The Ark – Die letzte Reise der Menschheit

Patrick S. Tomlinson:
The Ark – Die letzte Reise der Menschheit

Originaltitel: The Ark (2016).
Aus dem Englischen von Markus Mäurer.
Umschlagabbildung: Markus Weber, Guter Punkt, unter Verwendung von Motiven von Thinkstock.
München: Droemersche Verlagsanstalt 2017 (Knaur Taschenbuch 52048).
416 Seiten
ISBN 978-3-426-52048-2

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Als ein wanderndes Schwarzes Loch die Existenz der Erde zu beenden droht, entschließt sich die Menschheit mit gemeinsamer Anstrengung eine Weltraumarche zu bauen und 50000 Menschen und die wichtigsten Kulturgüter der Menschheit zum Stern Tau Ceti zu entsenden.

Viele Generationen später, kurz vor der Ankunft auf Tau Ceti, wo zum Glück eine bewohnbare Welt auf die vermeintlichen Reste der Menschheit wartet, spielt der vorliegende Roman. Jahrhunderte sind die Reisenden nun unterwegs und ein Happy End scheint sich abzuzeichnen.

Dann verschwindet ein Wissenschaftler spurlos, was in der total überwachten Gesellschaft des Schiffes nahezu unmöglich erscheint. Detective Bryan Benson, der zuständige Polizist, ermittelt und stößt bald auf immer mehr Ungereimtheiten. Zunächst findet man die Leiche des Vermissten im Weltraum in der Nähe des Raumschiffes, aber von diesem wegtreibend. Benson gelingt es, unter Einsatz seines Lebens die gefrorene Leiche zu bergen. Eine Obduktion ergibt die Tatsache eines Mordes, und als Benson von einem nicht registrierten Menschen, den es an Bord eigentlich gar nicht geben sollte, angegriffen und fast getötet wird, wird ihm klar, dass mehrere schwerwiegende Geheimnisse hinter den Vorgängen verborgen sein müssen und jemand schützende Hände über die Verschwörer hält.

Nie hätte Benson jedoch damit gerechnet, dass das Schicksal der restlichen Menschheit von seinen detektivischen Fähigkeiten abhängen könnte …

 

Tomlinson gelingt in seinem Buch eine extrem spannende Mischung aus Kriminalroman, Science Fiction und Gesellschaftsroman. Zwar ist die Geschichte nicht auf jeder Seite packend, unterhält jedoch auf etwas mehr als 400 Seiten durchaus beachtlich.

Interessante, wenn auch nicht umwerfend gut gestaltete Charaktere, eine glaubhafte Atmosphäre und zwei überzeugende Plots machen das Buch empfehlenswert.

Nur gegen Ende scheint die Geschichte etwas überkonstruiert, vor allem wenn ein dritter Plot hinzukommt (die Sache mit dem Schwarzen Loch, um hier nicht zu viel zu verraten), welcher der Erzählung doch die ein oder andere Wendung zu viel gibt, so dass manchem Leser schwindelig werden dürfte von so viele Ideen und Unwahrscheinlichkeiten. Weniger und mehr Bescheidenheit wäre hier wahrlich mehr gewesen! Warum muss gleich immer die Menschheit gerettet werden? Und warum immer so viele Verschwörungen auf einmal?

Lässt man diese Einwände beiseite, ist die vorliegende Geschichte zwar kein Meilenstein des Genres, aber richtig gute Unterhaltung!

Copyright © 2017 by Gunther Barnewald

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