Steirerblut

Claudia Rossbacher
Steirerblut

Gmeiner Verlag
ISBN 978-3-8392-1136-6
Kriminalroman
1. Auflage Februar 2011
Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart
unter Verwendung des Fotos „gucklochherzerl“ von regine schöttl © /
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Taschenbuch, 273 Seiten

www.gmeiner-verlag.de
www.claudia-rossbacher.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zur Autorin:

Claudia Rossbacher, geboren in Wien, zog es nach ihrem Studium der Tourismuswirtschaft in die Modemetropolen Europas und Japans, wo sie als Model im Scheinwerferlicht stand. Danach war sie Texterin, später Kreativdirektorin in internationalen Werbeagenturen. Seit 2006 arbeitet sie als freie Autorin und Texterin in Wien. In dieser Zeit entstanden drei Kriminalromane sowie zahlreiche Kurzkrimis. Mit ihrem neuen Roman „Steirerblut“ startet die Autorin eine Krimiserie, die in ihr bevorzugtes Bundesland führt. Dass Rossbacher seit über 15 Jahren mit einem Steirer verheiratet ist und gern Zeit in der Steiermark verbringt, macht sie zum gleichermaßen bekennenden wie glaubwürdigen Steiermark-Fan.

Zum Buch:

Sandra Mohr, Abteilungsinspektorin beim LKA Graz muss mit ihrem erst kürzlich aus Wien eingetroffenen neuen Kollegen und Boss, Chefinspektor Sascha Bergmann in das Dorf St. Raphael im Krakautal/Steiermark reisen um dort in einem Mordfall zu ermitteln. Die Leiche der Enthüllungsjournalistin Eva Kovacs wurde nackt in einem Waldstück aufgefunden. Für Sandra stellen die Ermittlungsarbeiten ein großes Problem dar, verschlagen sie sie doch in ihr Heimatdorf und in die Nähe ihrer Familie. So werden die Ermittlungen nicht nur dadurch verkompliziert, dass die Dorfbewohner allesamt sehr verschwiegen sind und auch bei Befragungen das eine oder andere Detail verschweigen, sondern auch durch die Tatsache, dass Sandras Mutter und ganz besonders Sandras Bruder hier ordentlich mitmischen und teilweise sogar erhebliche Verdachtsmomente auf sich ziehen. Nebenbei muss die Inspektorin sich noch mit ihrem vergangenen Liebesleben auseinandersetzen und sich außerdem ihrer ausgeprägten Ablehnung gegenüber dem Kollegen Bergmann stellen.

Claudia Rossbacher präsentiert dem Leser hier einen bodenständigen Krimi, der mit zwei sympathischen Protagonisten daherkommt und Lust auf mehr Fälle der Beiden macht. Mit viel Liebe zum Detail schildert die Autorin die landschaftliche Umgebung und die Lebensumstände der Steirer. Hier fließt an der einen und anderen Stelle auch ein wenig Dialekt ein, aber ganz vorsichtig, so dass man sich auch als Nichtösterreicher und Nichtsteirer durchaus wohl fühlt in der Geschichte.

Die „kleinen“ sehr abwechslungsreichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Sandra und Sascha prägen das Geschehen und sorgen für viel Abwechslung. Schön, dass man das Gefühl haben kann einiges mehr zu wissen als die Ermittler und letztlich dann dennoch im Dunklen tappt. Nun heißt es warten bis dieses neue Ermittlerduo einen weiteren Fall bekommt.

Copyright © 2011 by Iris Gasper

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

und noch eine Rezension:

Zur Handlung:

Die Ermittlerin Sandra Mohr bekommt einen neuen Fall zugeteilt: Die gut situierte Journalistin Eva Kovacs wird in St. Raphael in der Steiermark ermordet im Wald aufgefunden. Doch nicht nur, dass sich dies in ihrem Heimatort zugetragen hat und private Konflikte mit deren Bewohnern und Sandras ungeliebter Familie vorprogrammiert ist, zudem bekommt Sandra noch einen neuen Chef aus Wien zugeteilt, der sich mit seinem machohaften Auftreten bei ihr postwendend alle Sympathien verspielt.

Für ihre Nachforschungen quartieren sie sich im örtlichen Gasthof ein, wo auch die ermordete Eva Kovacs ohne ersichtlichen Grund gewohnt hat und versuchen, aus den wenigen Hinweispunkten, die die verschworenen Dorfgemeinschaft preis gibt, einen möglichen Tathintergrund zu konstruieren. Dabei stoßen sie nicht nur auf diverse interessante Kontakte durch Evas Job als Enthüllungsjournalistin sondern auch auf den aalglatten Geschäfts- und Ehemann Evas, der ggf. durch ihre aktuellen Recherchierungen jede Menge Ärger bekommen würde. Ist dies ein Motiv und hat er mit der Ermordung seiner Frau zu tun?

Doch nicht nur die Schwierigkeiten mit den Dorfbewohnern machen Sandra zu schaffen. Ihre alte Liebe Max und jetziger Polizist vor Ort scheint die damalige Trennung nicht so richtig verwunden zu haben und sieht seine erneute Chance, ihre schwierige Mutter treibt sie in dauernde Selbstzweifel und der gehasste Bruder scheint in den Fall verwickelt zu sein, was sowohl Sandra als auch ihren Bruder zu ungeahnten Aktionismus antreibt…

Mein Fazit:

Der erste Fall des Ermittlerteams Sandra Mohr und Sascha Bergmann hat mir sehr gut gefallen! Die Autorin lässt den Leser nicht nur an der Suche nach dem Täter teilnehmen, sondern beobachtet auch das Privatleben von Sandra, erfährt einiges aus der Vergangenheit und ihrer Familie. Bezüglich ihres Liebeslebens fiebert man gerne mit, wer denn letztendlich Sandras Gunst erlangen könnte. Denn auch dies scheint nicht so einfach.

Die Protagonisten sind sehr sympathische Charaktere, sehr authentisch durch ihre Art, die Sehnsüchte, Wünsche und Selbstzweifel an ihrer Lebensform, die sie mit sich selbst oder anderen in ihrem Leben haben. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich spannend und ist geprägt durch die schön beschriebene und bildhaft sichtbare Landschaft. Der Schreibstil von Claudia Rossbacher gefällt mir sehr gut, es ist modern und facettenreich durch die Einstreuung kleiner sprachtypischer Ausdrücke, die mich zum Teil doch sehr amüsiert haben. Diesen soliden interessanten Krimi mit eindeutigem Lokalkolorit kann ich sehr empfehlen und freue mich hier schon auf einen weiteren Fall in Fortsetzung!

Copyright © 2011 by Sandra Stockem

Titel erhältlich bei Buch24.de
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PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL: 3 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Claudia Rossbacher – Steirerblut.

Comments

  1. Am 4. September haben die Dreharbeiten zu der Verfilmung des Krimis in der Steiermark begonnen. Der Fernsehfilm beruht auf dem Kriminalroman und wird von Allegro Film in Koproduktion mit dem ORF produziert.

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