Bitteres Ende

Robert B. Parker
Bitteres Ende
Spenser 38

(sfbentry)
The Professional, USA, 2009
Pendragon Verlag, Bielefeld, 02/2012
TB, Krimi
ISBN 978-3-86532-258-6
Aus dem Amerikanischen von Emanuel Bergmann
Titelgestaltung von Ute Zeißler, Bielefeld

www.pendragon.de/
www.robertbparker.de/

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Die Rechtsanwältin Elizabeth Shaw bittet Spenser, vier Klientinnen zu helfen. Alle vier Frauen sind mit vermögenden Männern verheiratet, meistens bedeutend älter als sie selbst. Alle vier hatten ein Verhältnis mit demselben Mann, der sich ihnen als Gary Eisenhower vorstellte. Nun erpresst er sie damit, dass er Videos und Tonbandaufnahmen den gehörnten Ehemännern zukommen lassen wird, wenn sie nicht an ihn zahlen. Spenser findet heraus, dass hinter Gary Eisenhower ein Mann namens Goran Pappas steckt, der bereits mehrere Jahre wegen Erpressung inhaftiert war. Auch die Frau, die ihn anzeigte, gehörte zu seinen Opfern, hat sich im Gegensatz zu Spensers aktuellen Klientinnen aber nicht ausnehmen lassen. Tatsächlich gelingt es dem Privatdetektiv, Eisenhower alias Pappas ausfindig zu machen, doch der zeigt sich abgebrüht und lässt sich nicht einschüchtern.

Spensers Job wird durch den Umstand, dass einer der betrogenen Gatten ein einflussreicher Unterweltboss ist, nicht gerade einfacher. Zumal jede seiner Klientinnen selbst dunkle Geheimnisse hütet – und eigentlich keine auf den charmanten und gutaussehenden Lover verzichten möchte. Bis der erste Mord geschieht …

Es ist jedes Mal ein Genuss, einen Roman von Robert B. Parker mit seiner Kultfigur Spenser zu lesen – schnörkellose, pointierte Krimis mit intelligenten Dialogen, die sich dank ihrer gefälligen Länge von zirka 220 Seiten an einem Feierabend problemlos durchlesen lassen. Der vorliegende Roman beginnt auf beinahe klassische Weise: Eine attraktive Frau betritt Spensers Büro und bittet den selbstbewussten Schnüffler, der seit seinem Debüt im Jahr 1973 um kein Jahr gealtert ist, um Hilfe. Dieses Mal geht es um Erpressung, und ehe sich Spenser versieht, hat er gleich vier Auftraggeberinnen.

„Bitteres Ende“ ist in mehrerer Hinsicht ein besonderer Auftrag für Spenser, denn zum einen ist ihm der Übeltäter wider Willen irgendwie sympathisch, zum anderen bekommt er viele Gelegenheiten, seine eigene Beziehung mit der Psychotherapeutin Susan Silverman zu reflektieren. Gerade die verbalen Schlagabtausche des Detektivs mit seiner Partnerin und Spensers Sidekick Hawk machen den Roman so vergnüglich. Spannung bezieht die Geschichte zunächst aus der Frage, wie es Spenser anstellt, Gary Eisenhower von seinem liederlichen Treiben abzubringen. Richtig in Fahrt kommt die Story nach dem ersten Mord. Wer hat hier wen getötet oder töten lassen und aus welchem Motiv?

So konventionell die Taten erscheinen, so unkonventionell ist Parkers Schreibe und die Lösung des Falles. Spenser, der sich weder scheut, Gewalt anzuwenden noch von der Waffe Gebrauch zu machen, zeigt sich als hervorragender Menschenkenner, der die beteiligten Personen wie Schachfiguren über das Feld zieht. Zwar wird viel Druckerschwärze für die Diskussionen über ein exzessives Sexualleben verwendet, packend ist die Geschichte aber allemal. Wie oben bereits erwähnt ist Spenser eine zeitlose Figur, die zwar in der jeweiligen Gegenwart ermittelt, aber die Möglichkeiten der modernen Technik nur geringfügig nutzt. „Bitteres Ende“ ist einer der letzten „Spenser“-Romane von Robert B. Parker aus dem Jahr 2009, dennoch nutzt der Protagonist seinen Computer lieber zum Musikhören als zur Recherche.

Treffender hätte das Cover-Motiv für diesen Roman gar nicht sein können. Die hochwertige Qualität des Taschenbuchs ist jeden Cent wert. „Bitteres Ende“ ist ein raffinierter Detektiv-Krimi mit überraschenden Wendungen. Betrug, Erpressung, Mord – alles was das Krimi-Herz begehrt.

Copyright © 2012 by Florian Hilleberg (FH)

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