Alles muss versteckt sein

Wiebke Lorenz
Alles muss versteckt sein

Karl Blessing Verlag
in der Verlagsgruppe Random House GmbH
ISBN 978-3-89667-469-2
Thriller
Erschienen 3. September 2012
Umschlaggestaltung: Hauptmann und Kompanie Werbeagentur, Zürich
unter Verwendung eines Fotos von  © plainpicture/Arcangel Images
Klappenbroschur, 352 Seiten

www.blessing-verlag.de
www.wiebke-lorenz.de

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Die Autorin:

Wiebke Lorenz, geboren 1972 in Düsseldorf, studierte in Trier Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaft und lebt heute in Hamburg. Sie arbeitet journalistisch für Zeitschriften wie „Cosmopolitan“ und schreibt Drehbücher für TV-Filme. Ihre Romane „Liebe, Lügen, Leitartikel“ (2000), „Was? Wäre? Wenn?“ (2003) und „Allerliebste Schwester“ (Blessing 2010) waren bei Kritik und Publikum höchst erfolgreich.

Das Buch:

Marie hat es getan, sie hat ihrem Freund und Lebensgefährten Patrick mit einem Messer die Kehle durchgeschnitten, ihn dann mit weiteren Messerstichen verletzt. Er ist tot und sie, Marie, hat die Tat gestanden und ist nun Patientin in der geschlossenen Psychiatrie. Dennoch nagen da die Zweifel an der jungen Frau, denn sie kann sich an die Tat nicht erinnern, aber natürlich deutet alles daraufhin, dass sie die Täterin ist. Wer sonst sollte Patrick getötet haben? Schließlich lebt Marie ja auch schon seit geraumer Zeit mit diesen Zwangsgedanken. Diese sind schuld daran, dass Marie ihren Job als Erzieherin im Kindergarten vorübergehend aufgegeben hat. Auch hat sie sich weitestgehend aus der Gesellschaft zurückgezogen, denn überall wo Marie auf Menschen trifft, sind sie sofort da, diese Gedanken einem anderen Menschen etwas anzutun, ihn zu verletzen. Marie hat gedacht, es seien nur Gedanken, auch ihre Internetbekanntschaft Elli hat wieder und wieder gesagt, dass denken eben nicht gleich tun ist, aber es ist dennoch geschehen. Patrick ist tot.

Der Leser begleitet Marie bei ihrem Alltag in der Klinik. Er erfährt vieles aus der Vergangenheit, denn Marie öffnet sich gegenüber dem behandelnden Arzt Dr. Jan Falkenhagen und erzählt Details aus ihrem Leben. Die Protagonistin hat schreckliche Dinge erlebt und der Leser leidet mit der jungen Frau. Die Zweifel daran, dass Marie wirklich zu einem Mord fähig ist, werden von Seite zu Seite stärker, aber über allem schwebt die Frage wer denn der Täter sonst gewesen sein soll und welches Motiv dahinter stecken könnte.

Wiebke Lorenz hat diese wirklich spannende Geschichte rund um eine Erkrankung geschrieben, die man seinem ärgsten Feind nicht wünschen möchte. Die Beeinflussung des Lebens durch Zwangsgedanken und die Reaktionen nahe stehender Menschen auf die Erkrankung sind hier sehr realistisch beschrieben. Hier wurde sehr genau recherchiert und als Leser spürt man die Isolation, die unausweichlich in das Leben eines solchen Patienten Einzug findet, sehr deutlich.

„Alles muss versteckt sein“ ist ein fabelhafter Thriller. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll geschrieben, geht dem Leser nah und wartet ganz am Ende noch mit einem fulminanten, spannungsgeladenen Schluss auf.

Copyright © 2012 by Iris Gasper

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Comments

  1. Hab gestern auf SAT1 teilweise ein Interview mit der Autorin gesehen. Der Interviewer (Literaturkritiker; Name hab ich vergessen) ging mit ihr auch zu einigen relevanten Orten in einer Stadt (wahrscheinlich Düsseldorf) und die Autorin gab Einblicke in ihr eigenes Leben. Der Roman ist sicher nicht autobiografisch, hat aber viele Bezugspunkte zur Umwelt und dem Leben der Autorin. Daher ist die gefühlvolle und realistische Handlung kein Wunder.

    Das ist bei vielen (Erstlings)Romanen der Fall. Und das ist ja völlig in Ordnung. Wenn dann ein Autor, eine Autorin mit den Folgebüchern (ohne die Quelle persönlicher Erfahrung) ähnliche Erfolge feiern kann, ist ein weiterer Schritt gesachfft.

    Wiebke Lorenz hat einen ruhigen und sehr sympathischen Eindruck bei mir hinterlassen. Solchen AutorInnen gehört mein Herz.

    mgg
    galaxykarl 😉

    P.S. Es war im Frühstücksfernsehen; Buchbesprechung/Interview immer Dienstag irgendwann nach 5:30 Uhr (als Frühaufsteher passt das hervorragend zum morgenlichen Kaffee). Ich hab den ganzen Tag an das Interview gedacht.

  2. Tststs; Buchstabendreher und ein fehlendes d. Naja, der Kaffes muss früh halt auch erst noch wirken … 😉

    mgg
    galaxykarl 😉

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