Der Bestatter

Marina Heib
Der Bestatter

Piper Verlag
ISBN 978-3-492-27206-3
Thriller
Originaltitel: Weißes Licht
Neuauflage August 2011
Umschlagkonzept: semper smile, München
Umschlaggestaltung: Cornelia Niere, München
Umschlagmotiv: Artwork Cornelia Niere
Umfang: 288 Seiten, kartoniert

www.piper-verlag.de
www.marinaheib.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Zur Autorin:

Marina Heib, geboren in St. Ingbert/ Saarland, lebt als Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Hamburg. Nach ihren Kriminalromanen „Der Bestatter“, (vormals veröffentlicht unter dem Titel: „Weißes Licht“), „Eisblut“ und „Tödliches Ritual“ und „Puppenspiele“ ist „Parasiten“ der fünfte Fall für die Sonderermittler um Christian Beyer.

Zur Handlung:

Die neu gegründete Sonderermittlungseinheit um Kommissar Christian Beyer aus Hamburg ermittelt in dem Mordfall eines kleinen Jungen, der besonders aufwändig aufgebahrt in einem Waldstück gefunden wird. Die Leiche des Jungen ist die vierte dieser Art. Alle Opfer sind zudem noch mit einem Bibelvers versehen worden, so dass man vom gleichen Serientäter ausgehen muss. Trotzdem tappt das Team im Dunkeln. Kommissar Beyer bekommt zur Unterstützung daher Pete Altman zugeteilt, der als Profiler in den USA gearbeitet hat und mit einem Täterprofil aus psychologischer Sicht helfen soll. Da Beyer sich durch Petes forsche und draufgängerische Art bevormundet fühlt, lässt er ihn mehr als einmal seine Abneigung spüren. Bei einem Vortrag lernt Pete die attraktive Psychologin Anna Maybach kennen, die aus zunächst beruflicher Sicht Interesse an dem Fall bekommt, zumal fast parallel einen geheimnisvollen neuen Patienten in Ihrer Praxis behandelt, der möglicherweise in den Fall verstrickt ist. Durch ihren eigenen Einsatz gerät auch sie bald in ein gefährliches Fahrwasser, da sie erst spät bemerkt, wie nahe sie dem Täter kommt. Und auch in ihrem Privatleben läuft einiges mit dem charmanten Pete schief…          

Mein Fazit:

“Der Bestatter“ ist eine Neuauflage des Buches „Weißes Licht“ von Marina Heib. Zunächst muss man sagen, dass sich dieses Buch mit dem schwierigen Thema des Kindesmissbrauchs und des Kinderhandels beschäftigt, was wohl weder einfach zu lesen ist und noch schwieriger, darüber zu schreiben. Als Leserin war ich zwischenzeitlich schon entsetzt über die dargestellte Handlung, da sie absolut realistisch wirkt, ohne zu sehr ins kleinste Detail zu gehen. Und dass dies in der heutigen Zeit so ist, mag man sich normalerweise noch nicht einmal vorstellen. Marina Heib schafft es meines Erachtens jedoch, das schwierige Thema vorsichtig und auch gefühlvoll in einem Krimi zu verpacken.

Der rasante Schreibstil unterstützt die Spannung sehr, die Charaktere sind eigenwillig und interessant. Ein Krimi, der schockiert aber dadurch auch zur Verfolgung der Geschichte animiert, in der Genugtuung, dass der oder die Täter hoffentlich die gerechte Strafe erhalten. Daher habe ich dieses Buch auch in einem Zug durchgelesen. Für mich ist „Der Bestatter“ trotz des belastenden Themas ein guter nachvollziehbarer und vor allem schlüssiger Krimi, der mich keine Sekunde gelangweilt hat. Unabhängig vom Thema weckt das Ermittlerteam um Christian Beyer und der Psychologin Anna Maybach in mir die Neugier, wie es mit ihnen in neuen Fällen weitergeht!   

Copyright © 2011 by Sandra Stockem

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Comments

  1. Und wieder ein Titel meiner Wunschliste 😉

    Ich finde mehreres an diesem Buch für mich interessant: Eine deutschsprachige Autorin, das gefällt mir immer besser, weil ich festgestellt habe, wie viel gute wir davon hier haben und ich es teilweise recht schade finde, dass da viel zu wenig für gemacht wird, dass sie bekannter werden! Und dann ein schwieriges Thema. Ich habe erst vor Kurzem wieder einen Krimi um ein ähnliches Thema gelesen und habe festgestellt, dass da der Realitätsbezug noch eine Schaufel mehr Grausen erzeugt und das Buch auch nachhaltiger in Erinngerung bleibt.

    Und wenn ich diese Rezension jetzt so lese, dann denke ich -auch wenn es sich um eine Neuveröffentlichung unter anderem Titel handelt-, dass das Buch schön auf der Wunschliste bleibt und ich mich sehr freue, es irgendwann lesen zu können!

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