Athene an der Spree – Berliner Spaziergänge in die Antike

Susanne Weiss
Athene an der Spree – Berliner Spaziergänge in die Antike

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz, 02/2013
PB, Sachbuch, Reise, Kunst, Architektur, Geschichte
ISBN 978-3-8053-4608-5
Titelgestaltung von HEILMEYERUNDSERNAU GESTALTUNG, Berlin
20 Zeichnungen und Karten im Innenteil von N. N.

www.zabern.de

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Berlin, die alte und nun ‚neue‘ Hauptstadt Deutschlands, ist eine Reise wert – wobei jeder die Stadt mit der wechselvollen Geschichte aus anderen Gründen bereist bzw. sie auf Spaziergängen nach anderen Gesichtspunkten erforschen will.

Susanne Weiss, Ethnologin, Religionswissenschaftlerin und Soziologin, produziert regelmäßig ein wissenschaftliches Magazin mit geschichts- und kulturbezogenen Texten, die die Anregungen für den vorliegenden ‚Reisebegleiter der etwas anderen Art‘ lieferten. „Athene an der Spree“ will weder ein umfassender Stadt- noch ein Architektur oder Kunstführer sein, sondern von allem ein Bisschen bieten. Nach subjektiven Empfinden stellte die Autorin für Spaziergänge sechs kürzere und längere Routen zusammen, die den interessierten Besucher an Bauwerken vorbeiführen, die ihre Vorbilder im antiken Griechenland und Rom haben.

Susanne Weiss beschreibt kurzweilig die jeweiligen Strecken, die auf kleinen Karten nachvollzogen werden können, in die auch die genannten Sehenswürdigkeiten eingetragen sind. Zu diesen erzählt sie viel Wissenswertes: Mythologie, Bedeutung und Bedeutungswandel, Geschichte und Architektur; weist zudem auf Museen und Ausstellungen mit passenden Themen hin und liefert Zitate aus Originalquellen. Ergänzt werden die Ausführungen durch kleine Abbildungen z. B. von Mischwesen, Skulpturen von Gottheiten, Säulen, Gebäuden.

Ein Spaziergang ist so aufgebaut, dass man den Weg zunächst auf einer illustrierten Karte ansehen kann. Der dazugehörige Begleittext weist auf die einzelnen Stationen hin und liefert zusätzliche Informationen zu den Objekten, an denen man vorbei kommt, und den Sammlungen, die in den Gebäuden besichtigt werden können, stets in Hinblick auf die antiken Wurzeln. Die Stationen, Themen und Museen sind durch Symbole gekennzeichnet und mit Querverweisen versehen. Besonderheiten, an anderer Stelle näherausgeführte Stichworte sowie Ausflüge in die weiter zurückliegende Geschichte/Mythologie, Auszüge aus anderen Werken u. ä. werden farblich hervorgehoben. Abschließend findet man ein Verzeichnis weiterführender Bücher, Adressen und Raum für eigene Notizen.

Nach der Lektüre sagt man Klasse-Buch! Die Wege möchte ich gern entlang gehen, die Sehenswürdigkeiten und Ausstellungen besichtigen. Dadurch, dass die Autorin verschiedene Bereiche gelungen mischt – Mythologie, historische Quellen, Geschichte, Kunst, Architektur – wird es nie langweilig, die Beschreibungen und Erklärungen zu lesen, denn die Texte sind nicht zu lang, beinhalten das Wesentliche, sind angenehm zu lesen und auch für Laien verständlich. Aufgelockert werden die Ausführungen durch Abbildungen, farblich abgesetzte Passagen und Querverweise. Insgesamt hinterlässt „Athene an der Spree“ einen sehr positiven Eindruck, so dass man den Titel allen Berlin-Reisenden empfehlen möchte, die mehr als die Shopping-Meile sehen wollen.

Copyright by 2013 © Irene Salzmann (IS)

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