Der Augensammler

Sebastian Fitzek
Der Augensammler

Droemer Verlag
ISBN 978-3-426-19851-3
Thriller
1. Auflage 2010
Umfang: 448 Seiten, gebunden

www.droemer-knaur.de
www.sebastianfitzek.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Zum Autor:

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Gleich sein erster Psychothriller „Die Therapie“ eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste, wurde als bestes Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert und begeisterte Kritiker wie Leser gleichermaßen. Mit den darauf folgenden Bestsellern „Amokspiel“, „Das Kind“, „Der Seelenbrecher“, „Splitter“ und „Der Augensammler“ festigte er seinen Ruf als DER deutsche Star des Psychothrillers. Seine Bücher werden in über zwanzig Sprachen übersetzt. Als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans.

Zum Buch:

Dieses Buch verdreht die Reihenfolge: Die Geschichte beginnt mit dem Epilog und endet nach dem Rückwärtszählen der Seiten mit dem Prolog. Der „Augensammler“ spielt in Berlin mit den Ermittlern und Opfern Verstecken. Er hält sich immer an das gleiche Muster: Er ermordet Frauen bzw. Mütter von Kindern, entführt und versteckt die Kinder und gibt dann den Vätern 45 Stunden Zeit, ihre Pflicht zu erfüllen und nach die Kinder zu suchen. Falls die Zeit nicht ausreicht, sterben die Kinder. Als Souvenir behält er ein Auge des jeweiligen Kindes. Und dieses Spiel ist kaum zu gewinnen.

Alexander Zorbach, durch vergangene Ereignisse von der Seite der Polizei zum Journalismus gewechselt, gerät ungewollt in dieses grausame Spielchen ermittelnd hinein und macht sich selbst zum Hauptverdächtigen. Trotzdem spielt er das Spiel des Augensammlers mit und begibt sich fieberhaft auf die Suche nach den letzten vermissten Kindern, gleichzeitig immer auf der Hut, nicht von der Polizei festgenommen zu werden. Hierbei erhält er unverhofft Unterstützung durch Alina, eine blinde junge Frau, die behauptet, dem Augensammler begegnet zu sein und durch anhaltende übernatürliche Visionen über die Geschehnisse die Spur des Mörders aufzunehmen zu können. Und die Zeit wird immer knapper, denn der Countdown läuft unerbittlich weiter…

Fazit:

Fitzeks bisher 6. erschienenes Buch reiht sich von seiner Art nahtlos in die Thrillerschiene ein, denn auch dieses Buch ist grundsätzlich eine typische Fitzek-Erzählung. Trotzdem hat mir der Spannungsverlauf in einigen anderen Büchern besser gefallen, denn hier lässt die Geschichte um die Suche nach dem Augensammler doch schon mal Tiefpunkte zu, in denen ich nicht unbedingt hätte weiter lesen müssen. Durch die vielen Perspektivenwechsel wird es mir teilweise etwas unübersichtlich und mit dem Hauptprotagonisten bin ich persönlich im Verlauf des Buches nicht so richtig warm geworden.

Die Idee mit den Visionen einer blinden Frau ist nicht schlecht gewählt, hierdurch bekommt die Suche nach dem Täter einen leichten übersinnlichen Touch, teils wohl auch sehr mysteriös. Insgesamt wird sehr viel und gut auf die „Sichtweisen“ von blinden Menschen eingegangen, man bekommt viele Informationen (Wie träumen Blinde?) und erhält ein gutes Verständnis für diese Lebenssituation. Interessant ist auch, dass durch den Schreibstil und die Wahl der Erläuterungen hierdurch eine sehr bild- und detailreiche Geschichte entstanden ist.

Vielleicht muss man sich eine eigene Meinung über dieses Buch bilden. Empfehlenswert ist es sicherlich, doch wenn ich wählen könnte, haben mich vorgehende Bücher Fitzeks sicher besser überzeugt. Der Schluss gestaltet sich wie bei seinen anderen Büchern auch: Der Täter wird aufgedeckt, aber es gibt kein Happy-End. Das Spiel ist nicht zu Ende, im Gegenteil, für Zorbach persönlich fängt es jetzt  erst richtig an…

Zum guten Schluss: Gefallen haben mir die Danksagungen am Ende des Buches. Hier zeigt sich wieder, dass Sebastian Fitzek im Grunde sehr witzig und ironisch ist, welches ich auch bei einer seiner Lesungen schon feststellen konnte. Auch das Cover überzeugt mich durch die auffälligen Farben gelb und schwarz. (3xPRT)

Copyright © 2010 by Sandra Stockem

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