Jeder Einzelne

jeder-einzelnePeter Märkert
Jeder Einzelne
Ein Ruhrgebietskrimi

Brockmeyer Verlag
ISBN 978-3-8196-0752-3
Krimi
Erschienen 2010
Umschlagentwurf: Jen Maerkert
Taschenbuch, 222 Seiten

www.brockmeyer-verlag.de
www.petermaerkert.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Autor:

Peter Märkert, Jahrgang 1955, lebt und arbeitet in Bochum. Nach dem Abitur Studium in Informatik und Sozialarbeit, Tätigkeit als Taxifahrer, Techniker, Sozialarbeiter im Justizvollzug, Bewährungshelfer und Autor.

Zum Buch:

Mit „Jeder Einzelne“ präsentiert uns der Autor Peter Märkert einen Ruhrgebietskrimi, der in Bochum spielt. Die eigentliche Handlung des Romans kann sich so oder so ähnlich aber auch in jeder anderen Stadt zugetragen haben.

Marco und Christina sind seit einiger Zeit ein Paar. Derzeit jedoch befinden sie sich in einer Beziehungskrise, die vor allem auf der grundlosen Eifersucht von Christina basiert. Auf der Party von Marcos Schwester Katrin in Köln, kommt es zu einer großen Szene, als Marco in Blickkontakt mit einer Freundin seiner Schwester steht. Auf Christinas Drängen hin brechen Marco und Christina überhastet gemeinsam in Richtung Heimat auf, obwohl Marco getrunken hat. Christina schläft unterwegs ein und Marco lässt sie vor seiner Haustüre in seinem Auto zurück. Als er erwacht ist sein Golf leer, von Christina fehlt jede Spur.

Zu diesem Zeitpunkt weiß der Leser bereits was geschehen ist, denn der Prolog des Buches schildert diesen Sachverhalt ganz klar und schonungslos. Christina hat eine Wohnung betreten. Ein einzelner Mann, den sie wohl kennt, hat ihr geöffnet, ihr K.-o.-Tropfen in einen Cocktail gemixt und sie missbraucht. Christina ist an einer Überdosis der Tropfen gestorben und der Täter hat ihren Leichnam in der Ruhr entsorgt und die Besitztümer der Toten in Müllbeutel verpackt und an mehreren Orten verteilt. Es ist klar, dass er auch Christinas Freund Marco kannte. Das Fläschchen mit den K.-o.-Tropfen will er ihm zustecken. So kommt es, wie es kommen muss: Kurze Zeit später wird Marco, wegen des Verdachtes seine Freundin getötet zu haben, verhaftet. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Er hatte Streit mit Christina, wollte die Beziehung beenden. Zwischenzeitlich hat er sich bereits einmal mit Lena, der Freundin seiner Schwester, getroffen und wohl den ersten Schritt auf dem Weg in eine neue Beziehung gemacht. Zu allem Überfluss findet man bei Marco die K.-o.-Tropfen.

In Untersuchungshaft ist Marco den vorliegenden Beweisen gegenüber völlig machtlos. Nur er und der Leser wissen wirklich, dass er unschuldig ist. Aber wie soll Marco das beweisen? Nur durch Unterstützung von ihm nahe stehenden Personen kann Marco hier Hilfe erwarten. Die Polizei, Anwälte und Richter haben in Marco den Schuldigen bereits gefunden.

Mit kurzen prägnanten Sätzen und Schilderungen aus unterschiedlicher Personensicht lässt der Autor hier die Handlung voranschreiten. Die Geschichte lebt vor allem von den Emotionen der Charaktere und ihren geschilderten Schicksalen. Die Todesursache K.-o.-Tropen ist aktuell und der damit einhergehende Missbrauch leider auch. Wie schnell jemand durch eine Verkettung ganz normaler Umstände in eine Situation gerät, die sein ganzes Leben verändert, sieht man am Beispiel Marco sehr deutlich. Die Ermittler und die Justiz sind eben nicht unfehlbar und wenn andere Anhaltspunkte fehlen, führt  der Weg schnell in eine falsche Richtung. Da kann der Leser nur hoffen, dass ein solcher Fall im wirklichen Leben die Ausnahme bleibt, aber sicher sein kann man sich dabei wohl nicht.

Peter Märkerts eigene Erfahrungen sind in diesen Krimi eingeflossen. Als Sozialarbeiter im Justizvollzug und Bewährungshelfer dürften ihm Marcos Gefühle nicht neu erscheinen und das kommt auch deutlich zum Ausdruck. Hier gibt es Spannung ohne viele Hilfsmittel, einfach und dennoch wirkungsvoll. Eine Auflösung, die jeder erwartet, die aber nie sicher erscheint. Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen will, bis auch das letzte Detail geklärt ist. Und nun beginnt das Warten auf ein neues Buch des Autors. Weiter so, Herr Märkert. (4xPRT)

Copyright © 2010 by Iris Gasper

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