Amnesia – Ich muss mich erinnern

Jutta Maria Herrmann
Amnesia – Ich muss mich erinnern

Knaur
ISBN 978-3-426-51997-4
Thriller
Erschienen: 01.06.2017
Covergestaltung: init Kommunikationsdesign
Taschenbuch, 304 Seiten

www.knaur.de
www.jutta-maria-herrmann.de

 

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Die Autorin:

Mitte der Achtziger strandete die Saarländerin Jutta Maria Herrmann in Berlin, studierte Germanistik und Filmwissenschaften, sympathisierte mit der Hausbesetzerszene und stürzte sich ins Nachtleben. Sie war u.a. als Buchhändlerin, Putzfrau, Sekretärin, Synchrondrehbuch-Autorin und Veranstalterin von Punkkonzerten tätig. Heute arbeitet sie für eine Tageszeitung und lebt mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, vor den Toren Berlins. Nach „Hotline“ und „Schuld bist du“ ist „Amnesia“ ihr dritter Thriller im Knaur Verlag.

Das Buch:

Helen ist krank. Sie hat Lungenkrebs im Endstadium. Ihre Lebenserwartung ist nicht groß. Als sie von ihrem Lebensgefährten verlassen wird, beschließt sie ihre Familie zu besuchen. Ihre Familie, das sind die Mutter und die Schwester, die nach wie vor dort leben, wo Helen aufgewachsen ist. Helen selbst ist bereits vor Jahren nach Berlin gezogen, fort aus der Enge, fort von der Mutter, zu der Helen nie ein gutes Verhältnis hatte. Doch nun hält Helen es für erforderlich ihren Angehörigen von der Krankheit zu erzählen. Dazu kommt es aber zunächst nicht.

Von der Mutter nur sehr distanziert begrüßt, entschließt sich Helen dazu lieber bei ihrer Schwester Kristin zu wohnen. Doch diese ist verheiratet mit Leon, einem Mann an den Helen keine guten Erinnerungen hat. Und auch jetzt wird sie mit Leon nicht warm. Schon bald vermutet Helen, dass er ihre Schwester misshandelt. Aber ist das wirklich so?

Aufgrund ihrer Erkrankung nimmt Helen starke Medikamente ein. Sie selbst hat die Dosis gar entgegen des Rates ihres Arztes erhöht. Und nun leidet sie immer öfter auch an Beklemmungen, Halluzinationen und stellt Erinnerungslücken fest. Und dann ist Leon plötzlich tot. Er wurde ermordet. Wer ist der Täter?

Von da an kreist die Geschichte noch mehr als bereits zuvor um Helens eigene Gefühle, ihre Gedankengänge, ihre Ängste. Natürlich stellt Helen sich selbst die Frage, ob sie vielleicht die Mörderin ist und vieles deutet darauf hin. Aber ist ihr das überhaupt zuzutrauen? Ist sie dazu in der Lage?

Die Autorin Jutta Maria Herrmann baut ihre Geschichte rund um Helen und ihre Erkrankung auf und spinnt um die Protagonistin herum ein Netz aus Fakten, Hinweisen, Wahrheiten und Unwahrheiten. So darf der Leser sich ein eigenes Bild machen über Helen und ihre Familie und über das was früher geschah. Es gibt einen soliden Spannungsbogen, der dazu verleitet das Buch nicht zur Seite zu legen. Bodenständig und psychologisch perfekt schreitet die Handlung aus Helens Sicht voran. So baut der Leser eine intensive Nähe zu Helen auf und erlebt deren Ängste und Panikattacken hautnah mit.

Die Auflösung ist dann mein persönliches Highlight, denn sie ist absolut ausreichend und doch nicht ganz eindeutig. Raum für weitere Spekulationen bleibt hier genug.

„Amnesia“ ist ein raffinierter Thriller für Liebhaber dezenter aber konstanter Spannungstöne.

Copyright © 2017 by Iris Gasper
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