Blütengröße, Blütezeit, Pflanzentyp). Auch wichtige Nebenarten werden erwähnt. „Anbau – Pflege – Ernte – Lagerung“ gibt wichtige Tipps für die Kultivierung der jeweiligen Kräuter, z. B. wann sie gesät oder gepflanzt werden, unter welchen Bedingungen die Pflanzen am besten gedeihen, wann und was man erntet – auch in Hinblick auf Schädlinge und Krankheiten -, wie man sie anschließend aufbewahrt.

Darauf folgt ein Kapitel über „Pflanzenheilkunde“, wobei zwischen „Volksmedizin und traditioneller Anwendung“ sowie „Pharmakologischer Wirkungen und Wirksamkeit“ unterschieden wird. Ferner werden „Anwendungsbereiche und Dosierungshinweise“, „Unerwünschte Wirkungen“, „Wechselwirkungen“, „Gegenanzeigen und Einschränkungen“ und Empfehlungen für die „Schwangerschaft und Stillperiode“ aufgezeigt. Erneut findet sich ein grün unterlegtes Kästchen, in dem „Geruch und Geschmack – Inhaltsstoffe“ genannt und beschrieben werden, sowie ein weiteres, das speziell den verwendbaren Pflanzenteilen und ihrer Dosierung für die gängigen Anwendungsbereiche gewidmet ist.

Den Abschluss macht die „Wildkräuterküche“, die nicht mit der üblichen Zutatenliste und Anleitung aufwartet, sondern allgemein gehaltene Hinweise gibt, welche Pflanzenteile wie zubereitet und für Speisen und Getränke herangezogen werden können. Oft reichert man mit ihnen Salate und Suppen an, verwendet sie wie Blattgemüse oder für Desserts, aromatisiert Essig und Öl, kocht sie zu Sirup ein oder setzt sie in der Likörbereitung ein usw. Unterstützt werden die Erläuterungen von zahlreichen sehr schönen Farbfotos, die wenigstens Kreditkartengröße haben und bis zu einer Seite belegen können. Sie zeigen die jeweilige Pflanze in der Natur, ihre Blüten und Früchte, Blätter und Wurzeln/Knollen, sodass man sie leicht erkennen kann.

Interessiert man sich für Hausmittel und die Wildkräuterküche, möchte man im Garten oder auf dem Balkon nicht nur die traditionellen Zier- und Nutzpflanzen stehen haben, gibt „Heilkräuter“ sehr viele fundierte und detaillierte Tipps für den Anbau und die Nutzung, speziell in Bezug auf die Anwendungs- und Wirkungsweise bei kleinen Wehwehchen. Ein rundum gelungenes, seriöses und sehr empfehlenswertes Buch!

Copyright © 2014 by Irene Salzmann (IS)

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