Zur Sache, Chérie

Alain-Xavier Wurst
Zur Sache, Chérie
Ein Franzose verzweifelt an den deutschen Frauen

Rohwohlt Verlag
ISBN 978-3-499-62614-2
Satire & Humor, Liebe & Romantik
Reinbeck, bei Hamburg Dezember (2010)
Umfang 189 Seiten

www.rowohlt.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

Alain-Xavier Wurst, geboren 1969 in Paris, ist Journalist. Zwischen 2007 und 2008 war er bei ZEIT ONLINE zuständig für Außenpolitik. Für seinen Blog über den französischen Präsidentschatfswahlkampf wurde er 2007 für den deutsch-französischen Journalistenpreis nominiert. In Frankreich sind bereits von ihm Sachbücher über Whiskey, Wein, Fußball und Archäologie erschienen.

Zum Buch:
Der Franzose Alain-Xavier Wurst („Ja ich heiße wirklich so“) berichtet teils amüsant, teils ernsthaft von seinem Kulturschock, den er erlitt, als er aus der Stadt der Liebe, Paris ins kalte Hamburg kam. Und mit Kulturschock meint der Autor einen ganz bestimmten Schock. Das blanke Ensetzen über die deutsche Flirtkultur. In einzelne Etappen gegliedert mokiert sich der Franzose nun über die deutsche Frau, den deutschen Mann und die Unfähigkeit beider Geschlechter im Bezug zum Flirt allgemein. Natürlich alles mit einem Augenzwinkern. Er erzählt über Jungenderlebnisse, Reaktionen von französischen Freunden, Ratschläge von Deutschen und von seinen Coaches, die ihm die Funktionsweise der deutschen Frau erklären wollen. Besonders nenneswert sind hierbei der „Werther-Komplex“ des deutschen Mannes ( eine Anlehnung an Goethes Werk „Die Leiden des jungen Werthers“) und die Unfähigkeit der deutsche Frau Komplimente anzunehmen. Nach jedem Kapitel resümiert er kurz dessen Inhalt, natürlich immer mit einer humorvollen Note. Und wer immer schon mal wissen wollte, wieso Besucherritzen in deutschen Schlafzimmer die große Liebe stören, sollte diesen Roman unbedingt lesen.

Der leichte Humor des Romans, lässt einen schmunzeln und man ertappt sich dabei, wie man sich selbst anhand der Vorurteile überprüft. Die Geschichten sind interessant und teilweise auch echt komisch. Allerdings ist der Satzbau des Romans, meiner Meinung nach, an manchen Stellen einfach zu unübersichtlich und konfus, was den Lesefluss erheblich beeinträchtig und manchen Geschichten einfach die Pointe nimmt. Auch die vielfältigen Alltagsbeispiele sind manchmal etwas ermüdend. Allerdings gibt es auch richtige Highlights die im Großen und Ganzen den Roman lesenswert machen. Die Besucherritze und die vielfältigen  persönlichen Erfahrungen des Autors mit den deutschen Frauen, um nur einige wenige zu nennen.

Wer sich also nun auch in der französischen Lebensart üben will, so ein bisschen „laissez- faire“, der ist mit diesem Roman gut beraten, ebenso wie die, welche auf der Suche nach leichter Unterhaltung sind.

Copyright © 2010 by Chiara Kaiser

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