Kunst und Psyche – Familienbeziehungen

Tilmann Moser
Kunst und Psyche – Familienbeziehungen

Belser Verlag, Stuttgart, 09/2012
HC, Sachbuch, Kunst
ISBN 978-3-7630-2617-3
Titelgestaltung von Populärgrafik Stuttgart
Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.belser.de
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Tilmann Moser, Jahrgang 1938, ließ sich nach seinem Studium am Frankfurter Sigmund-Freud-Institut zum Psychoanalytiker ausbilden. In diesem vielfältigen Bereich ist er seit etlichen Jahren tätig. Zudem verfasste er zahlreiche Bücher. Über „Kunst und Psyche“ schrieb er schon einmal, Schwerpunkt: „Bilder als Spiegelbild der Seele“, Belser Verlag, 2010. Nun liegt ein weiterer Band vor, der die Kunst in Hinblick auf „Familienbeziehungen“ analysiert.

Im vorliegenden Buch greift er für die Kunst – die Malerei – typische Themen auf: „Die heilige Familie“, „Paarbeziehungen – Alles begann mit Adam und Eva“, „Familiendynamik – Glück und Verstrickung“, hier als Unterpunkt „Eltern und Großeltern“, sowie „Familien im Elend“. Ausgewählt und analysiert wurden Werke von bekannten und weniger bekannten Malern, darunter Konrad Witz, Raffael, Edgar Degas, Tizian, Pablo Picasso, Otto Dix, René Magritte (Titelmotiv), Vincent van Gogh, Käthe Kollwitz u. v. a.

Dabei berücksichtigte der Autor die Zeit der Entstehung des jeweiligen Motivs und, sofern bekannt, die Lebensumstände des Künstlers und seiner Auftraggeber, die oft großen Einfluss auf die Komposition, auf die Art und Weise, wie die Personen dargestellt wurden, hatten. Natürlich wurden oft auch Botschaften und Interpretationen des Familienlebens mit in das Bild hinein gelegt. Diesen grundlegenden Fakten fügt Tilmann Moser die moderne Psychoanalyse hinzu. Wie würde ein Psychiater oder Psychoanalytiker anhand von Mimik und Gestik, Position im Bild, (fehlendem) Blick- und Körperkontakt etc. das Verhältnis der abgebildeten Personen einschätzen?

Die Betrachtung eines Bildes aus psychoanalytischer Sicht ist zweifellos etwas Neues – und Interessantes …,
… ob es sich um das Dreigespann Josef, Maria und Jesus handelt, wobei Josef die undankbare Außenseiterrolle auferlegt, um Maria der Kult der Himmelskönigin gewoben und das Jesu-Kind zum Heilsbringer erhoben wird,
… ob es um Adam und Eva geht, die erst keusche Erotik ausstrahlen, nach dem Sündenfall jedoch zu normalen, alternden, unzufriedenen Menschen werden, sowie um andere Paare in Glück und Leid,
… ob die normale Familie, die sowohl ein erstrebenswertes Idyll als auch eine ausweglose Tragödie verkörpern kann, in den Mittelpunkt rückt,
… ob letztlich gezielt Familien in Not während Kriegs- und Hungerszeiten dargestellt werden.
Aufmerksam folgt man den Ausführungen und überprüft sie anhand der dazu gehörigen Bilder. Vielleicht wird man sich nicht immer den Ansichten des Autors anschließen wollen, aber sie sind aufschlussreich und erlauben, ein Werk aus einer gänzlich anderen Sicht zu betrachten.

Befasst man sich mit Kunst, sucht man nach neuen Wegen, Malereien (u. a.) zu analysieren, liefert „Kunst und Psyche“ reichliche Ansatzpunkte und überraschende Interpretationen.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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